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·16 de maio de 2026

"Cottbus wird abgerissen": So feierte Energie den Aufstieg

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Energie Cottbus ist zurück in der 2. Liga! Nach zwölf Jahren Abstinenz treten die Lausitzer in der kommenden Saison wieder im Bundesliga-Unterhaus an. Nach dem Schlusspfiff in Regensburg brachen auf dem Platz und den Rängen alle Dämme.

Fans fluten den Rasen

Bereits in der Nachspielzeit hielten es die ersten der rund 6.000 Energie-Fans auf den Tribünen nicht mehr aus und kletterten in den Innenraum, der durch eine Polizeikette vom Spielfeld abgetrennt war. Und nachdem Marius Funk in der fünften Minute der Nachspielzeit noch einen Elfmeter gehalten hatte, war er mit dem Schlusspfiff um 15:21 Uhr perfekt, der Aufstieg des FC Energie Cottbus. Sofort rannten die komplette Ersatzbank samt Trainerteam auf den Platz und bildeten eine riesige Spielertraube, ehe sich auch die Fans ihren Weg auf das Spielfeld bahnten.


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Zuvor hatte sich die Polizei bis zur Mittellinie zurückgezogen. Bis auf vereinzelte Raketen und Böller blieb der Platzsturm friedlich, alle wollten einfach nur feiern und stimmten immer wieder "Nie mehr 3. Liga" an.

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Mischung aus "Leere und Freude"

Präsident Sebastian Lemke hatte zunächst noch gar nicht realisiert, was gerade passiert war, als er zum Interview mit "MagentaSport" kam. Der 42-Jährige sprach von einer Mischung aus "Leere und Freude" und betonte, dass er es noch gar nicht in Worte fassen konnte. "Das ist unbeschreiblich. Ich gönne es den Menschen." Die Mission, Energie binnen fünf Jahren in die 2. Liga zurückzubringen, sei erfüllt. Eine Tatsache, auf die sich der Energie-Boss "sehr stolz" zeigte, zumal Cottbus in den letzten Jahren immer wieder Rückschläge hinnehmen musste.

Man denke nur an die vergangene Saison, als der FCE die Relegation am letzten Spieltag noch aus der Hand gab. "Wir sind immer wieder zurückgekommen", sagte Lemke mit Tränen in den Augen und bezeichnete die Spieler als "Mentalitätsmonster". Nun werde Cottbus "abgerissen", kündigte er mit Blick auf die anstehenden Feierlichkeiten an.

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"Verdienter Lohn für die Saison"

Tolcay Cigerci, der vor der Partie als "Spieler der Saison" ausgezeichnet worden war, konnte da nur zustimmen: "Wir haben die ganze Saison für diesen Moment gearbeitet." Trotz seiner 30 Scorerpunkte wollte sich der 31-Jährige nicht herausheben, sondern sprach von einem "Erfolg der ganzen Mannschaft". In Regensburg habe das Team zwar nicht den besten Fußball gespielt, "aber das ist alles scheißegal, wir sind in der 2. Liga", jubelte der Offensivspieler.

Dass Energie am Ende als Sieger vom Platz ging, war nicht nur Torschütze Boziaris zu verdanken, der nach 28 Minuten sehenswert zum Tor des Tages getroffen hatte, sondern auch Torhüter Marius Funk. Schließlich parierte der Schlussmann in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter. Zwar hätte auch ein 1:1 den Aufstieg bedeutet, doch das habe er zum Zeitpunkt des Strafstoßes nicht gewusst, erzählte Funk, den es zum VfB Stuttgart ziehen wird. Mit dem Sprung in die 2. Liga sei ein "Traum in Erfüllung" gegangen. "Das ist der verdiente Lohn für die Saison und ist außergewöhnlich für den Verein und die Region", sagte der 30-Jährige, ehe er eine Bierdusche über sich ergehen lassen musste. Und was ist das Erfolgsgeheimnis? "Jeder ist wie ein Bruder."

Borgmann "musste erstmal eine Viertelstunde weinen"

Während der Großteil der Mannschaft direkt nach Spielende gar nicht wusste, wohin mit der Freude, ging es für Kapitän Axel Borgmann zunächst in die Kabine. "Ich musste erstmal eine Viertelstunde weinen und alles rauslassen", berichtete der 31-Jährige, schließlich habe schon ein gewisser Druck auf der Mannschaft gelastet – auch den Fans gegenüber. "Ich habe es mir oft vorgestellt, wie es sein würde, aber jetzt ist es schwer in Worte zu fassen", musste Borgmann die Erlebnisse erstmal sacken lassen. Er habe eine Vision gehabt – und die ist in Erfüllung gegangen. "Jetzt wird nur noch gefeiert, die Region hat es mehr als verdient."

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Wollitz feiert mit XXL-Sektflasche

Auch Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte sich nach ersten Jubelstürmen auf dem Platz erstmal in die Kabine begeben. Doch auch als er aus dieser den Weg auf den Platz fand, hatte er es noch nicht realisiert. "Ich bin noch relativ entspannt, denn bei mir kommt so etwas immer etwas später an." Er sei zum ersten Mal in seiner Trainerlaufbahn stolz und hob vor allem das Vertrauen im Klub sowie die Ehrlichkeit auf dem Platz als Erfolgsfaktoren hervor: "Das ist unfassbar und außergewöhnlich." Der 60-Jährige freute sich "für die Fans, die Mannschaft und den Klub" – und hofft, dass dieser aus dem Aufstieg nun etwas macht. "In der Euphorie werden die meisten Fehler gemacht. Das sollten wir vermeiden."

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Zunächst soll aber mit "Wein aus dem ganz hohen Regal" ausgiebig gefeiert werden: "Die Jungs wissen, dass ich ein Feierbiest bin", sagte Wollitz und berichtete, dass die Mannschaft ihn unbedingt bei der Aufstiegsparty auf Mallorca ab Montag dabei haben will. "Mal schauen, wie die nächsten Stunden laufen und ob ich das schaffe." Auf der anschließenden Pressekonferenz sagte der 60-Jährige dann aber, dass er aus dem Alter raus sei und in Cottbus bleiben werde. Zuvor hatte Wollitz noch auf dem Rasen eine riesige Sektflasche erhalten, diese unter "Pele gibt einen aus"-Rufen seiner Spieler geöffnet und anschließend mehrere Sektduschen verteilt.

Es war nur der Auftakt der Feierlichkeiten, die noch am Abend sowie am Sonntag in der Cottbuser Innenstadt fortgesetzt werden sollen. Gegen Mitternacht wird die Mannschaft laut der "Lausitzer Rundschau" zurückerwartet – und will es dann zusammen mit den Fans krachen lassen.

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