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·4. März 2026

Karim Matmour: Der Mann mit dem Adlerauge

Artikelbild:Karim Matmour: Der Mann mit dem Adlerauge

Im Sommer 2013 wechselte der algerische Nationalspieler Karim Matmour ablösefrei von Eintracht Frankfurt zum 1. FC Kaiserslautern. In insgesamt 64 Pflichtspielen trug der Offensivspieler das Trikot der Roten Teufel, erzielte sieben Tore und bereitete beeindruckende 18 weitere vor. Im Sommer 2015 endete seine Zeit beim FCK, da die Verantwortlichen dem 29-jährigen Topverdiener kein neues Angebot vorlegen und für jüngere Spieler Platz machen wollten. Dem Fußball blieb der Algerier auch nach seinem Karrierende 2017 treu.

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Ablösefreie Soforthilfe im Aufstiegskampf

Als Karim Matmour von Eintracht Frankfurt zum FCK wechselte, hing das bittere Scheitern in der Relegation gegen Hoffenheim wie ein Schatten über dem Betzenberg. Das Ziel war klar: In der kommenden Saison sollte die Rückkehr in die Bundesliga unbedingt gelingen. Der hochveranlagte Matmour sollte dabei eine tragende Rolle einnehmen. Diesen Erwartungen wurde der Algerier eindrucksvoll gerecht. In der Saison 2013/14 kam der Nationalspieler wettbewerbsübergreifend auf 37 Einsätze, erzielte fünf Tore und bereitete weitere elf Treffer vor. Damit avancierte die Nummer 16 der Roten Teufel auf Anhieb zu einem Unterschiedsspieler der Lautrer. Am Ende verpassten diese den Aufstieg als Vierter mit zwei Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten KSC und drei Punkten auf den Zweitplatzierten Darmstadt abermals.

Zwischen Genie und Chancentod

Auch in der Saison 14/15 wusste Matmour zu überzeugen: Zwei Tore und sieben Vorlagen in 25 Ligaspielen können sich sehen lassen. Bei diesen soliden Statistiken kann man kaum glauben, dass immer wieder kritische Stimmen hinsichtlich der Leistungen der Nummer 16 der Roten Teufel aufkamen. Grund dafür war seine signifikante Schwäche beim Abschluss. 18 Vorlagen sind ein sensationeller Wert, und auch seine sieben Tore können sich für einen Außenspieler durchaus sehen lassen. Doch Matmour ließ in beiden Spielzeiten einige hochkarätige Chancen liegen, weshalb er für viele Fans als „Chancentod“ galt. Aufgrund seines hervorragenden Spielverständnisses und Passspiels konnten Fans und Verantwortliche über eben jene Schwäche im Abschluss allerdings hinwegsehen.

Vertragsstreit statt Neustart

Im Rückblick waren die zwei Spielzeiten als Roter Teufel die letzten wirklich erfolgreichen seiner Karriere. Nach Ablauf seines Vertrages entschied sich der Algerier, Deutschland nach neun Jahren und Stationen in Freiburg, Mönchengladbach, Frankfurt und Kaiserslautern zu verlassen. Das designierte Ziel war der Al-Arabi SC in Kuwait. Dieser Wechsel ging allerdings vollkommen nach hinten los. Nach Vertragsstreitigkeiten verließ der Algerier den Verein bereits nach drei Monaten wieder und blieb bis Januar 2016 vereinslos.

Auf der Suche nach einer sportlichen Heimat

Im Januar 2016 schloss sich Matmour dem englischen Zweitligisten Huddersfield Town an, der damals von David Wagner trainiert wurde, der später Trainer bei Schalke 04 wurde. Doch auch in England kam Matmour nicht so richtig zum Zug: Nach elf Einsätzen und einem Treffer endete die Zusammenarbeit im Sommer nach nur einem halben Jahr wieder.

Mit dem Wunsch, endlich wieder eine tragende Rolle zu spielen, kehrte Matmour nach Deutschland zurück, um bei den „Lautrer Freunden” von 1860 München zu spielen. Zunächst lief es für den Algerier wieder etwas besser. In der Hinrunde stand der Nationalspieler in 13 Spielen auf dem Platz und konnte ein Tor sowie drei Vorlagen für den Zweitligisten beisteuern. Nach dem Trainerwechsel zu Vitor Pereira wurde der Algerier jedoch ausgemustert und musste fortan mit der U21 der Sechziger trainieren. Am Ende der Saison stand der Abstieg, sodass die Zusammenarbeit zwischen Matmour und den Löwen wenig überraschend endete.

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Karriereausklang am anderen Ende der Welt

Für den Algerier hieß es einmal mehr, ablösefrei weiterzuziehen. Am 14. August 2017 unterschrieb der Flügelspieler einen Vertrag bei Adelaide United in Australien. Es sollte der letzte Wechsel seiner Laufbahn bleiben. Wie schon in Kuwait, England und München war seine Zeit nicht von Glück geprägt. Nur bei neun Einsätzen stand Matmour unter dem ehemaligen Lautrer Erfolgstrainer Marco Kurz auf dem Platz, dann endete seine Zeit in Australien aufgrund eines persönlichen Schicksalsschlags.

Neustart abseits des Platzes

Auch nach dem Ende seiner aktiven Karriere blieb Karim Matmour dem Fußball erhalten. Von 2018 bis 2020 fungierte der Algerier in wechselnden Funktionen als Co-Trainer, Trainer und Berater beim Kehler FV im Amateurfußball. Im Februar 2020 folgte der Schritt zu Bayer 04 Leverkusen, wo er bis Sommer 2022 als Scout tätig war. Anschließend kehrte er in sein Heimatland Algerien zurück und arbeitete von September 2022 bis Oktober 2023 als Co-Trainer der algerischen U23-Nationalmannschaft. Aktuell ist Matmour vereinslos. Es bleibt spannend, wo die Reise des heute 40-Jährigen in der Fußballbranche weitergeht.

🕒 Karriere-Stationen von Karim Matmour:

🇩🇪 2006–2008: SC Freiburg🇩🇪2008-2011: Borussia Mönchengladbach 🇩🇪2011-2013: Eintracht Frankfurt

🇩🇪 2013–2015: 1. FC Kaiserslautern (64 Spiele, 7 Tore, 18 Vorlagen )

🇰🇼 2015–2015: Al Arabi SC

🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 2016- 2016: Huddersfield Town

🇩🇪 2016–2017: TSV 1860 München

🇦🇺 2017- 2017 : Adelaide United ( unter dem ehemaligen FCK- Trainer Marco Kurz)

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