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·20. September 2026

DFB-Kader: Wie haben Klopps 44 Nationalspieler am Wochenende gespielt?

Artikelbild:DFB-Kader: Wie haben Klopps 44 Nationalspieler am Wochenende gespielt?

Am Montagmittag versammelt Bundestrainer Jürgen Klopp in Herzogenaurach zum ersten Mal seine Nationalmannschaft. 44 Spieler in zwei Aufgeboten, 16 mögliche Debütanten, dazu vier Länderspiele bis zum 4. Oktober. Das Wochenende davor hat dem neuen Chef schon einmal gute Laune gemacht: Drei der vier Torschützen im Spitzenspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg stehen auf seiner Liste, Jamal Musiala eröffnete das 7:0 der Bayern, und in London führte ein Neuling seine Mannschaft als Kapitän zum Sieg.

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Younes Ebnoutalib bejubelt mit Jonathan Burkardt und Can Uzun seinen Treffer zum 1:0 für Eintracht Frankfurt gegen den SC Freiburg am 19. September 2026 im Deutsche Bank Park. (Alex Grimm / Getty Images)


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Frankfurt gegen Freiburg wird zum Schaulaufen der Klopp-Neulinge

Sieben Nominierte auf dem Platz, drei Tore von Nominierten, ein Torhüter mit starken Paraden gegen seinen Ex-Klub: Das 2:2 zwischen Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg am Samstagnachmittag war das Spiel des Wochenendes für den DFB. Younes Ebnoutalib schob nach einem perfekt ausgespielten Konter in der 10. Minute zum 1:0 ein, Derry Scherhant glich in der 34. Minute mit einem Flachschuss aus, Jonathan Burkardt stellte zwei Minuten später nach einer Ecke wieder auf 2:1. Den Endstand besorgte Yuito Suzuki 140 Sekunden nach der Pause, und zwar nach einer Maßflanke von Scherhant.

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Derry Scherhant war beim 2:2 in Frankfurt mit einem Tor und einer Vorlage der beste Mann auf dem Platz. (Daniela Porcelli / Getty Images)

Der 24 Jahre alte Freiburger Flügelstürmer war damit der beste Mann auf dem Platz, ein Tor und eine Vorlage in dem Spiel, das seine Nominierung rechtfertigen sollte. „Ich war die ganze Woche seit dem Anruf sehr, sehr, sehr happy und vielleicht hat es mir irgendwie einen Push gegeben“, sagte Scherhant. Das Gefühl sei immer noch „surreal“: „Seitdem Jürgen Klopp gesagt hat, er schaut auf jeden Spieler, der einen deutschen Pass hat und der berechtigt ist, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen, hat mich das motiviert. Auch wenn es so weit weg schien.“

Im Frankfurter Tor stand mit Noah Atubolu ausgerechnet ein früherer Freiburger. Der Keeper, im Sommer an den Main gewechselt, parierte stark gegen Maximilian Eggestein (23.) und Jan-Niklas Beste (30.), ehe ihm Scherhants Schuss durchrutschte. „Die Freude war riesig heute, ich konnte es kaum abwarten. Es hat Spaß gemacht, gegen die Jungs zu spielen, die man kennt“, sagte Atubolu. Eintracht-Trainer Adi Hütter verriet, er habe von seinem Torhüter „den einen oder anderen Tipp“ zum Gegner bekommen.

Bei den Freiburgern spielten außerdem Rechtsverteidiger Philipp Treu und Sechser Yannik Engelhardt über die vollen 90 Minuten, nur Max Rosenfelder kam nicht zum Zug. Treu haderte anschließend mit der verlorenen Tabellenführung: „Natürlich wäre ich auch gerne als Tabellenführer zur Nationalmannschaft gefahren. Dann mit breiter Brust. Aber jetzt sind wir wieder die Jäger. Und das macht uns auch Spaß.“

Ebnoutalib führt die Torjägerliste an

Für Klopp ist die Bilanz des Nachmittags in Zahlen noch erfreulicher als in Zitaten. Ebnoutalib steht mit vier Treffern gemeinsam mit Michael Olise, Yuito Suzuki und Phillip Tietz an der Spitze der Bundesliga-Torjägerliste, Burkardt folgt mit drei Toren. Scherhant und Burkardt wurden zusammen mit Musiala und Nico Schlotterbeck in die Elf des Spieltags gewählt. Und Engelhardt taucht mit zwei Saisontoren ebenfalls in der Torjägerliste auf.

Hütter sprach von einem „zusätzlichen Motivationsschub“ für sein Trio. Freiburgs Coach Julian Schuster warnte dagegen vor dem schmalen Grat: „Es kann eine Motivation und Bestätigung sein. Es kann aber auch eine Gefahr sein, dass du überpacen möchtest.“ Seine Spieler hätten am Samstag „die richtige Balance“ gefunden.

Bayern schenken ein, Dortmund klettert an die Spitze

Den Auftakt des Spieltags hatte am Freitagabend der FC Bayern mit einem 7:0 gegen Union Berlin gestaltet. Musiala eröffnete das Schützenfest in der 18. Minute mit einem Schuss aus 17 Metern in die lange Ecke und legte später das Traumtor von Olise zum 3:0 auf. Es war sein erster Bundesliga-Einsatz über die vollen 90 Minuten in dieser Saison. „Da sind alle Fragen weg“, sagte Trainer Vincent Kompany hinterher.

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Michael Olise bejubelt mit Jamal Musiala sein Tor zum 3:0 für den FC Bayern gegen den 1. FC Union Berlin am 18. September 2026 in der Allianz Arena. (Alexander Hassenstein / Getty Images)

DFB-Kapitän Joshua Kimmich und Innenverteidiger Jonathan Tah spielten durch, Aleksandar Pavlović wurde nach 63 Minuten von Tom Bischof abgelöst, Nathaniel Brown kam in der 83. Minute. Die beste Nachricht für Klopp: Serge Gnabry feierte kurz vor Schluss sein Comeback. Lennart Karl blieb ohne Einsatz, ebenso Ersatztorhüter Jonas Urbig hinter Manuel Neuer.

Vorbei an den Bayern zog am Samstagabend Borussia Dortmund. Maximilian Beier traf beim 1:0 in Stuttgart in der 70. Minute und schoss den BVB nach 1212 Tagen zurück an die Tabellenspitze. Auf dem Platz standen alle drei Dortmunder aus Klopps Kader von Beginn an: Schlotterbeck, Waldemar Anton und Felix Nmecha. Auf der Gegenseite begannen mit Finn Jeltsch, Maximilian Mittelstädt, Josha Vagnoman und Chris Führich ebenfalls vier Nominierte. Führich ging nach 64 Minuten vom Feld, der VfB steht nach vier Spieltagen bei mageren drei Punkten.

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Zwei Nominierte im direkten Duell: Waldemar Anton gegen Chris Führich beim 1:0 des BVB in Stuttgart. (Sona Maleterova / Getty Images)

Dämpfer für Leipzig, Augsburg und Köln

Die unangenehmste Nachricht des Wochenendes kam am Sonntag aus Leverkusen. Brajan Gruda, erst am Donnerstag in den zweiten Kader berufen, musste beim 0:2 von RB Leipzig schon nach 26 Minuten angeschlagen raus und humpelte nach dem Spiel aus der Kabine. Trainer Martin Demichelis gab anschließend leichte Entwarnung: „Brajan hat einen Schlag abbekommen gegen das Becken. Wir müssen einfach warten. Ich glaube, es ist keine schwierige Verletzung.“ Ob der 22-Jährige sein Debüt geben kann, ist offen. Seine Teamkollegen Ridle Baku (bis zur 84. Minute) und David Raum standen ebenfalls in der Startelf.

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Ridle Baku spielte in Leverkusen bis zur 84. Minute, für RB Leipzig setzte es ein 0:2. (Claudio Villa / Getty Images)

Der FC Augsburg kassierte in Bremen bei einem 2:3 die erste Saisonniederlage, obwohl die Fuggerstädter zwischenzeitlich 2:0 geführt hatten. Torhüter Finn Dahmen, als einziger Spieler für beide Kader nominiert, hielt lange stark und war in der Schlussphase gegen Marco Grüll, Niclas Füllkrug und Mitchell Weiser machtlos. Neben ihm stand Debütantenkandidat Hennes Behrens über 90 Minuten auf dem Platz.

Ebenfalls mit leeren Händen fuhr der 1. FC Köln aus Hamburg nach Hause. Beim 1:2 im Volkspark war Said El Mala einer der auffälligsten Kölner, scheiterte aber an Torhüter Daniel Heuer Fernandes (52.) und traf in der 75. Minute mit einem abgefälschten Schuss den Außenpfosten. Besser lief es für Nadiem Amiri: Der Mainzer spielte beim 4:3 in Mönchengladbach bis zur Nachspielzeit und geht als Sieger in die Länderspielpause.

Keidel und Conté beschließen den Spieltag

Die beiden letzten Nominierten waren am Sonntagabend im Einsatz. Felix Keidel spielte für Aufsteiger SV Elversberg auf Schalke über 90 Minuten durch und nahm beim 0:0 einen Punkt aus Gelsenkirchen mit. Bambasé Conté stand im Sonntagabendspiel der TSG Hoffenheim in Paderborn in der Startelf. Für Keidel ist schon die Nominierung eine kleine Sensation, Elversberg sprach von einem „tollen Zeichen“ für den Verein.

Die Legionäre: Janelt als Kapitän, Havertz mit dem ersten Dämpfer

Den Auftakt des Premier-League-Wochenendes machte am Freitag der FC Brentford mit einem überraschend klaren 3:0 gegen den FC Chelsea. Mittelfeldspieler Vitaly Janelt, einen Tag zuvor erstmals nominiert, führte die „Bees“ als Kapitän aufs Feld und glänzte im Zentrum. Kevin Schade bereitete den dritten Treffer vor. Brentford ist nach fünf Spieltagen weiter ungeschlagen.

Weniger zu feiern hatte Kai Havertz. Sein FC Arsenal verlor am Samstag 0:3 bei Brighton and Hove Albion, der Mannschaft von Trainer Fabian Hürzeler und Ex-Nationalspieler Pascal Groß. Es war die erste Saisonniederlage der Gunners nach zuvor vier Siegen in Serie. Florian Wirtz gewann am Sonntag mit dem FC Liverpool 1:0 beim AFC Bournemouth, blieb dabei aber unauffällig, vergab in der 27. Minute die beste Chance der ersten Halbzeit und wurde nach 71 Minuten ausgewechselt. Malick Thiaws Newcastle United gewann 2:1 gegen Hull City, Anton Stachs Leeds United kam gegen Crystal Palace nicht über ein 0:0 hinaus.

In Italien lieferte Yann Aurel Bisseck die beste Aktion aller deutschen Legionäre: Der Innenverteidiger stand bei Inter Mailand im Topspiel bei der AS Rom in der Startelf, rückte auf und bereitete den Ausgleich zum 1:2 von Lautaro Martínez vor. Am Ende stand ein 2:2. In Spanien kam Karim Adeyemi beim 3:1 des FC Barcelona in Sevilla in der 77. Minute für den dreifachen Torschützen Raphinha. In den Niederlanden kam Marc-André ter Stegens Ajax Amsterdam gegen Excelsior Rotterdam nur zu einem 2:2.

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Alexander Nübel gewann mit Besiktas Istanbul am Donnerstag 4:1 gegen Olympique Marseille. (Ahmad Mora / Getty Images)

Für Mika Baur endete das Wochenende bitter: Celtic Glasgow verlor das Old Firm am Sonntag 0:1 gegen die Glasgow Rangers. Immerhin hatte der 22-Jährige am Donnerstag in der Europa League beim 1:3 gegen Ferencvaros Budapest getroffen. Ebenfalls am Donnerstag erzielte Nick Woltemade bei seiner Startelfpremiere für Juventus Turin sein erstes Tor für den neuen Klub, ein Foulelfmeter zum 3:0 gegen NEC Nijmegen. Alexander Nübel gewann mit Besiktas Istanbul 4:1 gegen Olympique Marseille.

Der designierte Stammtorhüter freut sich unterdessen auf seine Rückkehr ins DFB-Tor. Ter Stegen, von Klopp „für den Moment“ zur Nummer eins ernannt, kehrt am Donnerstag in Amsterdam 15 Monate nach seinem bislang letzten Länderspiel zurück. „Das bedeutet mir sehr viel. Ich habe während meiner Genesung viel durchgemacht“, sagte der 34-Jährige.

Alle Ergebnisse und die Tabelle vor der Länderspielpause

So ist der 4. Spieltag der Bundesliga ausgegangen:

Nach vier Spieltagen führt Borussia Dortmund die Bundesliga mit der maximalen Ausbeute von zwölf Punkten an, dahinter folgen der FC Bayern und der SC Freiburg mit jeweils zehn Zählern. So sieht die Spitze vor der dreiwöchigen Pause aus:

Die komplette Tabelle mit allen 18 Mannschaften gibt es auf der Turnierseite zur Bundesliga 2026/27.

So geht es für den DFB-Kader weiter

Klopp und sein Trainerteam verfolgten den Spieltag beim gemeinsamen Rudelgucken in Herzogenaurach. Die sechs Bayern-Profis wurden bereits am Sonntagabend erwartet, bis Montagmittag müssen alle Spieler des ersten Kaders da sein. Für die Neulinge steht dann zunächst ein Fototermin für Autogrammkarten und Mannschaftsaufstellungen an. „Wenn man mir gesagt hätte, wir treffen uns montags und der erste Termin ist mittags ein Fotoshooting, dann hätte die junge Version von mir den Laden auseinander genommen“, sagte Klopp. „Die erfahrenere Version denkt, dann planen wir den Rest einfach außen rum.“

  1. 1. Kader: Donnerstag, 24. September, 20.45 Uhr, Niederlande gegen Deutschland in Amsterdam (RTL), danach Sonntag, 27. September, Deutschland gegen Griechenland in Augsburg
  2. 2. Kader: Donnerstag, 1. Oktober, Deutschland gegen Serbien in München, danach Sonntag, 4. Oktober, Griechenland gegen Deutschland in Thessaloniki

Alle 44 Namen mit Verein, Geburtsdatum und Länderspielbilanz stehen in der Übersicht zum aktuellen DFB-Kader. Wie die Nominierung ablief und was Klopp zu den einzelnen Spielern gesagt hat, steht im Liveticker zur Kadernominierung und in der Übersicht Klopp mit 44 Spielern. Welche Aufgebote die anderen Top-Nationen gemeldet haben, zeigt der Artikel zu den Nations-League-Kadern 2026/27.

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