liga3-online.de
·12. Februar 2026
1860-Präsident Mang: "Sollten den Aufstieg erstmal zur Seite schieben"

In partnership with
Yahoo sportsliga3-online.de
·12. Februar 2026

Schon neun Punkte liegt der TSV 1860 München hinter dem Relegationsplatz. Präsident Gernot Mang ist über das Auftreten in den letzten Wochen "sehr enttäuscht" – und will vom Aufstieg erstmal nichts mehr wissen.
Im Jahr 2026 hat der TSV 1860 München bislang erst eine Partie verloren – mit 1:2 bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart. So positiv das zunächst klingt, so ernüchternd ist die andere Seite der Medaille: Die übrigen drei Begegnungen endeten jeweils unentschieden. Zudem wartet die Mannschaft von Cheftrainer Markus Kauczinski seit Mitte Dezember auf einen Sieg. Das Thema Aufstieg spielt für Präsident Gernot Mang daher aktuell keine Rolle. "Ich glaube, wir sollten den Aufstieg erstmal zur Seite schieben. Wenn man aus vier Spielen nur drei Punkte holt, reicht das aktuell einfach nicht, um darüber zu sprechen", sagte er dem "Merkur".
Mit dem Status quo zeigt sich der 57-Jährige "sehr enttäuscht". Er habe "deutlich mehr erwartet – vor allem an Kampf, Siegeswillen und Mentalität. Man kann gegen starke Gegner wie Essen oder in Osnabrück unentschieden spielen, das ist in Ordnung. Aber das Auftreten danach, etwa gegen Aachen oder jetzt in Stuttgart, hat mich sehr gestört." Was er sich wünscht? Mehr Fähigkeit, Spiele zu drehen, konsequenteres Zweikampfverhalten und größere Stabilität nach Gegentoren.
Dem Trainerteam um Kauczinski vertraue Mang weiterhin "voll und ganz". Der gebürtige Gelsenkirchener hatte Anfang Oktober Patrick Glöckner abgelöst und bislang durchschnittlich 1,62 Punkte pro Spiel geholt. In den letzten Wochen musste er allerdings mit erheblichem Verletzungspech umgehen: Zeitweise fehlten elf Spieler, darunter mehrere Leistungsträger. Dennoch sei es kein Fehler gewesen, im Winter personell nicht nachzulegen: "Ehrlich gesagt ärgern mich diese Diskussionen. Auf der einen Seite fordern alle, wir sollen auf die Jugend setzen, auf der anderen Seite heißt es plötzlich, wir müssten neue Spieler holen und Geld ausgeben. Das passt nicht zusammen."
Sportlich werde man wohl mit der 3. Liga planen müssen – mit welchem Kader, ist noch offen. Bei 17 Spielern laufen im Sommer die Verträge aus. Dass dies Einfluss auf die Leistungen haben könnte, will Mang nicht gelten lassen: "Wer bei den Löwen spielen will, muss sich zeigen – unabhängig von seiner Vertragssituation. Wer einen neuen Vertrag möchte, muss sagen: Ich will dieses Wappen tragen, ich kämpfe für diesen Verein. Das muss im Vordergrund stehen, nicht Vertragsfragen."
Einen großen Umbruch wolle man dennoch vermeiden, sondern "ein stabiles Gerüst" erhalten. Klar sei aber auch: "Wir brauchen eine bessere Ausgewogenheit und mehr Geschwindigkeit im Kader. Das ist eine Aufgabe für die sportliche Leitung." Entscheidend werde die richtige Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern sein. Die Saison will man in München keinesfalls austrudeln lassen. Es gebe weiterhin klare Ziele, etwa die Qualifikation für den DFB-Pokal oder den Gewinn des Verbandspokals. Für Mang besteht kein Anlass, die Spielzeit abzuschreiben: "Ich erwarte eine deutliche Leistungssteigerung in den verbleibenden 15 Ligaspielen und den zwei Pokalspielen, die wir noch absolvieren wollen."
Live









































