Nur die Raute
·20 aprile 2026
Schiri-Experte rügt Exner für Derbyleistung: „HSV hadert zurecht“

In partnership with
Yahoo sportsNur die Raute
·20 aprile 2026

Wurde der HSV im Nordderby gegen Werder Bremen benachteiligt? Gleich mehrere knifflige Entscheidungen fielen in jedem Fall zu Ungunsten der Rothosen aus.
Merlin Polzin wählte im Anschluss an die 1:3-Niederlage ungewöhnlich klare Worte. In den TV-Interviews mit DAZN und Sky brachte er sein Unverständnis über die Leistung des Schiedsrichters Florian Exner mehrfach zum Ausdruck.
Vor dem Gegentreffer zum 1:2 sah der hanseatische Chefcoach „ein klares Foulspiel“ an Warmed Omari und bemängelte die Inaktivität des Video-Assistenten. Dieser hatte die Szene zwar kurzzeitig überprüft, letztlich allerdings nicht eingegriffen.
„Unser Spieler spielt den Ball und wird dann von unten getroffen. Wenn die Lösung ist, dass wir unseren Spieler sagen, dass sie sich hinlegen sollen, damit wir das auch länger überprüfen, ist das nicht im Sinne des Spiels“, klagte Polzin. Auch die glatt rote Karte für Philip Otele konnte er nicht nachvollziehen.

Foto: IMAGO
Unterstützung für seine Kritik erhält Polzin nun von einem prominenten Schiedsrichter-Experten – zumindest teilweise. Der ehemalige Bundesliga-Unparteiische Manuel Gräfe erkannte genau wie der HSV-Coach ein Foulspiel vor dem zweiten Werder-Treffer. Gegenüber Bild erklärte er: „Da haben die Bremer sehr viel Glück gehabt. Der HSV-Spieler spielt den Ball und der Bremer trifft ihn klar. Da hätte es einen Eingriff geben müssen.“
Anders bewertete Gräfe hingegen den Otele-Platzverweis. „Der Werderaner ist klar vorher am Ball“, analysiert er. In einem solchen Fall könne man „nicht mit den Stollen aufrecht auf den Beinen des Gegners landen“. Der Einsatz des Videobeweises und die anschließende Vergabe der roten Karte sei daher alternativlos gewesen.
Insgesamt stellte Gräfe der Spielleitung von Exner jedoch ein ernüchterndes Zeugnis aus. Die Fülle an Platzverweisen und der regelmäßige Gebrauch des VAR habe gezeigt, „dass das Nordderby für den noch relativ unerfahrenen Schiedsrichter zu früh kam“.
Gräfes abschließendes Fazit lautet: „Er verlor zunehmend leider die Kontrolle, zahlte Lehrgeld und der HSV hadert zurecht.“
Live









































