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·14 avril 2026
„Nicht in Opfer-Rolle verfallen“: U21-Coach des 1. FC Köln Sbonias traut seinem Team den Umschwung zu

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Daniel Mertens
14 April, 2026
Dabei spiegeln die jüngsten nackten Ergebnisse die Auftritte auf dem Rasen nicht einmal wieder. Zwei große Baustellen gibt es aktuell allerdings bei der U21 des 1. FC Köln.

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln
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Die laufende Saison biegt mit einer kuriosen Situation am Geißbockheim auf die Zielgerade. Die U21 bewegt sich dank einer starken Hinserie schon seit der Weihnachtszeit fernab der Abstiegszone und hat mit dem Kampf um den Klassenerhalt nichts zu tun. Entsprechend entspannt können die Verantwortlichen bereits die Planung für die kommende Saison forcieren und bereits ohne Ergebnis-Druck vermehrt den aufstrebenden Talenten aus der U19 Spielpraxis vermitteln.
In diese entspannte Grundhaltung mischt sich jedoch immer mehr der Malus der schlechtesten Serie seit einem Jahrzehnt im Liga-Endspurt. Fünf Niederlagen wie aktuell gab es zuletzt im Frühjahr 2016. Doch anders als damals schwebt die FC-Reserve diesmal nicht in sportlicher Gefahr, weswegen die Entscheidungsträger auch weitgehend gelassen mit der Situation umgehen. Der Zwiespalt der Gefühle ist allerdings da, denn auch der Trainer Evangelos Sbonias verliert natürlich nicht gerne – schon gar nicht wochenlang am Stück.
Der Coach zeigte sich nach dem Schlusspfiff in Bonn jedoch weitgehend aufgeräumt: „Ich sehe es relativ nüchtern, auch ohne Emotionen. Es ist ein enger Platz, es ist kein guter Platz. Es ist ein tiefstehender Gegner und dann entscheidet ein Fehler so ein Spiel. Das ist die Phase, die wir momentan haben. Die muss man ein Stück weit akzeptieren, aber sich nicht darin ergeben. Das habe ich aber auch nicht gesehen.“ Vielmehr war seiner Mannschaft insbesondere nach der Pause anzumerken, dass sie das Spiel drehen wollte. Allerdings fehlten der jungen Mannschaft die Ideen, um gefährlich in die Offensive zu kommen. Gefährliche Torchancen sprangen gegen einen harmlosen Gegner kaum heraus. So wirkte dann auch die Schlussoffensive eher wie eine mit angezogener Handbremse.
„Es waren schon zwei, drei Situationen, wenn man da einfach ein bisschen abgeklärter, ruhiger, vielleicht auch mit mehr Gier das Ganze spielt, dann zu Torschüssen kommt, das schaffen wir momentan nicht“, verwies der Coach auf die eine von zwei großen Baustellen in diesen Wochen, nannte zudem die zweite: „Und jetzt kommen individuelle Fehler, die knallhart bestraft werden.“ Letztlich gehöre dies aber auch zur Entwicklung der Spieler dazu: „Damit muss man umgehen, da muss man sich rausziehen und nicht in eine Opfer-Rolle verfallen. Die Entwicklung muss sein, dass man als Mannschaft weiterhin arbeitet, um da rauszukommen. Und das wird passieren, da glaube ich fest dran. Die Spiele sind ja okay, wir sind hier auch nicht unterlegen oder werden an die Wand gespielt. Es passen gerade zwei, drei Dinge nicht zusammen, die sind erklärbar. Die müssen wir zusammenbringen, um dann wieder ein Spiel zu gewinnen.“ Weiter ins Detail gehen wollte Sbonias jedoch gegenüber come-on-fc.com nicht, setzt stattdessen auf die interne Aufarbeitung.
Am kommenden Freitagabend geht die U21 sicherlich nicht als Favorit in das Heimspiel gegen den designierten Meister und Aufsteiger SC Fortuna Köln. Im Duell gegen die Südstädter droht die sechste Niederlage in Folge. Dafür muss man in der FC-Historie weit zurückblättern: Im März und April 2015 der Saison 2014/15 verlor die FC-Zweitvertretung letztmals sechs Mal in Folge. Der Trainer hieß damals noch Stephan Engels.









































