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·5. September 2026

Rasenmäher und VIP-Essen: Dafür braucht Union die Transfer-Millionen

Artikelbild:Rasenmäher und VIP-Essen: Dafür braucht Union die Transfer-Millionen

Bild: Maja Hitij/Getty Images

Der Verkauf von Ilyas Ansah hat dem 1. FC Union Berlin einen warmen Geldregen beschert. Mehr als 20 Millionen Euro soll der Wechsel des Angreifers zu Hull City eingebracht haben. Für große Sprünge können die Köpenicker diese Summe allerdings nicht verwenden.


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Unions Präsident Dirk Zingler machte deutlich, dass Union auf regelmäßige Transfererlöse angewiesen ist. Seine Erklärung dafür fiel ungewöhnlich anschaulich aus.

Zingler erklärt Unions Geschäftsmodell

„Wir brauchen jedes Jahr Transfererlöse, um einen ausgeglichenen Etat zu haben“, erklärte Zingler im Interview mit dem rbb. Anschließend zählte der Union-Boss auf, wofür das Geld benötigt werde: „Damit mähen wir den Rasen und kaufen Rasenmäher, Spieler und Essen für den VIP-Bereich.“

Hinter dem lockeren Spruch steckt wirtschaftlicher Ernst. Nach Angaben des 61-Jährigen verfügt Union über deutlich geringere Einnahmen als viele direkte Konkurrenten. Die Köpenicker müssen diesen Standortnachteil daher unter anderem durch Spielerverkäufe ausgleichen.

Transfergewinne sind für den Bundesligisten somit kein unerwarteter Bonus. Sie gehören fest zum Geschäftsmodell und helfen dabei, den laufenden Etat zu finanzieren.

Ansah-Verkauf war fest eingeplant

Dass Ansah den Verein nach nur einer Saison wieder verlassen könnte, war intern offenbar einkalkuliert. „Er wollte in die Premier League, wir wollten ihn abgeben, der Preis war in Ordnung – also ist er gegangen“, fasste Zingler den Transfer zusammen.

Union hatte den Wechsel des 21-Jährigen am letzten Tag der Transferperiode offiziell bestätigt. Eine Ablösesumme nannte der Klub nicht. Medienberichten zufolge liegt sie jedoch bei mehr als 20 Millionen Euro. Ansah absolvierte insgesamt 37 Pflichtspiele für Union. In der vergangenen Bundesliga-Saison gelangen ihm fünf Tore und drei Vorlagen. Durch seinen Verkauf verlieren die Berliner einen entwicklungsfähigen Angreifer, erhalten aber zugleich die Einnahmen, die für einen ausgeglichenen Haushalt fest eingeplant waren.

Ein Teil der Millionen dürfte wieder in die Mannschaft fließen. Der Rest wird, wie Zingler deutlich machte, für all das benötigt, was einen Bundesligisten abseits des Rasens am Laufen hält.

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