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·20. Juni 2026

Kuriose rote Karte, frühes Gegentor: Türkei verliert gegen Paraguay und scheidet aus

Artikelbild:Kuriose rote Karte, frühes Gegentor: Türkei verliert gegen Paraguay und scheidet aus

Den Abschluss des heutigen Turniertages machten die Türkei und Paraguay. Beide Teams hatten ihren Auftakt gegen Australien beziehungsweise die USA verloren und standen damit bereits gehörig unter Druck. Nach 90 wilden Minuten gewann Paraguay die Partie mit 1:0, damit sind die Türken nach dem zweiten Spiel bereits ausgeschieden.

Vincenzo Montella veränderte seine Startelf im Vergleich zur Niederlage gegen Australien auf drei Positionen. Müldür, Akgün und Yildiz starteten für Celik, Kökcü und Yilmaz. Paraguay begann mit Galarza und Pitta anstelle von Bobadilla und Sanabria.


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Galarza bringt Paraguay in Führung – Almiron fliegt vom Platz

Die Partie begann mit enormer Intensität und vielen harten Zweikämpfen im Mittelfeld. Paraguay erwischte dabei den perfekten Start. Die Südamerikaner setzten die Türkei früh unter Druck, eroberten den Ball und schlugen sofort zu. Almiron legte nach der Balleroberung auf Galarza ab, der bereits in der 2. Minute aus rund 20 Metern flach ins rechte Eck traf.

In der Folge übernahm die Türkei zwar die Kontrolle über das Spiel und kam zwischenzeitlich auf rund 75 Prozent Ballbesitz, doch Paraguay verteidigte mit großer Leidenschaft und enormer Zweikampfhärte. Immer wieder rannten sich die Türken am tief gestaffelten Defensivblock der Albirroja fest. Erste Annäherungen blieben zunächst harmlos, ehe Arda Güler nach einer Ablage aus dem Rückraum deutlich verzog.

Mit zunehmender Spieldauer erhöhte die Türkei den Druck weiter. Paraguay fand kaum noch Entlastung und konzentrierte sich fast ausschließlich auf das Verteidigen. Die beste Chance zum Ausgleich hatte die Montella-Elf nach einem Freistoß von Calhanoglu, den Müldür per Kopf an die Latte verlängerte. Von dort sprang der Ball noch an den Pfosten und wieder zurück ins Feld. Kurz vor der Pause setzte Yüksek noch einen Distanzschuss über das Tor.

Paraguay blieb offensiv über weite Strecken auf Konter beschränkt, setzte aber immer wieder Nadelstiche. Enciso deutete bei einem starken Solo seine Qualität an, während Caceres kurz vor der Pause an Cakir scheiterte.

Kurz vor der Pause wurde es noch einmal hektisch. Nach einer Rudelbildung sah Almiron nach VAR-Eingriff in der Nachspielzeit die Rote Karte, weil er sich im Dialog mit Müldür die Hand vor den Mund gehalten hatte.

So ging Paraguay trotz Unterzahl mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit. In einem unglaublich intensiven ersten Abschnitt standen die Türken enorm unter Druck. Bei einer Niederlage müsste die Mannschaft von Montella bereits frühzeitig die Koffer packen.

Paraguay hält die Null – Türkei ist raus

Mit Yilmaz für Aktürkoglu reagierte Vincenzo Montella zur Pause auf den Rückstand. Paraguay stellte derweil wie erwartet noch defensiver um und verschanzte sich mit der Führung und einem Mann weniger tief vor dem eigenen Strafraum.

Die Türken übernahmen sofort die Kontrolle und drängten die Südamerikaner weit in deren eigene Hälfte zurück. Paraguay kam kaum noch aus dem Druck heraus, verteidigte die zahlreichen Hereingaben und Halbfeldflanken der Montella-Elf jedoch weiterhin mit großer Leidenschaft und Konsequenz.

Die erste gute Möglichkeit im zweiten Durchgang hatte Demiral mit einem Distanzschuss, den Gill sicher parierte. Kurz darauf wurde es deutlich gefährlicher. Zunächst traf Yildiz nach einem starken Dribbling aus spitzem Winkel nur das Außennetz, ehe Gill wenig später bei einem abgefälschten Fernschuss stark reagierte und den Ausgleich verhinderte. Auch der eingewechselte Gül kam nach einer Hereingabe am Fünfmeterraum zum Kopfball, brachte jedoch nicht genug Druck hinter den Ball.

Paraguay blieb offensiv fast ausschließlich über Enciso gefährlich. Der Offensivspieler startete nach rund einer Stunde einen starken Konter über das halbe Feld, scheiterte im Strafraum aber im Eins-gegen-eins an Bardakci. Nur wenig später bot sich Enciso erneut eine große Chance, doch diesmal verzog er aus aussichtsreicher Position.

Auf der anderen Seite rannte die Türkei weiter unermüdlich an, kam zunächst aber nur zu Halbchancen. Can Uzun brachte nach seiner Einwechslung spürbar mehr Schwung ins häufig zu statische Offensivspiel, verzog nach 82 Minuten jedoch leicht. In der 89. Minute hätte der Frankfurter nach Vorlage von Yilmaz treffen müssen, sein Abschluss geriet jedoch zu zentral. Nach einer scharfen Flanke verpasste Demiral wenig später nur knapp. Paraguay versuchte derweil bei jeder Gelegenheit, Zeit von der Uhr zu nehmen.

Nach aneunminütiger Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Ivan Barton die Partie ab. Damit ist die Türkei nach Haiti die nächste Nation, die keine Chance mehr auf ein Weiterkommen besitzt.

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