90PLUS
·15. September 2026
60.000 Euro: Mbappés teuerste Portokasse

In partnership with
Yahoo sports90PLUS
·15. September 2026

Im Dezember 2025 verurteilte ein Pariser Arbeitsgericht PSG dazu, Kylian Mbappé rund 61 Millionen Euro zu zahlen. Neun Monate später überweist Mbappé zurück: 59.919,58 Euro. Das ist kein Tippfehler, das ist die Pointe.
Das Berufungsgericht Paris hat am 3. September entschieden, die Begründung wurde jetzt öffentlich. Anlass ist nicht der Gehaltsstreit selbst, sondern das Werkzeug, mit dem Mbappés Anwälte ihn führten: Im April 2025 ließen sie die Konten von Paris Saint-Germain vorsorglich einfrieren, abgesichert wurden rund 55,4 Millionen Euro.
45 Tage lang, vom 10. April bis zum 25. Mai 2025, war das Geld blockiert. PSG musste eine Kreditlinie eröffnen, um den laufenden Betrieb zu finanzieren. Das Gericht bezifferte die Kosten dafür auf etwa 1.415 Euro pro Tag – und daraus ergibt sich die Summe, die nun fällig wird. Dazu kommen 8.000 Euro Verfahrenskosten.
Deutlich interessanter als das, was der Klub gewann, ist das, was er verlor:
Mbappé selbst hatte seine eigene Berufung in dieser Sache im März 2026 zurückgezogen. Dass überhaupt ein Urteil fiel, liegt daran, dass Paris seinerseits nachlegte.
Setzt man die Zahlen nebeneinander, wird das Verhältnis fast komisch: rund 61 Millionen für den Spieler, knapp 60.000 für den Klub. Das eine ist ein Tausendstel des anderen. Ursprünglich hatte Mbappé 263 Millionen gefordert, PSG hielt mit Ansprüchen über 440 Millionen dagegen – beides wurde in erster Instanz kassiert.
Für PSG ist das trotzdem kein Nichts. Es ist die gerichtliche Feststellung, dass die Kontopfändung ein Mittel war, das man gegen einen zahlungsunfähigen Schuldner einsetzt – und nicht gegen den Klub des Emirs von Katar. Genau diesen Satz wollte Paris schriftlich haben. Er kostet Kylian Mbappé ungefähr das, was er in einem halben Arbeitstag verdient.







































