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·3. Oktober 2026
Bild TV-Experte Marcel Reif über Kimmich: „Herumgerannt wie ein Brummkreisel“

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Beim 2:0 gegen Serbien überzeugte das DFB-Team auch ohne Joshua Kimmich, der sich im Mittelfeld eigentlich unersetzlich wähnt. Bild TV-Experte Marcel Reif nutzte das als Anlass, eine alte Schwäche Kimmichs zu benennen, ohne an dessen Status als Kapitän zu rütteln.

TV-Kommentator Marcel Reif am 25. Mai 2019 vor dem DFB-Pokalfinale zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München im Berliner Olympiastadion. (Reinaldo Coddou H. / Bongarts via Getty Images)
Marcel Reif beschrieb in der Sendung „Reif ist Live“ ein Muster, das Kimmich früher oft anhing: ständiges Umherrennen, weil er glaubte, jedes Problem auf dem Platz selbst lösen zu müssen. „Es gab mal Zeiten, da ist der herumgerannt wie ein Brummkreisel, überall, weil er alles lösen wollte. Was weder bei den Bayern noch in der Nationalmannschaft wirklich hilfreich war“, sagte Reif. Diesen Drang nannte er ein „Helfer-Syndrom“, das zu Kimmichs Persönlichkeit gehöre, auf und neben dem Platz.
Gleichzeitig machte Reif klar, dass genau diese Eigenschaft Kimmich zum Kapitän gemacht habe. Die starke Leistung der Mannschaft gegen Serbien, bei der Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof und Florian Wirtz das Mittelfeld prägten, ändere daran nichts.
Bundestrainer Jürgen Klopp hatte nach dem Sieg betont, dass seine Mannschaft unabhängig von einzelnen Akteuren funktionieren soll. „Wenn einer ausfällt und wir stehen da und gucken doof und sagen: Wir können nur so spielen, wenn der und der auf dem Platz ist, dann macht das keinen Sinn“, erklärte Klopp. Für Kimmich bedeutet das schlicht, dass er sich künftig mehr Konkurrenz stellen muss, ohne dass sein Status als Führungsspieler infrage steht.
Dass Klopp seinen XXL-Kader nach dem ersten Block aufteilte und Kimmich wie geplant nach Hause schickte, obwohl der Bayern-Star lieber geblieben wäre, passt in dieses Bild einer bewusst breit aufgestellten Mannschaftsplanung.
Die Fakten im Überblick:
So geht es weiter: Das DFB-Team reist zum Rückspiel nach Thessaloniki, wo es sich am Sonntag für die Hinspielniederlage gegen Griechenland revanchieren will.







































