Kritik an Kimmich: „Herumgerannt wie ein Brummkreisel“ | OneFootball

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·3. Oktober 2026

Kritik an Kimmich: „Herumgerannt wie ein Brummkreisel“

Artikelbild:Kritik an Kimmich: „Herumgerannt wie ein Brummkreisel“

Joshua Kimmich fehlte beim 2:0 gegen Serbien – und dennoch bleibt seine Rolle im DFB-Team unangefochten. Marcel Reif erklärt, warum.

Die deutsche Nationalmannschaft hat beim 2:0 gegen Serbien überzeugt – auch ohne Joshua Kimmich. Im Mittelfeld sorgten Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof und Florian Wirtz für viel Kontrolle und Spielfreude. Eine Diskussion über den Status des DFB-Kapitäns will TV-Legende Marcel Reif daraus allerdings überhaupt nicht ableiten.


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In der Sendung „Reif ist Live“ wurde thematisiert, dass Kimmich nach der Niederlage gegen Griechenland gerne noch beim DFB-Team geblieben wäre. Bundestrainer Jürgen Klopp hatte seinen XXL-Kader jedoch wie geplant aufgeteilt und den Bayern-Star nach dem ersten Block nach Hause geschickt.

Auf die Frage, ob Kimmich manchmal lernen müsse, auch loszulassen, antwortete Reif deutlich.

Reif erklärt Kimmichs „Helfer-Syndrom“

„Ja. So ist er als Typ. Und das ist ja das, was er auch zu bieten hat. Das hat ja zwei Seiten. Und manchmal macht er das ja auch auf dem Platz. Es gab mal Zeiten, da ist der herumgerannt wie ein Brummkreisel – überall, weil er alles lösen wollte. Was weder bei den Bayern noch in der Nationalmannschaft wirklich hilfreich war.“

Für Reif gehört genau dieser Drang, Verantwortung zu übernehmen, aber auch zu Kimmichs Persönlichkeit: „Das ist einer, der hat dieses Helfer-Syndrom. Auf dem Platz und auch draußen. Er ist jetzt Kapitän, und alle wissen, warum.“

Dass Deutschland gegen Serbien auch ohne Kimmich stark auftrat, verändert an dieser Einschätzung aus Reifs Sicht nichts. Auch Klopp hatte nach der Partie deutlich gemacht, dass er sein Team bewusst unabhängig von einzelnen Spielern entwickeln will.

„Wir können in den unterschiedlichsten Konstellationen eine bestimmte Art von Fußball spielen, das ist der Plan. Der Fußball muss konstant bleiben – die Aufstellung kann es nicht (…). Wenn einer ausfällt und wir stehen da und gucken doof und sagen: Wir können nur so spielen, wenn der und der auf dem Platz ist, dann macht das keinen Sinn“, so Reif.

Für Kimmich bedeutet das: Konkurrenz und neue Konstellationen gehören zum Prozess unter Klopp. Seine Rolle als Kapitän und Führungsspieler steht deshalb aber nicht grundsätzlich infrage.

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