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·26. August 2026

Gelöste Stimmung und ein Versprechen von Waldemar Anton an die Fandelegierten

Artikelbild:Gelöste Stimmung und ein Versprechen von Waldemar Anton an die Fandelegierten

Die Fandelegiertentagung wird zweimal jährlich von den Fanbeauftragten organisiert und dient allen BVB-Fanclubs als Forum, um über aktuelle Entwicklungen rund um den BVB und vor allem über Neuigkeiten im Bereich der Fanclubs informiert zu werden. Zudem bietet sich den Fanclub-Vertretern die Möglichkeit, an Fragerunden mit Gästen wie Trainern, Spielern oder Geschäftsführern teilzunehmen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Carsten Cramer und Benedikt Watermeier (Leiter der Abteilung Fanangelegenheiten). Dieser stieg mit einem kurzen Rückblick auf die abgeschlossene Saison 2025/26 ein, verbunden mit einem großen Dankeschön an alle Fans für ihr engagiertes Wirken rund um Borussia Dortmund.


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Danach entstand unter den Rängen der Gelben Wand schnell eine gelöste Atmosphäre. Zwischen den Stadionkiosken, den Aufgängen zur Süd und den Wandbildern der BVB-Legenden Aki Schmidt und Jakub Blaszczykowski kamen die Vertreter der Fanclubs mit den Verantwortlichen ins Gespräch. Dabei war ausdrücklich Platz für kritische Fragen – und konkrete Antworten.

Carsten Cramer zeigte sich mit dem Austausch sichtlich zufrieden. Viele Anregungen nahm der Sprecher der BVB-Geschäftsführung direkt mit, einige Anliegen konnten sogar noch vor Ort besprochen und geklärt werden. Wo eine sofortige Lösung nicht möglich war, wurden zeitnahe Schritte angekündigt. Cramer machte damit deutlich: Der Dialog mit den Fans soll nicht nur stattfinden, sondern auch etwas bewegen.

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Book: „War für mich wie nach Hause kommen“

Den sportlichen Teil übernahm eingangs wie üblich Norbert Dickel. Im Mittelpunkt standen Sportdirektor Ole Book und BVB-Profi Waldemar Anton. Beide arbeiteten schnell heraus, wie sehr sie die besondere Verbindung zwischen Borussia Dortmund und seiner Fanszene schätzen.

Book berichtete von seinen ersten Wochen im neuen Amt und sprach dabei auch über seine ganz persönliche Beziehung zum Verein. „Ich wusste, welche Wucht dieser Verein hat“, erklärte der neue Sportdirektor. Er habe in den vergangenen 35 Jahren nahezu jedes Spiel verfolgt und sei deshalb von der Größe des BVB nicht überrascht gewesen. Trotzdem habe sich sein Start besonders angefühlt: „Für mich war es ein bisschen wie nach Hause kommen. Ich bin seit meiner Kindheit BVB-Fan.“

Mit Blick auf seine laufende erste Transferphase zog Book ein positives Zwischenfazit. Innerhalb der sportlichen Führung sei man schnell als Team zusammengewachsen. Sein eigener Auftrag habe darin bestanden, mutig und offensiv neue Ideen einzubringen und für mehr Kreativität zu sorgen. „Ich denke, dass wir das ganz gut hinbekommen haben“, sagte Book.

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Der 40-Jährige betonte einmal mehr, dass die wichtigsten Säulen der Profi-Mannschaft gehalten werden konnten. Gerade darin sieht er eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung: „Nicht alle Top-Mannschaften in Europa haben es geschafft, ihr Gerüst so zusammenzuhalten.“

Vor der am Samstag (29.08., 18:30 Uhr) beginnenden Bundesliga-Saison gegen den Hamburger SV meinte der Sportdirektor mit Blick auf die Kaderverjüngung weiter: „Der Charakter und die Einstellung bei den Jungs stimmen. Wenn dann das Talent dazukommt, können wir optimistisch sein. Es wird Höhen und Tiefen geben. Aber am Ende dieser Entwicklung unserer jungen Spieler wird etwas sehr Gutes stehen.“

Anton: „Die Fannähe ist für uns brutal wichtig“

Waldemar Anton richtete den Blick anschließend auf das besondere Zusammenspiel beim BVB zwischen der Mannschaft und den Fans. Die Heimspiele seien für den Nationalspieler bis heute etwas ganz Besonderes. Die Unterstützung von der Südtribüne und aus dem gesamten Stadion schaffe eine „besondere Aura“. Auch auswärts sei die Unterstützung „brutal“, wie Anton es formulierte.

Der Innenverteidiger ging dabei auch auf den Aufwand ein, den die treuen BVB-Anhänger für ihre Mannschaft betreiben. Angesichts steigender Reisekosten sei sein Dank an die Anhänger besonders groß: „Von der Mannschaft und von mir daher ein riesiges Dankeschön dafür!“ Die Nähe zwischen Mannschaft und Fans sei für ihn „brutal wichtig“ und helfe der Mannschaft sehr.

Für einen besonderen Moment sorgte Anton am Ende der sportlichen Gesprächsrunde. Auf die Fan-Nachfrage nach der zuletzt größer gewordenen Entfernung des Teams zur Südtribüne nach gewonnenen Spielen reagierte der Innenverteidiger selbstkritisch und mit einem klaren Versprechen. „Es tut mir leid, wenn das nicht nah genug war. Das werden wir definitiv die nächste Saison besser machen!“, sagte Anton. Das Thema sei bereits innerhalb der Mannschaft angesprochen worden.

Cramer: „Die Stärke unseres Vereins ist immer dann gegeben, wenn wir geschlossen vorgehen“

Carsten Cramer richtete den Blick anschließend auf die grundsätzliche Entwicklung von Borussia Dortmund. Dabei ging es ihm auch um die wirtschaftliche Zukunft des Klubs und die kontroverse Frage, wie der BVB dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben kann.

Cramer machte deutlich, dass der Verein sein strukturelles Defizit weiter reduzieren wolle und deshalb auch über neue Wege nachdenken müsse. Beim Thema Stadion und Ticketing kündigte er beispielsweise an, dass für die Saison 2027/28 eine gerechtere und andere Preisgestaltung notwendig sei. Gleichzeitig stellte er klar, dass dies „keine Vorankündigung horrender Preiserhöhungen“ sei. Vielmehr gehe es darum, offen über sämtliche Möglichkeiten zu sprechen, um Borussia Dortmund wirtschaftlich weiterzuentwickeln.

Dabei stellte Cramer die Frage in den Mittelpunkt, die für die Zukunft des Vereins entscheidend ist: „Wo wollen wir hin als Borussia Dortmund?“

Beim Thema 50+1 wurde Carsten Cramer ganz besonders deutlich. Eine Weiterentwicklung des Vereins werde ausschließlich innerhalb dieses Rahmens stattfinden. „50+1 ist unantastbar! Dieses Versprechen und diese Zusage habt ihr von uns allen“, sagte Cramer und unterstrich damit die Bedeutung des bestehenden Modells für Borussia Dortmund und die Bundesliga.

Carsten Cramer wollte seine Ausführungen nicht abschließen, ohne zuvor noch einmal auf die starke Entwicklung der BVB-Frauen zu verweisen: „Das, was wir zur neuen Saison im Frauenfußball auf die Beine gestellt haben, verdient allerhöchste Anerkennung! Ich finde es großartig, eine Alex Popp auf einmal in einem schwarzgelben Trikot spielen zu sehen. Ich bin da sehr stolz drauf, was wir als BVB bei den Frauen auf die Beine gestellt haben. Es ist klasse, wie das Thema hier in Dortmund angenommen wird!“

Gemeinsame Vorfreude auf die Saison 2026/2027

Dr. Christian Hockenjos, Direktor Organisation, informierte in seinem Teil der Fandelegiertentagung anschließend über eine ganze Reihe Themen, sprach mit den Fanvertretern unter anderem über die jüngsten Arbeiten am und im Stadion und neue Infrastruktur-Investitionen.

In einem abschließenden Teil berichtete zunächst Benedikt Watermeier über die neusten Entwicklungen aus der Abteilung Fanangelegenheiten, bevor Jannis Kruck, Koordinator Jugendfanarbeit, die Tätigkeiten in seinem Bereich vorstellte und die aktuellen Unternehmungen und Projekte rund um jugendliche BVB-Fans skizzierte.

Nach dem offiziellen Ende der Fandelegiertentagung wurden alle Anwesenden noch auf ein Freibier eingeladen. Wie immer bestand auch diesmal noch die Gelegenheit für Fans, in kleinerer Runde mit den Fanbeauftragten und Vertretern anderer Fachabteilungen zusammenzukommen und individuelle Anliegen zu besprechen.

Insgesamt war die Veranstaltung unter der Südtribüne geprägt von offenen Gesprächen, klaren Antworten und der gemeinsamen Vorfreude auf das, was in 2026/27 vor Borussia Dortmund liegt. Die vielen Fans, die aus ganz Deutschland am Dienstagabend gekommen waren, gingen mit vielen Antworten und dem ganz konkreten Versprechen von Waldemar Anton wieder nach Hause.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch einmal bei allen anwesenden Fanclub-Vertreterinnen und -Vertretern für die Teilnahme bedanken! Bei weiteren Fragen zur Fandelegiertentagung oder rund um das Thema Fanclubs könnt Ihr Euch gern und jederzeit an fanclubs@bvb.de wenden.

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