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·30. September 2026
Im Verein zweite Wahl, in der Nationalmannschaft gesetzt: Warum die Länderspielpause für Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler so wichtig ist

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Simon Hense
30 September, 2026
Im Moment müssen sich Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler im Mittelfeldzentrum der Geißböcke hinten anstellen. Bei ihren Nationalmannschaften sieht das jedoch anders aus. Dort können sich die beiden auch für mehr beim 1. FC Köln empfehlen.
Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler bei ihren Nationalmannschaften (Fotos: Vaughn Ridley/Getty Images; Albert Perez/Getty Images)
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Nach den Eindrücken der vergangenen beiden Partien des 1. FC Köln zu urteilen hat Trainer René Wagner seine bevorzugte Kombination im zentralen Mittelfeld anscheinend erstmal gefunden. Denn sowohl gegen Werder Bremen als auch gegen den HSV starteten auf der Doppelsechs Tom Krauß und Ellyes Skhiri. Und die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass der Coach dem Duo im Derby gegen Borussia Mönchengladbach erneut das Vertrauen schenken wird. Das dürfte zwei andere Spieler bei den Geißböcken bestimmt nicht freuen. Denn für Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler würde das bedeuten, dass sie nur die dritte beziehungsweise vierte Wahl im Zentrum sind. Beide kamen in den vergangenen beiden Partien maximal zu Joker-Einsätzen, Okon-Engstler stand in Hamburg nichtmal im Kader.
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Da passt es für die die zwei Mittelfeldspieler sehr gut, dass sie in der Länderspielpause eine andere Bühne haben, um sich zu zeigen. Denn während sie beim FC zuletzt auf weniger Einsatzzeit kamen, sind sie in ihren Nationalmannschaften gesetzt. Okon-Engstler trat mit Australien zweimal gegen Brasilien an. Beim ersten Duell am vergangenen Freitag hatten die Socceroos den Rekordweltmeister am Rande einer Niederlage, kassierten erst in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 1:1. Dabei zeigte der Kölner Sommerneuzugang eine ordentliche Leistung, wurde erst in der 84. Minute, also vor dem Gegentreffer, ausgewechselt. Im zweiten Spiel am gestrigen Dienstag schlugen sich die Australier erneut ordentlich, verloren aber dennoch 2:4. Okon-Engstler stand dabei 80 Minuten auf dem Platz und lieferte eine gute Leistung ab.
Johannesson wiederum kam mit Island nicht über ein 1:1 gegen Estland hinaus. Der 23-Jährige zog bis zu seiner Auswechslung in der 75. Minute im Mittelfeldzentrum die Fäden. So legte er seinen Mitspielern vier Torschüsse auf. Ein sehr guter Wert, auch wenn daraus keine Treffer wurden. Am Dienstagabend hatte Johannesson dann erneut die Gelegenheit, sich zu zeigen. Denn Island spielte am zweiten Spieltag der Nations League gegen Luxemburg, gewann mit 3:0 Toren. Johannesson stand die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Zum Ende der Länderspielpause geht es zusätzlich noch gegen Bulgarien und erneut Estland. Somit hat der Mittelfeldspieler noch einige Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen.
Dabei profitieren sowohl der Isländer und der Australier von den Einsatzzeiten in ihren Nationalmannschaften als auch der 1. FC Köln. Denn bei ihren Nationen können die beiden die Spielpraxis sammeln, die sie in den vergangenen Wochen bei den Kölnern nicht genug bekommen haben. Außerdem können sie sich mit guten Leistungen in der Nationalmannschaft natürlich auch für mehr bei den Geißböcken empfehlen. Trainer René Wagner wird mit Sicherheit ein Auge darauf werfen, wie sich seine Schützlinge in den Länderspielen schlagen. So können Johannesson und Okon-Engstler ihm nicht nur im Training, sondern auch in Pflichtspielen zeigen, welchen Wert sie potentiell für das Kölner Spiel haben können.
Zusätzlich holen sich die zwei Mittelfeldspieler durch ihre Einsätze Selbstvertrauen. Für beide scheint die Nationalmannschaft eine Art Wohlfühloase zu sein, in der sie frei aufspielen können. Dieses gewonnene Selbstvertrauen müssen sie dann mit in die Domstadt nehmen, um den Konkurrenzkampf neu anzufachen. Und vielleicht schaffen sie es dann bis zur nächsten Länderspielpause Mitte November, nicht nur in der Nationalmannschaft die erste Wahl zu sein.







































