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·30. September 2026

Suche nach Kimmich-Ersatz: Wer wird DFB-Kapitän gegen Serbien?

Artikelbild:Suche nach Kimmich-Ersatz: Wer wird DFB-Kapitän gegen Serbien?

Joshua Kimmich bleibt auch unter Jürgen Klopp DFB-Kapitän. Da der Bayern-Star nur im ersten Kader stand, muss ein Stellvertreter bestimmt werden. Doch wer sind die Kandidaten?

Joshua Kimmich übernahm im Sommer 2024 als Nachfolger des zurückgetretenen Ilkay Gündogan die Kapitänsbinde im DFB-Team. Bis auf ein Länderspiel im November 2025, wo Jonathan Tah die Binde trug, führte der Bayern-Star die deutsche Nationalmannschaft als Spielführer aufs Feld. Da Jürgen Klopp für seine ersten vier Spiele als Bundestrainer aber gleich zwei Kader nominierte und Kimmich nur im ersten Aufgebot steht, muss gegen Serbien und in Griechenland ein Ersatzkapitän ran. Die 25 verfügbaren Spieler sind im DFB-Team zwar recht unerfahren, dennoch gibt es mögliche Kandidaten, die auf der Hand liegen.


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Letzte Woche räumte Klopp ein, dass er über diese Frage noch „keine Sekunde“ nachgedacht habe. Der 59-Jährige konnte lediglich versprechen, dass „jemand die Binde tragen“ wird. Frühestens auf der Abschlusspressekonferenz am Mittwochabend (18 Uhr), wird er mitteilen, wer gegen Serbien als Kimmichs Stellvertreter auflaufen wird.

Serge Gnabry: Naheliegende Wahl, aber ohne Eigenwerbung

Der erfahrenste Spieler im zweiten Kader ist Serge Gnabry (61 Länderspiele). Für den Münchner ist die bevorstehende Nations-League-Partie in der Allianz-Arena ein Heimspiel. Seine wenig überzeugenden Joker-Einsätze in der vergangenen Woche sowie seine kürzlich auskurierte Adduktorenverletzung sprechen jedoch gegen den 31-Jährigen. Gnabrys Rolle im Nationalteam und in Klopps Plänen ist noch unklar. Der Bayern-Star wäre wohl lediglich eine Übergangslösung.

Florian Wirtz: Eine große Frage des Vertrauens

Auch Florian Wirtz konnte bei seinem ersten Einsatz unter Klopp gegen Griechenland keine Eigenwerbung betreiben. Der Kreativspieler hat weiterhin Schwierigkeiten, beim FC Liverpool zu seiner Bestform aus Leverkusener Zeiten zu finden. Zwar wäre er eine junge Lösung mit Zukunftspotenzial, eine Ernennung zum Kapitän dürfte ihm in seiner aktuellen Situation aber nicht weiterhelfen.

Schlotterbeck & Anton: Setzt Klopp auf den BVB-Kern?

Nico Schlotterbeck wäre der ideale Kandidat, um Kimmich zu vertreten. Dem 26-Jährigen gehört die Zukunft in der Nationalmannschaft. Bei Borussia Dortmund hat er sich als Lautsprecher und Führungsspieler etabliert. Mit 30 Länderspielen und drei Turnierteilnahmen bringt der Verteidiger einiges an Erfahrung mit. Schlotterbeck könnte Kimmich sowieso eines Tages als DFB-Spielführer beerben – sofern sein Körper mitspielt. Am Mittwoch sorgte der Abwehrspieler beim Abschlusstraining aber für einen Schock, als er mit einer Knöchelverletzung zu Boden ging. Sein Einsatz gegen Serbien ist ungewiss.

Wenn Nico Schlotterbeck dem BVB nicht zur Verfügung stand, übernahm Waldemar Anton löblich die Kapitänsbinde. So könnte es auch im DFB-Team passieren, wo der ehemalige Spielführer des VfB Stuttgart aber noch sehr unerfahren ist. Der 30-Jährige hat erst 15 Länderspiele bestritten, davon nur vier von Beginn an. In der Hierarchie wird er wohl bestenfalls die erste Wahl hinter dem Duo Schlotterbeck-Tah bleiben. Trotz seiner vergleichsweise wenigen Einsätze ist er bereits der fünft erfahrenste Nationalspieler im zweiten Klopp-Kader.

David Raum: Wackelkandidat mit Außenseiterchancen?

David Raum wurde unter dem neuen Trainer Martin Demichelis bei RB Leipzig als Kapitän bestätigt. Es ist jedoch fraglich, ob auch Jürgen Klopp dem Linksverteidiger dieses Amt zutraut. Der 28-Jährige spielt im Nationalteam vorerst um seine Zukunft und hat mit Nathaniel Brown und Maximilian Mittelstädt starke Konkurrenz. Wie sinnvoll ist es, einem Spieler, dessen Stammplatz nicht sicher ist, die Rolle des Vizekapitäns zu geben? Eine berechtigte Frage, die sich Klopp stellen muss.

Zudem dürfte Herausforderer Mittelstädt mindestens einen Einsatz von Beginn an bekommen, um sich zu zeigen. Sollte Raum gegen Serbien beginnen, wäre er zwar zweifellos eine praktikable Kurzzeitlösung, aber wohl keinesfalls eine langfristige Option. Daher hat der Leipziger wohl nur geringe Chancen.

Klopp dürfte wohl auf der heutigen Pressekonferenz um 18 Uhr beantworten, wem er die Binde gegen Serbien anvertraut – auch mit einem Update zu Schlotterbecks Verletzung darf zu rechnen sein.

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