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·16 de maio de 2026
Rückkehr nach zwölf Jahren: Cottbus steigt in die 2. Liga auf

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Neben dem VfL Osnabrück steigt auch Energie Cottbus in die 2. Bundesliga auf. Die Lausitzer setzten sich am Samstag mit 1:0 bei Jahn Regensburg durch und verteidigten damit den zweiten Tabellenplatz vor dem MSV Duisburg. Für den FCE ist es nach zwölf Jahren die Rückkehr in die 2. Liga und nach 1997 der zweite Aufstieg ins Bundesliga-Unterhaus.
Genau ein Jahr ist es her, als unter anderem bei Timmy Thiele bittere Tränen flossen. Obwohl Energie Cottbus als Tabellendritter in den letzten Spieltag gegangen war, verspielte die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz den Aufstieg noch und musste sich am Ende mit Rang 4 zufrieden geben. Und das, obwohl der FCE bis in den März hinein auf einem Aufstiegsplatz stand. Als Energie auch in dieser Saison wieder im März aus den Top 3 rutschte, befürchtete manch einer bereits ein Déjà-vu.
Doch dazu kam es nicht: Starke 19 Punkte aus den letzten acht Spielen beförderten Energie geradewegs zurück in die 2. Bundesliga. Emotionaler Höhepunkt war ohne Frage der 5:3-Erfolg gegen Rot-Weiss Essen am 19. April, als Energie bis zur 73. Minute mit 1:3 in Rückstand lag, die Partie dann aber binnen neun Minuten durch einen Hattrick von Tolcay Cigerci drehte. Trainer Claus-Dieter Wollitz sprach im Nachgang von einem "Jahrhundertspiel".
A propos Cigerci: Der 31-Jährige trug mit 17 Toren und 13 Vorlagen maßgeblich zum Aufstieg bei – und wurde vom DFB als "Spieler der Saison" ausgezeichnet. Auch Erik Engelhardt hatte angesichts von 22 Toren und sechs Vorlagen großen Anteil am Aufstieg. Zusammen war das Duo für 39 der 72 Cottbuser Saisontore verantwortlich. Übertroffen wird das nur von den beiden Aachenern Lars Gindorf und Mika Schroers.
Was Energie neben seinem Traumduo in dieser Saison noch auszeichnete, war die große Mentalität. 25 ihrer 72 Punkte holte der FCE nach Rückstand – absolute Ligaspitze. Allein achtmal gelang es Energie, ein Spiel noch komplett zu drehen. Ebenfalls bemerkenswert: Im heimischen LEAG Energie Stadion musste sich Cottbus nur gegen Meister Osnabrück geschlagen geben und holte aus den übrigen 19 Partien starke 40 Punkte. Nur der MSV Duisburg ist noch besser.
Um das heimische Stadion an die Anforderungen der 2. Liga anzupassen, stellte das Land Brandenburg vor einer Woche 1,67 Millionen Euro bereit. Dabei war Energie Cottbus einst so etwas wie ein Leuchtturm im Osten. Denn während sich viele frühere DDR-Klubs nach der Wende schwertaten, Anschluss an den gesamtdeutschen Profifußball zu finden, spielte Energie Cottbus zwischen 1997 und 2014 durchgehend in den ersten beiden Ligen und verbrachte sechs Spielzeiten sogar in der Bundesliga.
Nach zwölf Jahren ist der FCE nun zurück im Bundesliga-Unterhaus – und wird alles daran setzen, dass es nicht direkt wieder runtergeht. Ein Unterfangen, um das sich wohl auch weiterhin Claus-Dieter Wollitz kümmern wird. Zwar hatte der 60-Jährige seine Zukunft zuletzt selbst im Aufstiegsfall offengelassen. Doch dass es sich der gebürtige Ostwestfalen nehmen lassen wird, nochmal in der 2. Liga aktiv zu sein, ist nicht zu erwarten. Und so dürfen sich Klubs wie Hertha BSC, Dynamo Dresden und der 1. FC Kaiserslautern auf einen emotionalen und oft streitbaren, aber in den letzten Jahren sehr erfolgreichen Trainer freuen, der bereits in der dritten Amtszeit für Energie tätig ist. Insgesamt bringt er es dabei auf über 450 Spiele – weitere werden sehr wahrscheinlich folgen.
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