Ellyes Skhiri mit Frankfurt-Seitenhieb: Warum der 1. FC Köln von den bitteren Erlebnissen profitieren kann | OneFootball

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·24. September 2026

Ellyes Skhiri mit Frankfurt-Seitenhieb: Warum der 1. FC Köln von den bitteren Erlebnissen profitieren kann

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Ellyes Skhiri mit Frankfurt-Seitenhieb: Warum der 1. FC Köln von den bitteren Erlebnissen profitieren kann

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Simon Bartsch

24 September, 2026

Die vergangene Saison und die WM liefen alles andere als rund für den Tunesier. Dementsprechend war sein Wechsel nach Köln von Skepsis begleitet. Doch die Befürchtungen scheint der Mittelfeldspieler zu zerstreuen. Während er in Frankfurt ausgebootet wurde, dreht er nun wieder auf beim 1. FC Köln: Ellyes Skhiri kritisiert Frankfurt und startet durch.

Ellyes Skhiri war kaum in Köln, da forderten viele Fans bereits mehr Einsatzzeit für den Tunesier. Und das, obwohl die Transfergerüchte um ihn von Skepsis begleitet waren. Nun aber könnte er wieder zum Stammspieler werden. Und das hat Gründe.

Ellyes Skhiri will beim FC wieder durchstarten

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Nach der Länderspielpause stehen für Ellyes Skhiri direkt zwei besonders emotionale Spiele auf dem Programm. Zunächst treffen die Geißböcke im eigenen Stadion auf den Rivalen aus Mönchengladbach, dann geht es eine Woche später zur Eintracht aus Frankfurt. Während das Duell gegen die Fohlen vor allem für die Mannschaft und die Fans ein heißes Derby werden dürfte, ist die Begegnung gegen Frankfurt vor allem für den Mittelfeldspieler ein aufgeladenes. Denn der Tunesier hat die Eintracht verlassen und offenbar nicht ganz im Reinen. Das verriet der Routinier nun im Interview mit dem „Express“. „Ich habe nach der WM mit Markus Krösche gesprochen und er hat mir früh mitgeteilt, dass sie auf meiner Position nicht mehr mit mir planen und ich mir einen neuen Verein suchen soll“, sagt Skhiri, der mit dieser Entscheidung auch leben konnte. „Als ich nach der WM zurückgekehrt bin, hat man mir wenige Minuten vor dem Training mitgeteilt, dass ich nicht auf den Platz darf. Ich wurde auch erst sehr spät darüber informiert, dass ich nicht mit ins Trainingslager reisen darf.“ 



Die Situation von Ellyes Skhiri hat sich grundlegend geändert

Für den ambitionierten Mittelfeldspieler ein harter Treffer. Skhiri musste sich offenbar selbst um eine Teilnahme am Training der U21 kümmern. „Das war schon kein schönes Gefühl. Aber ich habe nie Ärger gemacht, mich nie beschwert und die sportliche Entscheidung vollends akzeptiert“, sagt der Mittelfeldspieler. Nun ist er wieder beim FC und hat sich innerhalb weniger Wochen zur festen Größe entwickelt. Gleichzeitig hat der 31-Jährige aber auch viele Zweifel zerstreut, die mit den ersten Transfergerüchten im Sommer aufgeploppt waren. Zur Erinnerung: Der FC hatte nach dem Abgang von Eric Martel vehement nach einer neuen Sechs gesucht. Zahlreiche Namen wurden gehandelt und die Kölner führten auch zahlreiche Gespräche. Unter anderem mit Edson Alvarez oder Rani Khedira. Alvarez galt gerade bei den Fans als Wunschlösung. Das konnte man nach der verkorksten Saison in Frankfurt und einer schwachen WM bei Skhiri nicht sagen.

Innerhalb weniger Wochen hat sich die Situation um den Spieler geändert. Skhiri ist beim FC wieder ein Leistungsträger, gibt dem Spiel Struktur und der Tunesier bringt sich in die Offensive ein. Schon zwei Treffer hat der Spieler in der Saison vorbereitet und damit genauso viel wie in Frankfurt in den vergangenen 70 Spielen. In der vergangenen Spielzeit war Skhiri an keinem Frankfurter Treffer beteiligt, insgesamt waren es bei den Hessen in 117 Spielen 14. Dabei war das eine Stärke des Mittelfeldspielers als er zum ersten Mal beim FC spielte. 20 Tore erzielte der Defensivmann in dieser Zeit, bereitete acht weitere vor und kaschierte damit – gemeinsam mit Dejan Ljubicic und Florian Kainz – die Sturmlücke, die Anthony Modeste mit seinem abgang hinterlassen hatte. Bei der Eintracht waren seine Aufgaben defensiver, nun scheint er den Vorwärtsgang wieder einlegen zu dürfen.

Skhiri spürt wieder Vertrauen

Doch das ist nicht der einzige Grund für sein Aufblühen. Skhiri gilt als Akteur, der das Vertrauen des Trainerteams spüren muss. Ein Vertrauen, das in Frankfurt möglicherweise zuletzt auf der Strecke geblieben war. Denn schon im Sommer 2025 soll es in Frankfurt Überlegungen gegeben haben, die Position in der Mannschaft zu stärken. Skhiri weiß nach seinen letzten Monaten in Frankfurt, wie schnell sich die eigene Rolle verändern kann und wie es sich anfühlt, wenn das Vertrauen verloren geht. In Köln erlebt er nun das Gegenteil. Jörn Stobbe hatte erst unlängst im Podcast „Dreierkette Köln“ davon gesprochen, dass ohne René Wagner einige Spieler wohl nicht in Köln gelandet oder geblieben wären. Das könnte auch für Skhiri gelten. Die beiden kennen sich bereits aus der gemeinsamen Baumgart-Zeit in Köln. „Wir haben im Sommer viel gesprochen und hatten viel Kontakt. Durch die gemeinsamen Jahre herrschte sofort wieder gegenseitiges Vertrauen. Ich habe auch mitbekommen, dass ich sein absoluter Wunschspieler war“, sagte Skhiri dem Express. 

Daraus machte der Kölner Trainer nie einen Hehl. Wagner sprach früh von den Leader-Rolle, in der er den Spieler sehen würde. Der Kölner Coach sprach also schon Vertrauen aus, da hatte der Tunesier noch nicht einmal trainiert. „Insofern hat er eine große Rolle für meinen Wechsel gespielt“, so Skhiri weiter. Nun geht es darum, auch weiterhin das Vertrauen zurückzuzahlen. Die ersten Wochen waren vielversprechend. Schon bald könnten weitere starke Auftritte folgen. Gerne gegen Gladbach und gegen Frankfurt. 

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