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·18 janvier 2026

Mit Mut, den richtigen Umstellungen und „der Süd“ erzwingt der 1. FC Köln den Sieg

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Simon Hense

18 Januar, 2026

Nach acht Spielen konnte der FC mal wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen. Nach einer schwachen ersten Hälfte brachte Lukas Kwasniok mit einem Dreier-Wechsel die Wende: Der 1. FC Köln erzwingt gegen Mainz sein Glück.

Nach einem Rückstand zeigte die Mannschaft von Lukas Kwasniok gegen Mainz Moral: Der 1. FC Köln erzwingt gegen Mainz 05 sein Glück. So können die Geißböcke dank Doppelpacker Ragnar Ache nach acht sieglosen Spielen wieder jubeln.

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Ragnar Ache bejubelt seinen Siegtreffer gegen Mainz 05

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Es gibt wohl kaum eine Szene, die besser zeigt, wie sehr die Geißböcke in der zweiten Hälfte gegen Mainz alles reinwarfen, als der Siegtreffer von Ragnar Ache. Luca Waldschmidts gute Ecke verlängerte Marius Bülter an den zweiten Pfosten. Dort lenkte zwar Danny da Costa den Ball zuerst ans Aluminium, aber Ache verwertete den Abpraller etwas glücklich mit dem Gesicht zum 2:1. Eine Szene, die gleich in mehrerlei Hinsicht eine enorme Symbolkraft hat: Zum einen, weil ausgerechnet der Neuzugang aus Kaiserslautern den Ball über die Linie drückte. Der Doppelpack war die Erlösung für den Angreifer nach seinem bislang schwierigen Start in Köln. „Als Stürmer werden wir immer nach Toren beurteilt. Wenn man keine Tore schießt, dann kommen gewisse Berichte, gewisse Sachen in die Welt. Und das macht natürlich auch ein bisschen was mit dem Selbstvertrauen, man zweifelt. Dann geht der in Heidenheim nicht rein. Dann denkt man nach. Jetzt mit den zwei Toren tut das natürlich sehr sehr gut“, so der 27-Jährige.

Zum anderen wegen der Art und Weise des Treffers: Der Angreifer erzwang mit wortwörtlich vollem Körpereinsatz das Glück der Kölner, das in den vergangenen Partien so oft gefehlt hatte. Außerdem sorgte ausgerechnet eine Standardsituation, sonst eine große FC-Schwäche auf beiden Seiten des Spielfeldes, für den ersten Dreier seit Anfang November. Und damit für Erleichterung bei Mannschaft und Verantwortlichen.

Schwache erste Hälfte

Dabei war die Leistung der Geißböcke in der ersten Hälfte noch deutlich schwächer als in der starken zweiten. Zwar hatten die Kölner einige Torannäherungen, wirklich zwingend wurden sie dabei aber nicht. Ganz anders als die Mainzer, die zumindest ein paar große Chancen hatten. Und eine nutzten sie im Anschluss an einen Einwurf in Person von Stefan Bell. Der Mainzer legte sich den Ball an Eric Martel vorbei und schloss mit Wucht unter die Latte ab. „In der ersten Halbzeit haben wir kaum Chancen zugelassen, aber eben auch wenig kreiert. Wir waren einfach zu passiv“, kritisierte Alessio Castro-Montes.

Und die Kölner konnten sich bei Keeper Marvin Schwäbe bedanken, dass sie zur Pause nicht schon höher zurücklagen. So parierte der Schlussmann unter anderem stark im Eins-gegen-Eins einen Abschluss von Silas. So gab es zur Pause schon einige Unmutsbekundungen von den Rängen. „Du hattest zum ersten Mal das Gefühl, dass die Jungs in ihrem Handeln nicht so richtig frei sind. Die ersten 20 bis 25 Minuten haben sie es schon versucht. Aber mit dem 0:1 hat man schon gemerkt, dass das Selbstvertrauen nicht mehr da war“ meinte Trainer Lukas Kwasniok.

Umstellungen zur zweiten Halbzeit zeigen Wirkung

In der Pause fand der Coach aber genau die richtigen Worte, um seine Schützlinge aufzubauen. „Wenn du dann mit Pfiffen in die Halbzeit verabschiedet wirst und dass dann auch irgendwie zu recht, dann gilt es in der Pause ruhig und sachlich zu bleiben. Vor allem wenn du das Gefühl hast, dass die Jungs Support brauchen“, so der Trainer. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie nicht gewollt haben. Sie waren etwas gehemmt. Wir haben dann umgestellt und ihnen gesagt, dass sie mutig sein sollen. Doch wenn du ihnen von Mut erzählst, dann musst du auch selbst mutig sein.“ Also stellte Kwasniok um und vollzog zur zweiten Halbzeit gleich drei Wechsel. Mit den Einwechslungen von Kristoffer Lund, Tom Krauß und eben Ache stellte der Coach außerdem auf Viererkette um.

Genau die richtigen, mutigen Entscheidungen. Denn nach der Pause war der FC die deutlich aktivere Mannschaft – und kam endlich auch zu einigen großen Chancen. Besonders das Zusammenspiel von Ache und Bülter funktionierte in einigen Situationen hervorragend. „Nach dem Wechsel hatten wir nichts mehr zu verlieren und sind All-in gegangen. Wir haben alles reingeworfen und uns am Ende belohnt“, bewertete Castro-Montes die Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. So erzwangen die Gastgeber letztendlich zuerst den Ausgleich, bei dem der Belgier eine schöne Vorlage lieferte, und kurz vor Schluss auch noch den Siegtreffer.

Erlösender Erfolg

Dabei fiel mit dem ersten Dreier nach acht sieglosen Spielen auch einiges von den Spielern ab. „Das war heute schon sehr erlösend. Im Stadion war es schon ein bisschen unruhig. Wir haben uns vorgenommen, weiterzumachen, alles zu geben, 120 % zu geben und zu probieren, das Spiel zu drehen und am Ende des Tages hat es auch geklappt“, erklärte etwa Ache. Und auch Marvin Schwäbe war ob des erkämpften Sieges erleichtert: „Wir sind natürlich gerade überglücklich, dass die lange Leidenszeit, wo wir natürlich alles gegeben haben und nicht belohnt wurden, heute ein Stück weit belohnt wurde. […] Wir wollten es unbedingt. Und es ist umso schöner, dass wir das dann auch zu Hause erleben durften.“

Während Kwasnioks Worte und Umstellungen zur Halbzeit daran einen maßgeblichen Anteil hatten, betonte der Coach selber nach Anpfiff noch einen anderen Faktor. „Ich hatte schon das Gefühl, dass die Süd heute das Spiel auf unsere Seite gezogen hat. Gerade in der zweiten Halbzeit haben sie nicht von uns gelassen und waren unser 12. Mann und haben das Stadion wieder zum Leben erweckt“, bedankte sich der Trainer bei den Fans, die ihn zuletzt auch kritisiert hatten. Um diese zumindest sportlich wieder zufrieden zu stellen, haben die Kölner jetzt einen Schritt gemacht. Mit viel Einsatz, mutigen Entscheidungen und am Ende dem nötigen Quäntchen Glück. Letzteres hatte die Mannschaft aber selber erzwungen und sich damit eben auch verdient.


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