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·1 Mei 2026
Kein Bruch beim FCK - Lieberknecht: "Jungs folgen mir komplett"

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Als Gegner von drei Mannschaften, die im Keller stehen, kann der 1. FC Kaiserslautern noch eine maßgebliche Rolle im Abstiegskampf spielen. Doch wie groß ist die Motivation der Roten Teufel noch? Zuletzt präsentierte sich die Mannschaft von Torsten Lieberknecht behäbig, was längst zur Trainerdiskussion im Umfeld geführt hat. Doch einen Bruch mit seiner Mannschaft sah der Coach nicht.
Unter den Fans scheiden sich die Geister. Ist Torsten Lieberknecht noch der richtige Trainer für den FCK? Der 52-Jährige betonte in der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Spiel in Dresden (Samstag, 13 Uhr), dass "die Jungs mir komplett folgen, auch wenn es natürlich mal Diskrepanzen gibt bei solch einer Anzahl an Spielern im Kader". Angesichts der jüngsten Auftritte gegen Kiel (0:3) und Braunschweig (0:2) wandte mancher Zuschauer schnell die gängige Floskel an, dass die Mannschaft gegen ihren Coach spielt. Davon wäre Lieberknecht überrascht: "Dass es ein Thema zwischen mir und den Spielern gäbe, wäre für mich aber komplett neu."
Fest steht, dass Lieberknecht mit einem Schnitt von 1,59 Punkten pro Partie der stärkste FCK-Trainer seit Marco Antwerpen (1,59 Punkte pro Partie) ist. In einem ähnlichen Rahmen war Boris Schommers (1,60 Punkte pro Partie) in den letzten Jahren unterwegs. Auffällig? Aus dieser Reihe überzeugte kaum jemand die Fans langfristig - und Trainer, die einen schlechteren Punkteschnitt aufwiesen, sowieso nicht. Abgesehen von Kulttrainer Friedhelm Funkel vielleicht. Ein naturgemäß unruhiges Umfeld erwartet Ergebnisse, von Lieberknecht gleichermaßen wie von seinen Vorgängern. In Dresden muss der FCK-Coach dabei jedoch auf eine ganze Reihe von Spielern verzichten.
Neben Ivan Prtajin (Achillessehnenriss) betrifft das Mika Haas (Rückenprobleme), Mahir Emreli (Bauchmuskelverletzung) und Kenny Redondo (Achillessehnenprobleme), sowie Naatan Skyttä und Daniel Hanslik (beide krank). Hinter Ji-soo Kim (Pferdekuss) stand noch ein Fragezeichen, während Stammtorhüter Julian Krahl wieder zurückkehren wird - im Gegenzug wird Enis Kamga das Tor der U21-Mannschaft hüten. Nun geht es um die Mentalität. "Jede Niederlage schmerzt, egal, ob zu Hause oder auswärts. Es tut weh, weil wir auch für die Fanseele spielen und es dann nicht auf den Platz bringen", so Lieberknecht. "Zuletzt haben wir es nicht verkörpert, uns dagegenzustemmen und eine entsprechende Körpersprache zu zeigen. Dennoch hat die Mannschaft auch schon oft in dieser Saison nach Niederlagen Charakter bewiesen, um wieder aufzustehen."
Zumal der FCK den Abstiegskampf noch maßgeblich beeinflussen kann. Dresden, Bielefeld und Magdeburg sind die Gegner im Endspurt, die allesamt noch weitere Zähler für den Klassenerhalt brauchen. Lautern will - und darf nach eigenem Anspruch - nicht der Punktelieferant sein. "Es geht auch darum, Dresden aufzuzeigen, dass wir mit Wut im Bauch anreisen. Auch, wenn es dort ein Hexenkessel ist", fand Lieberknecht. "Aber was gibt es denn Schöneres als so ein Spiel bestreiten zu dürfen? Natürlich werden wir Fehler machen, aber auch Dinge ausprobieren, um es Dresden schwierig zu machen." Ein echtes Plädoyer zur Eigenwerbung wäre allerdings wohl nur ein Sieg.







































