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·27. April 2026

1. Frauen: Derbysiegerinnen gegen SC Victoria

Artikelbild:1. Frauen: Derbysiegerinnen gegen SC Victoria

Die 1. Frauen holt drei immens wichtige Punkte im Abstiegskampf. Gegen den SC Victoria spielte man über weite Strecken überlegen und gewann mit 3:1 (1:0). Der Bericht des Teams.Titelfoto: @eddy.photogr

Bestes Wetter, Heimspiel, FeldArena, Derby, Sechs-Punkte-Spiel, zuletzt gegen Victoria das Pokalfinale und das Hinspiel verloren – es war angerichtet, wir hatten Bock!Nach unserer Stadionrunde gab es die Ansprache vor dem Spiel dieses Mal in einem der Konferenzräume, auch mal was Besonderes. Dabei wurde hervorgehoben, dass neben allem Negativen (siehe: Krücken-Club) auch viel Positives bei uns passiert. Mit Nele haben wir eine Spielerin aus der II. neu hinzugewonnen, die beim 1. FC Köln in der Juniorinnen-Bundesliga spielte, mit Fancy (Anm. d. Red: Madeline Gieseler) und Lina kamen zuletzt Spielerinnen nach teils sehr langer Abwesenheit zurück.


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Außerdem absolvierte Annie gestern ihr 100. und Verena ihr 125. Regionalliga-Spiel. So viel schöne Dinge, die FeldArena platzte mal wieder aus allen Nähten, der Verkauf lief auch gut – jetzt fehlte nur noch ein Sieg.

FC St. Pauli 1. Frauen Krücken-Club

Weniger schön ist natürlich, dass es sich für uns langsam lohnen könnte, einen eigenen Operationssaal zu pachten. Paula hatte sich im Pokalspiel schwer verletzt, Merle wird am heutigen Montag operiert (Alles Gute!) und Hechti zog sich letzte Woche in Bremen einen Bänderriss im Sprunggelenk zu. Dazu kommen ja auch noch genug andere teils Langzeitverletzte, wie beispielsweise Midou, Nina und Annika. Da ist so ein Foto natürlich auch nur mit einer gehörigen Portion Galgenhumor zu ertragen.

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Hechti, Merle und Paula – 1. Frauen Krücken-Club // (c) @eddy.photogr

Das Spiel

Die erste Halbzeit

Zunächst einmal ist das Startelfdebüt für Fancy zu erwähnen. Nach der langen Leidenszeit (Anm. d. Red: Wechsel vom TSV Siems in der Winterpause 23/24) sich immer wieder zurückzukämpfen und jetzt endlich auf dem Platz stehen zu können – so stark!

Dann können wir (gefühlt) 80% Ballbesitz für uns notieren, erbarbeiten uns daraus aber zu wenig wirkliche Torchancen. Doch ausgerechnet Fancy ist es dann, die uns nach einer Viertelstunde in Führung schießt. Halbfeldflanke, ein bisschen Geflipper im Strafraum – und dann eben im Stile einer eiskalten Stürmerin souverän abschließen. 1:0 St. Pauli!

Zu mehr reichte es leider nicht und so war uns klar, dass das Dinge noch lange nicht durch war. Geführt hatten wir im Pokalfinale ja auch, sogar mit 2:0.

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Einfach mal glücklich sein: Madeline Gieseler (FC St. Pauli) bejubelt ihren Führungstreffer, im Pulk mit Annie Kingman, Neele Nordhausen und Aksana Alizadeh. // (c) @eddy.photogr

Die zweite Halbzeit

Nach Wiederbeginn war der Flow dann irgendwie weg, Victoria wurde deutlich stärker und schaffte es immer wieder, gefährlich durch die Mitte zum Abschluss zu kommen. Nachdem wir zunächst noch Glück hatten, war (mal wieder) Jana Bothmann nach einer knappen Stunde frei durch und verwandelte zum Ausgleich. Wir scheinen ihr zu liegen, sie traf schon in den vorherigen beiden Spielen gegen uns.Sollte das Spiel jetzt etwa kippen?

Quatsch, aus dem Alter sind wir raus. Wir schüttelten uns kurz und fanden glücklicherweise jetzt auch schnell wieder zum Spiel der ersten Halbzeit zurück. Etwa zehn Minuten später standen Jette und Janice rechts vorm Bunker an der Eckfahne herum und schienen zu beratschlagen, was nun zu tun sei. Ein kurzes Abspiel von Jette, welches so dann wohl doch nicht abgesprochen war, eine überraschte Janice und eine komplett über den Spann abgerutschte Flanke, die man mit „verunglückt“ wohl noch zu schön beschrieben hätte, die nicht mal im Strafraum ankam. Aber hey, Tore kann man auch von außerhalb des Strafraums erzielen und so drosch Linni den Ball einfach volley aus etwa 18 Metern und zentraler Position in den rechten Winkel. Hier, @Sportschau, Tor des Monats-Anmeldungen müssen nochmal wohin genau?

Wir hatten das Spiel jetzt auch wieder unter Kontrolle. Klar, ein weiteres Tor hätte zur Entspannung des Nervenkostüms beitragen können, aber zu viel Entspannung passt ja auch gar nicht zu uns. So dauerte es bis zur 89. Minute, als Lina einen Befreiungsschlag abfing, Verena ihn zu Lina weiterleitete und einen perfekten Steckpass später vollstreckte Linda per Schuss an die Unterkante der Latte. Drei Einwechselspielerinnen zuletzt am Ball – Glückwunsch, Trainerteam!

Weiter geht’s!

Erreicht ist zwar noch gar nichts, aber die Erleichterung nach sieben Punkten aus drei Spielen war uns allen anzumerken. Ein Blick auf die Tabelle reicht ja, um festzustellen, dass diese auch absolut nötig waren. Doch es ist auch noch viel zu tun und wir müssen am kommenden Sonntag eine doppelte Herausforderung bewältigen. Es reist mit dem SV Hastenbeck zwar der Tabellenletzte an, doch aus dem Hinspiel haben wir noch eine Rechnung offen.

Diese aber können wir nicht in unserem Wohnzimmer begleichen, denn aufgrund des Profispiels am Millerntor weichen wir in der Sternschanzenpark aus. Anstoß am Sonntag ist um 13 Uhr, wir würden uns auch unterm Wasserturm über lautstarke Anfeuerung sehr freuen. Vielleicht lassen sich ja auch beide Spiele miteinander kombinieren – und gegen zwei Heimsiege hätten wir absolut nichts einzuwenden.// FC St. Pauli 1. Frauen

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