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·24. September 2026
"Schonfrist ist vorbei": SVM-Sportchef Smith mit klarer Ansage

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Vier Niederlagen in Folge, nur zwei Siege aus den ersten sieben Spielen und Platz 18: Beim SV Meppen schrillen nach dem starken Saisonstart die Alarmglocken. Sportchef Olufemi Smith spricht die Probleme des Aufsteigers offen an und macht deutlich, dass sich die Mannschaft nun schnell an die Anforderungen der 3. Liga anpassen muss. Eine Ausrede gibt es für ihn nicht mehr: "Die Schonfrist ist vorbei."
Mit Blick auf die bisherige Saison zieht der 48-Jährige ein gemischtes Fazit. Rein tabellarisch sei die Situation "nicht ausreichend", schließlich steht der SV Meppen auf einem Abstiegsplatz, auf dem der Klub "grundsätzlich nicht stehen" wolle. Mit Blick auf die Art und Weise stellt Smith der Mannschaft dagegen ein "ausreichend" aus. Gleichzeitig macht der Sportchef deutlich, dass die Ergebniskrise nicht länger hingenommen werden dürfe. Aus den vergangenen vier Spielen hat der Aufsteiger keinen einzigen Punkt geholt. "Das müssen wir schleunigst abstellen."
Die Mannschaft müsse nun schnell lernen und sich an das Niveau der Liga anpassen. "Die Schonfrist ist vorbei", betont Smith. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, welche Anforderungen die 3. Liga stelle und welche Fehler sofort bestraft würden. Insbesondere Unkonzentriertheiten dürften sich die Meppener künftig nicht mehr erlauben. Wenn an diesen Stellschrauben gearbeitet werde, sei er überzeugt, dass auch die nötigen Punkte folgen würden.
In engem Austausch steht Smith dabei mit Trainer Lucas Beniermann. Beide hätten die ersten sieben Spiele intensiv aufgearbeitet und diskutiert, welche Konsequenzen daraus gezogen werden müssten. Nun gehe es darum, die nächste Saisonphase erfolgreich anzugehen. Man sei davon überzeugt, "dass wir an dieser Stelle die Zügel anziehen und schnell das Tempo aufnehmen müssen, das die Liga vorgibt". Ein zentraler Punkt ist dabei die Konzentration über die gesamte Spielzeit. Smith sieht hier einen Lernprozess, den viele Spieler nach dem Aufstieg durchlaufen müssten. In niedrigeren Spielklassen habe man sich mitunter kurze Ruhephasen erlauben können, in der 3. Liga werde dies jedoch sofort bestraft.
Besonders deutlich wird das bei den Standardsituationen. Bereits sechs Gegentore nach ruhenden Bällen kassierte der SVM in den ersten sieben Partien. Für Smith ist das ein klares Zeichen mangelnder Konzentration. Die Abläufe seien vom Trainerteam detailliert vorbereitet worden, die Spieler wüssten genau, welche Aufgaben sie hätten. Entscheidend sei letztlich, ob jeder seine Aufgabe in diesen Momenten konsequent erfülle. "Da waren wir in den ersten Wochen definitiv nicht auf der Höhe."
Auch die Leistungen der Sommerzugänge bewertet Smith kritisch. Acht neue Spieler wurden verpflichtet, dennoch bilden weiterhin überwiegend die Aufstiegshelden das Gerüst der Mannschaft. Die Neuzugänge hätten bislang "noch nicht den Impact auf unser Spiel und auf die Ergebnisse, den wir uns erhofft und erwünscht haben", räumt der Sportchef ein. Allerdings wolle er die Verantwortung nicht allein bei den Neuen suchen. Vielmehr gehe es um das Zusammenspiel des gesamten Kaders.
Gleichzeitig zeigt sich Smith überzeugt, dass die Verstärkungen noch eine wichtige Rolle spielen werden. Als Beispiel nennt er Kasra Ghawilu, der wegen einer frühen Verletzung die komplette Vorbereitung verpasst habe und deshalb noch Rückstand aufholen müsse. Auch Jannic Ehlers habe sein Potenzial bislang lediglich angedeutet. Smith ist jedoch sicher, dass beide und weitere Neuzugänge dem Team in den kommenden Monaten noch entscheidend helfen werden.
Den 2:1-Erfolg bei Alemannia Aachen, der nach der Auftaktniederlage in Duisburg und dem Sieg gegen Großaspach für große Euphorie gesorgt hatte, sieht Smith rückblickend nicht als Auslöser der aktuellen Probleme. Jeder Sieg sei wichtig und gut für die Mannschaft. Allerdings habe der SV Meppen es anschließend nicht geschafft, das Niveau aus Aachen dauerhaft auf den Platz zu bringen. Damals habe die Mannschaft effektiv abgeschlossen, konzentriert verteidigt und über 90 Minuten die nötige Intensität gezeigt. Genau diese Konstanz sei in der 3. Liga gefragt. Den Vorwurf, die Mannschaft habe sich nach dem Erfolg überschätzt, weist Smith zurück. Das Team sei nicht so blauäugig gewesen zu glauben, nach einem Sieg in Aachen könne es niemand mehr schlagen.
Gleichzeitig verweist er auf mehrere personelle Ausfälle, die den Negativlauf mit beeinflusst hätten. Führungsspieler wie Jonas Fedl oder Erik Zenga hätten ebenso gefehlt wie später Ersin Zehir und Luis Sprekelmeyer. Solche Ausfälle ließen sich kurzfristig kompensieren, über mehrere Wochen hinweg würden sie jedoch schwer ins Gewicht fallen. Der Sieg in Aachen sei deshalb keineswegs das Problem gewesen. Vielmehr sei die Mannschaft in den Wochen danach in entscheidenden Situationen "einfach nicht stabil genug" gewesen. In der Länderspielpause soll daran nun gearbeitet werden.























