come-on-fc.com
·9. März 2026
„Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport“, nur bleiben die guten aus – Ein Kommentar

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·9. März 2026


Simon Bartsch
9 März, 2026
Auch im fünften Spiel in Folge ist der FC sieglos geblieben. Gegen den BVB vielleicht nicht die ganz große Überraschung. Dennoch kommt der Abstiegsplatz immer näher und näher. Und die Zweifel wachsen, ob die Kölner die Kurve noch kriegen werden.

Lukas Kwasniok kann nicht mehr hingucken
Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Lukas Kwasniok war ganz offensichtlich voller Überzeugung und doch klangen seine Worte auf der Pressekonferenz nach der 1:2-Niederlage gegen den BVB auch ein wenig gequält. „Auch, wenn es der ein oder andere nicht mehr hören kann, wir werden dieses Ding drehen“, sagte der Coach der Geißböcke. Und alleine schon, weil das den Klassenerhalt bedeuten würde, darf man fein damit sein, wenn der 44-Jährige nach dem letzten Spieltag ein lautes „Siehste“ hinterherschicken wird. Doch die Situation, und das weiß auch der Trainer, wird von Woche zu Woche bedrohlicher. Denn nachdem am Sonntagnachmittag erst St. Pauli einfach und dann Werder Bremen dreifach gepunktet haben, sind es nur noch acht Gegentore, die den FC vom Relegationsplatz trennen.
Lange hat Köln von einem Polster profitiert, das sich die Geißböcke wiederum angefressen haben, als sie in den ersten Spielen euphorisiert überperformt haben. Die Realität ist hart und schmerzhaft. Mit nur einem Zähler aus den vergangenen fünf Spielen sind die Kölner in der Formtabelle ziemlich weit unten angekommen. Einzig Wolfsburg und Heidenheim sind noch schlechter, aber auch nur aufgrund der Torbilanz und das mit einem Treffer Unterschied. Aus den vergangenen 16 Begegnungen holten die Kölner zwei Siege – genauso wenige wie Schlusslicht Heidenheim. Der FC ist in diesem Zeitraum das zweitschlechteste Team. Dass der Trainer das Vertrauen vieler Fans ganz offensichtlich verloren hat, ist angesichts dieser Punkteausbeute absolut verständlich. Das ist nun einmal Teil der Maschinerie, genauso wie das Rückenstärken der Vereinsführung und die Durchhalteparolen des Trainers.
Dabei kann man Lukas Kwasniok sicher nicht vorwerfen, er habe keinen Plan für die Begegnung gegen den BVB gehabt. Trotz der anhaltenden Verletzungsmisere, die den FC ja auch an diesem Spieltag wieder heimgesucht und über die sich der 44-Jährige noch nicht einmal beschwert hat, schien der Kölner Coach sogar den richtigen Schlüssel gegen schwache Dortmunder gefunden zu haben. Die Geißböcke waren in der Anfangsphase die bessere Mannschaft, waren der Führung deutlich näher und spielten auch nach dem Rückstand aus dem Nichts weiter mit. Tatsächlich durften sich die FC-Fans lange Hoffnung auf die ganz große Überraschung machen. Die (berechtigte) Rote Karte von Jahmai Simpson-Pusey hat die Spieldynamik verändert, dem BVB natürlich in die Karten gespielt.
Und dennoch hat Köln weiter Gas gegeben, Moral bewiesen und am Ende an der Überraschung geschnuppert und sie wahrscheinlich sogar mit der klaren Fehlentscheidung in der Nachspielzeit genommen bekommen. Die Leistung der Kölner war gegen den Tabellenzweiten einmal mehr gut. In langer Unterzahl wäre ein Punkt möglich gewesen. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie intakt ist und selbst in dieser schwierigen Zeit nicht auseinanderfällt. Der FC scheint gewappnet für den Abstiegskampf, hat die richtige Reaktion auf den trostlosen Auftritt gegen Augsburg eine Woche zuvor gezeigt. Man ist geneigt, Hoffnung aus der Leistung, der Moral, dem Willen zu ziehen – nur war man das in dieser Spielzeit schon viel zu oft. Es reicht nicht, immer nur nah dran zu sein.
Lukas Kwasniok brachte es am Samstagabend selbst auf den Punkt. „Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport“, sagte der Trainer – wenn auch zu Niko Kovac, um dem BVB-Coach zu den drei Punkten zu gratulieren. Recht hat Kwasniok. Die jüngsten Bilanzen offenbaren aber schonungslos, dass von den guten Ergebnissen in Köln zu wenige vorhanden sind. Auch, wenn der Trainer nichts davon wissen will: Die kommenden Begegnungen werden sicherlich auch über seine Zukunft entscheiden. Gewinnen die Kölner nicht mindestens eine der beiden Partien gegen den Hamburger SV oder Borussia Mönchengladbach, dann wird es für den Trainer eng werden. Und so langsam werden sich die Kölner auf einen Gedanken vorbereiten müssen: Dass das Ding am Ende vielleicht doch nicht gedreht wird.









































