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·19 de fevereiro de 2026
"Gibt immer wieder Wunder": Jones glaubt noch an den Klassenerhalt

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Nach dem überraschenden Aus von Victor Kleinhenz soll nun Ex-Bundesliga-Profi Jermaine Jones den 1. FC Schweinfurt zurück in die Spur führen – und zum Klassenerhalt. Diesen hat der 44-Jährige trotz des großen Rückstands noch nicht abgeschrieben.
"Wunder gibt es immer wieder", heißt ein bekannter Schlager von Katja Ebstein. Und genau auf ein solches Wunder setzt auch Jermaine Jones mit dem 1. FC Schweinfurt. Denn obwohl die Schnüdel nach 24 Spieltagen gerade mal zehn Punkte auf dem Konto haben und bereits 17 Zähler hinter dem rettenden Ufer liegen, glaubt der 44-Jährige weiterhin an den Klassenerhalt. "Im Fußball gibt es immer wieder Wunder", sagte Jones bei seiner ersten Pressekonferenz am Donnerstag. "Rechnerisch ist noch etwas drin. Abgerechnet wird am Ende." Zwar sprach der frühere Bundesliga-Profi von einer "riesigen Herausforderung" und einer "Mammutaufgabe", betonte aber, dass diese dennoch errfüllt werden könne.
"Wichtig sei, "von Spiel zu Spiel schauen" und nicht auf die Tabelle zu blicken: "Das wäre das Schlimmste. Wenn wir anfangen zu träumen, dann können wir nur verlieren." Er sei "positiv, ich gucke nach vorne und will es mit der Mannschaft hinbekommen", so Jones, der seine Rückkehr nach Deutschland nicht als Neuanfang für ihn persönlich bezeichnen wollte. Entscheidend sei vor allem die Einstellung: "Wir müssen positiv an die Aufgabe herangehen." Seine Hauptaufgabe sieht er darin, der Mannschaft neues Selbstvertrauen und Mut zu vermitteln.
Er freue sich "extrem auf diese Aufgabe und auch, dass ich das Vertrauen bekomme". Die Mannschaft habe er "ein bisschen länger beobachtet", zumal er schon seit Anfang September mit den Schnüdeln in Kontakt steht. Damals spielte der FC05 im Landespokal in Aschaffenburg, Jones' Wohnort – und schied im Elfmeterschießen aus. Trotz einer Fahrzeit von 90 Minuten pro Strecke will er künftig pendeln. "Wer in Amerika gelebt hat, für den sind lange Fahrten kein Problem."
Der aktuelle Tabellenplatz spiegelt für Jones indes nicht das tatsächliche Potenzial der Mannschaft wider. Dem 44-Jährigen zufolge stecke schon eine gewisse Qualität im Team. Um diese abzurufen, will Jones auch Erfahrungen aus seiner aktiven Zeit einbringen – und vor allem auf Werte wie "Respekt, Disziplin, Ehrgeiz" setzen. "Damit habe ich in meiner Karriere viel erreicht." Ein zentrales Problem hat Jones in der Mentalität in entscheidenden Spielphasen erkannt. Zwar würden die Schnüdel oft in Führung gehen, das Spiel dann aber noch verlieren. Schon viermal war das in der laufenden Serie der Fall. Um das künftig zu verhindern, soll vor allem auf die einfachen Tugenden wie "laufen, kämpfen und auch ein bisschen kratzen" gesetzt werden. Beim Thema Fitness soll zudem noch zugelegt werden.
Jones will mit dem FC05 ein unangenehmer Gegner sein, "damit niemand denkt: 'Die sind Letzter, da bekommen wir drei Punkte geschenkt.'" Gleichzeitig dürfe der Spaß nicht verloren gehen. Die Angst vor Fehlern müsse aus den Köpfen. Als Spieler habe er "wahrscheinlich den Oscar gewonnen, weil ich den Bösewicht so gut gespielt habe". Als Trainer gehe es nun darum, "25 bis 30 Jungs ein klares Ziel zu geben". Die erste Aufgabe führt Jones am Samstag zum MSV Duisburg, der ebenfalls nicht für Tiki-Taka-Fußball stehe, sondern für großen Kampf. "Wir fahren da hin und haben nichts zu verlieren", betonte der 44-Jährige.
Allerdings: Soll der Klassenerhalt tatsächlich noch gelingen, benötigen die Schnüdel aus den verbleibenden 14 Partien etwa 30 bis 33 Punkte. Also zum Beispiel neun Siege und drei Unentschieden. Entsprechend dürfte sich der Aufsteiger nur noch zwei Niederlagen erlauben. Sollte es eine davon nun direkt in Duisburg geben, wird der Weg zum Klassenerhalt noch aussichtsloser, als er ohnehin schon ist. Unterschrieben hat Jones zunächst bis zum Saisonende. Wie es danach weitergeht, hängt auch davon ab, ob das Wunder gelingen wird.









































