VfB Stuttgart und Mainz 05: Neulinge haben viel gemeinsam | OneFootball

VfB Stuttgart und Mainz 05: Neulinge haben viel gemeinsam | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: DFB-Frauen

DFB-Frauen

·29 de julho de 2026

VfB Stuttgart und Mainz 05: Neulinge haben viel gemeinsam

Imagem do artigo: VfB Stuttgart und Mainz 05: Neulinge haben viel gemeinsam

Die beiden Aufsteiger, die in der bevorstehenden Saison 2026/2027 in der Google Pixel Frauen-Bundesliga an den Start gehen, haben einiges gemeinsam. Der VfB Stuttgart und der 1. FSV Mainz 05 sind nicht nur jeweils zum ersten Mal in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten. Beide Teams machten auch den direkten Durchmarsch aus der Regionalliga perfekt. DFB.de über die beiden Liganeulinge.

Drei Aufstiege in Folge gefeiert

Der VfB Stuttgart, der am 31. Mai 2021 erstmals eine Frauenfußballabteilung gründete und ab dem 1. Juli 2022 als Nachfolger des Kooperationspartners VfB Obertürkheim in den Spielbetrieb einstieg, schaffte sogar drei Aufstiege nacheinander. Die Saison 2023/2004 in der Baden-Württemberg beendeten die Schwäbinnen ebenso als Meisterinnen wie die folgenden Spielzeiten in der Frauen-Regionalliga Süd und zuletzt in der 2. Frauen-Bundesliga. Nach einem 4:1 gegen den VfL Wolfsburg II am 25. und damit vorletzten Spieltag war der angestrebte Aufstieg in die Google Pixel Frauen-Bundesliga perfekt.


Vídeos OneFootball


"Dass wir unser großes Ziel erreicht haben, war eine riesige Erleichterung für uns alle", sagte Ex-Nationalspielerin Fabienne Dongus (32), die zu den Führungsfiguren im Kader gehört. "Die Saison war hart. Ich wusste schon im Vorfeld, dass es kein Spaziergang wird. Aber mir war auch klar, dass der Verein mit seinen Investitionen in den Frauenfußball auf dem richtigen Weg ist und alles tut, um weiter voranzukommen."

Mit der langjährigen Hoffenheimerin, ihrer Zwillingsschwester Tamar Dongus sowie Maximiliane Rall, Janina Hechler, Reene Wichmann, Jana Beuschlein oder der früheren Bundesliga-Torschützenkönigin Nicole Billa waren zahlreiche Spielerinnen mit höherklassiger Erfahrung am Sprung in die Bundesliga entscheidend beteiligt und werden dort auch weiterhin für den VfB am Ball sein. Dazu kommen vielversprechende Zugänge wie etwa die 13-malige Nationalspielerin Chantal Hagel (zuletzt FC Sevilla), Greta Stegemann (SC Freiburg), Julia Mickenhagen (Bayer 04 Leverkusen), Verena Wieder (SV Werder Bremen), Adriana Achcinska (1. FC Köln) oder die vom FC Bayern München ausgeliehene U 19-Nationalspielerin Luzie Zähringer.

Saisonstart bei TSG Hoffenheim

Ein besonderer Höhepunkt der Aufstiegssaison war die erste Ligapartie der VfB-Frauen in der Stuttgarter MHP Arena, auch wenn das Duell mit dem späteren Mitaufsteiger 1. FSV Mainz 05 vor mehr als 31.000 Fans 2:4 verloren ging. "Es war ein herber Rückschlag im Aufstiegsrennen. In den folgenden Partien haben wir dann aber die richtige Reaktion gezeigt", so Fabienne Dongus. Nach dem Trainerwechsel von Heiko Gerber zu Nico Schneck (zuvor Co-Trainer beim SC Freiburg) machte der VfB mit fünf Siegen in Serie den Aufstieg perfekt.

Nico Schneck startete seine Trainerlaufbahn an der Seite von Ex-Nationalspieler Heiko Herrlich im Profibereich der Männer - zunächst beim SSV Jahn Regensburg (2016 bis 2017) sowie im Anschluss bei Bayer 04 Leverkusen (2017 bis 2018). Zuvor trug er selbst das Trikot des SSV Jahn Regensburg II und beendete dort seine aktive Karriere. Seit der Saison 2020/2021 ist der gebürtige Pfullendorfer im Frauenfußball tätig. Seine erste Station war der MSV Duisburg (Co- und Cheftrainer). Nach knapp drei Jahren schloss er sich dem DFB an und assistierte der damaligen U 16-Cheftrainerin Melanie Behringer (Juli 2023 bis Juni 2024). Im Juni 2024 wechselte Schneck schließlich zum SC Freiburg, übernahm die Mannschaft zunächst als Interimstrainer und rückte seit Januar 2025 wieder in die Rolle als Co-Trainer neben Theresa Merk und zuletzt Edmond Kapllani. Nun soll er als Cheftrainer den VfB Stuttgart nach dem Aufstieg in der Bundesliga etablieren.

Die ersten Eindrücke der Vorbereitung beurteilt Schneck positiv: "Wir haben uns für die Kürze der Zeit, in der wir bislang zusammen arbeiten, schon richtig gut gefunden. Man hat das Gefühl, dass wir schon als Einheit unterwegs sind." Das erste Bundesligaspiel ihrer Vereinsgeschichte werden die VfB-Frauen am Sonntag, 23. August (ab 14 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) bei der TSG Hoffenheim in der SNP Arena bestreiten. Dort werden zahlreiche Spielerinnen auf ihren früheren Verein treffen. Im ersten Heimspiel gastiert dann am Samstag, 29. August (ab 14 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) der Hamburger SV im GAZI-Stadion auf der Waldau, der etatmäßigen Spielstätte des benachbarten Südwest-Regionalligisten Stuttgarter Kickers.

Vom TSV Schott zum 1. FSV

Die beiden ersten Partien des 1. FSV Mainz 05 in der Google Pixel Frauen-Bundesliga gehen jeweils an einem Montagabend über die Bühne. Zum Abschluss des 1. Spieltages empfängt das Team von Trainer Takashi Yamashita am 24. August ab 18 Uhr den SV Werder Bremen im Bruchwegstadion. Exakt eine Woche später geht es zum Doublesieger FC Bayern München. Neben den Übertragungen bei MagentaSport und DAZN zeigt auch SPORT1 beide Begegnungen live im Free-TV.

Nur wenig später wird das Duell mit Eintracht Frankfurt zu einem echten Highlight. Am Freitag, 18. September (ab 18.30 Uhr), treten die Mainzerinnen am 5. Spieltag unter Flutlicht erstmals in der großen MEWA ARENA gegen die Gäste aus Hessen an.

Eine solche Entwicklung hätte sich Trainer Yamashita bei seinem Amtsantritt am 19. Oktober 2022 wohl kaum träumen lassen. Damals lief das Team noch unter dem Dach des früheren Zweitligisten TSV Schott Mainz auf. Nach dem Wechsel zum FSV führte der 41 Jahre alte Japaner die Rheinhessinnen zweimal in Folge zur Meisterschaft in der Frauen-Regionalliga Südwest, verpasste aber beim ersten Titelgewinn noch in den Aufstiegsspielen den Sprung in die 2. Frauen-Bundesliga. Ein Jahr später holte das Team den Aufstieg nach und schaffte zum Ende der abgelaufenen Spielzeit dann gemeinsam mit dem VfB Stuttgart den direkten Durchmarsch in die höchste deutsche Frauen-Spielklasse.

Famose Aufholjagd gekrönt

Während der VfB von Beginn an die Bundesliga im Visier hatte, waren die Ansprüche in Mainz zunächst deutlich geringer. "Vor dem Beginn der Spielzeit war ganz klar der Klassenverbleib unser Ziel", erklärt die erfahrene Offensivspielerin Chiara Bouziane (29) gegenüber DFB.de. "Dass wir jetzt in der nächsten Saison in der Google Pixel Frauen-Bundesliga spielen dürfen, ist der absolute Wahnsinn und ein unglaubliches Gefühl. Wir haben Geschichte geschrieben."

Dabei gab es im Saisonverlauf auch schwierige Phasen. Vor allem zu Beginn der Rückrunde blieb der FSV viermal in Folge ohne eigenes Tor, holte in dieser Phase nur zwei Punkte und war schon sieben Zähler von einem Aufstiegsplatz entfernt. Es folgten jedoch neun Siege in Folge, darunter das 4:2 beim Topspiel in Stuttgart. "Dieser Sieg hat auf jeden Fall viel mit der Mannschaft gemacht", so Bouziane. "Danach wussten wir, dass wir jede Mannschaft besiegen können und was für uns nach oben möglich ist. Wir hatten danach richtig Bock anzugreifen. Es war die Initialzündung für eine famose Aufholjagd." Nach einem überzeugenden 5:0 zum Saisonabschluss beim VfR Warbeyen war der Aufstieg perfekt.

Entsprechend groß ist jetzt die Vorfreude auf den Saisonstart. "Durch den Sprung in die Bundesliga erfährt der Frauenfußball in unserer Stadt eine noch größere Aufmerksamkeit", betont Bouziane, die in der 2. Frauen-Bundesliga 18 Treffer zum Aufstieg beisteuerte. Noch erfolgreicher war Torschützenkönigin Vital Kats, die 22-mal für Mainz 05 traf und jetzt vor ihrem Debüt in der Frauen-Bundesliga steht.

Trainingslager in Österreich

Auch der FSV nahm für die bevorstehende Saison einige neue Spielerinnen mit Erstliga-Erfahrung unter Vertrag. Dazu gehören Verteidigerin Paula Flach (zuvor SGS Essen) sowie die Mittelfeldspielerinnen Saskia Matheis (SV Werder Bremen) und Gentiana Fetaj, die zuletzt für den FC Luzern in der Schweiz am Ball war. Die Offensivspielerinnen Rio Takizawa und Ivana Slipcevic kamen vom bisherigen Ligakonkurrenten SC Sand, Abwehrspielerin Leonie Stöhr und Angreiferin Lara Martin vom Regionalligisten 1. FC Saarbrücken.

Die Basis für eine möglichst erfolgreiche Saison wurde im Trainingslager im österreichischem Hopfgarten in den Kitzbüheler Alpen gelegt. "Wir haben die intensive Zeit zusammen gut genutzt, um uns noch besser kennenzulernen", so Trainer Yamashita: "Natürlich verbringen wir durch das Training und die Spiele auch innerhalb der Saison viel Zeit miteinander. Wenn man aber von morgens bis abends zusammen ist und noch häufiger trainiert als sonst, dann macht das schon einiges aus." Das soll sich dann auch während der ersten Bundesligasaison der "Nullfünferinnen" auszahlen.

Saiba mais sobre o veículo