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·6. Mai 2026
Mentalitätsmonster vs. Konzentrationsschwäche? Die zwei Gesichter des 1. FC Köln

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Simon Bartsch
6 Mai, 2026
Beim 2:2 gegen Union Berlin haben die Kölner einen sicher geglaubten Sieg verspielt. Es war nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass die eigentlichen Mentailtätsmonster Punkte noch weggaben.
Tom Rothe erzielt den Anschlusstreffer gegen den FC (Foto: Maja Hitij/Getty Images)
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Ein wenig kurios erschienen die reinen Fakten schon. Bislang glänzten die Kölner Trainer durch ihr Goldenes Händchen bei ihren Jokern in der Schlussphase. Erst nach dem 1:1 gegen St. Pauli war René Wagner für die Hereinnahme von Luca Waldschmidt noch gelobt worden. Auch gegen Leverkusen kam der Joker spät und traf. Am vergangenen Samstag dann ein anderes Bild. Wagner nahm nach 70 Minuten gleich drei Wechsel vor, wechselte die Aktivposten Said El Mala, Jakub Kaminski und Marius Bülter aus und in diesem Moment kippte das Spiel. Der FC gab eine sichere 2:0-Führung bei den Eisernen noch aus der Hand, fing sich zwei Gegentreffer in der Schlussphase und verpasste damit die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt. Die folgte dann am Sonntag. Aufgrund der Tordifferenz ist Köln wohl nicht mehr von St. Pauli und dem VfL Wolfsburg einzuholen. Das 2:2 war schmerzhaft, führte Köln aber einen Schritt weiter Richtung Ziel.
Und dennoch bleibt der bittere Beigeschmack, denn die Kölner haben nicht das erste Mal eine Führung verspielt. Und das wirkt dann ebenfalls ein wenig kurios. Denn eigentlich wurden die Geißböcke in der Liga bislang nicht grundlos als die Mentalitätsmonster und Comeback-Könige beschrieben. Neun Mal gelang dem FC nach einem Rückstand noch ein Remis, einmal feierten die Geißböcke sogar noch einen Sieg. Heißt: Ganze zehn Mal kamen die Kölner nach einem Rückstand zurück und fuhren noch Punkte ein. Nur eine Mannschaft feierte in dieser Spielzeit noch öfter ihr Comeback – zuletzt gleich zwei Mal in Folge. Der FC Bayern München führt die Liste mit 13 Spielen, in denen der FCB nach Rückstand noch punktete, an. Gerade in der Schlussphase sind die Kölner besonders erfolgreich, erzielten bereits 19 Tore in der Schlussviertelstunde sowie in der Nachspielzeit. Nur die Bayern und Stuttgart waren noch erfolgreicher.
Mentalitätsmonster also schon, aber irgendwie dann auch nur in Teilen. Denn die Kölner haben in dieser Spielzeit eben auch schon einige Male Führungen noch verspielt. Ganze neun Mal vergaben die Kölner ihre gute Ausgangslage. Fünf Mal stand nach einer Führung noch ein Remis, vier Mal gab es sogar noch eine Niederlage. Nur der VfL Wolfsburg ist in dieser Bilanz schwächer als der FC. Und auch bei den Gegentreffern sind die Geißböcke oft spät anfällig. Elf der 55 Kölner Gegentore fielen in der Schlussphase – eigentlich ein ordentlicher Wert. Nur kassierte der FC bereits sechs Gegentreffer in der Nachspielzeit. Nur Frankfurt und Wolfsburg waren kurz vor Spielende noch anfälliger. Das Hinspiel gegen Heidenheim könnte da als gutes Omen dienen. Die Kölner kamen gleich zwei Mal nach Rückstand zurück, spielten Remis. Allerdings würde das am Sonntag die Kölner Klassenerhalt-Party schon ein wenig trüben.







































