Rund um den Brustring
·18. Februar 2026
Rund um das Spiel in der Europa League in Glasgow

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·18. Februar 2026

Flutlicht, Celtic-Park und das an einem verregneten Donnerstabend im Februar. Was schreit mehr nach einem KO-Spiel in der Europa-League?
Für den VfB, der in seiner jüngeren Geschichte Hin- und Rückspiele nur aus der Relegation kennt, ist das eine Rückkehr dorthin, wo man hingehört. Denn in den 00er Jahren war man regelmäßiger Gast im UEFA-Cup bzw. in der Europa League, wo man es immer wieder in die Zwischenrunde und sogar ins Achtelfinale schaffte. Dort war auch dann spätestens Schluss. Zuletzt gelang dies dem VfB in der Saison 2012/13, als man im Stadio Olimpico bei einem Geisterspiel gegen Lazio verlor und ausschied. Wer hätte ahnen können, was die nächsten zwölf bis 13 Jahre folgen sollte? Jetzt ist man irgendwie zurück. Stärker und selbstbewusster denn je. Die Reise zurück in die KO-Runden beginnt in Glasgow, wo Celtic auf die Schwaben wartet. Der altehrwürdige Celtic Park, der ein Jahr älter als der Verein für Bewegungsspiele ist, steht wahrscheinlich bei vielen Fußball-Fans auf der bucket list. Das Stadion steht wie kaum ein anderes für den schottischen Fußball. Dort im Norden der britischen Inseln ist Fußball mehr als nur ein Hobby. Für die Fans von Celtic ist der Fußball ein Ort des Widerstandes und der schottisch-katholischen Identität. Gegründet wurde er von irischen Migranten, um Spendengelder für das Armenviertel in Glasgow zu sammeln. Schnell wurde aus dem Celtic FC eine dominante Macht in Schottland der mit den Rangers FC um die Vormachtstellung im schottischen Fußball konkurrierte. Die Rangers sind dabei das krasse Gegenteil. Sie sind königstreu und evangelisch, weswegen die Duelle zwischen den beiden Vereine nicht nur ein sportliche sondern eine politische Auseinandersetzung ist. Celtic zählt zu den erfolgreichsten Teams der Welt. Doch während man national die Liga dominiert, ist man international ein Zwerg. Zwar sind “the Bhoys” regelmäßig in der Champions League oder Europa League dabei, aber sie gewannen nur einmal den Europapokal der Landesmeister 1967.
Sportlich wartet ein Verein, bei dem eine gewisse Unruhe herrscht. Celtic liegt auf Platz drei der schottischen Premiership hinter den Rangers und den überraschenden erstplatzierten Hearts of Midlothian. Auch das Weiterkommen in der Europa League war alles andere als souverän. Nur Dank eines 4:2 gegen den schon ausgeschiedenen FC Utrecht qualifizierte man sich für die Play-Offs. So sehen auch die Quoten und Analytics-Seiten den VfB als Favoriten. OPTA schätzt die Siegquote für den VfB bei 50,7 % und das obwohl wir auswärts spielen.
Außer den Perspektivspielern Jovanovic und Justin Diehl sind alle gemeldeten VfB Spieler fit.
Das müsste zurzeit unsere beste Elf sein. Alternativ könnten Assignon statt Vagnoman und/oder El Khannouss für Undav reinrutschen.
Stuttgart hat mittlerweile schon zehn Spiele gegen schottische Mannschaften absolviert — zwölf sogar, wenn man den berühmt berüchtigten Messestädte-Pokal und die zwei Spiele gegen Dunfermline Athletic FC miteinbezieht. Dabei gelangen den Schwaben fünf Siege, zwei Unentschieden und vier Niederlagen. Wir hatten zudem schon mal das Vergnügen gegen Celtic FC zu spielen. Vor fast genau 13 Jahren traf man im Achtelfinale auf die Bhoys, schied aber nach einem 3:2 Heimsieg und einer 1:3 Auswärtsniederlage aus. Celtic dagegen schaffte es bis ins Finale, verlor aber in der Nachspielzeit gegen den FC Porto.
Es warten auf uns zwei Spiele gegen einen ikonischen Gegner, der sportlich nicht schwächelt. Es wird ein schweres Auswärtsspiel für unsere Jungs, aber ich bleibe optimistisch und denke wir werden den Celtic Park mit einem Sieg verlassen.
Titelbild: © Martin Rose/Bongarts/Getty Images









































