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·14. August 2026

„Tadelloses“ Verhalten trotz Wechselwunsch: Der etwas widersprüchliche Teil im El-Mala-Poker

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„Tadelloses“ Verhalten trotz Wechselwunsch: Der etwas widersprüchliche Teil im El-Mala-Poker

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Matthias Wilhelm

14 August, 2026

Seit Wochen laufen bereits die Verhandlungen zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln bezüglich eines Wechsels von Said El Mala. Nun soll der BVB laut „Sky“ ein neues Angebot abgegeben, das die Geißböcke wohl wieder abgelehnt haben. Trotzdem ist der Druck auf Kölner Seite aus einem Grund nicht sonderlich hoch: Said El Malas „tadelloses“ Verhalten hilft dem 1. FC Köln.

Während seit Wochen davon berichtet wird, dass Said El Mala auf jeden Fall zu Borussia Dortmund wechseln möchte, merkt man das dem Youngster im Training und in den Testspielen noch gar nicht an. So findet auch sein Trainer das Verhalten des umworbenen Profis „tadellos“. Dabei ist das aus einer rein rationalen Sicht auch widersprüchlich.

Said El Mala im Testspiel gegen Sociedad

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In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Fälle von Spielern, die zum Beispiel durch Trainingsstreiks versucht haben, einen Transfer herbeizuführen und Druck auf den eigenen Club aufzubauen. Ein Verhalten, das zum Beispiel auch Imad Rondic vor seinem Wechsel nach Köln nachgesagt wurde. Von solchen Aktionen ist Said El Mala ganz weit entfernt. So kann man ihm bei den Geißböcken keinen Vorwurf machen. Denn trotz der anhaltenden Gerüchte um seine Person, tritt er nach wie vor professionell auf. Man sollte ohnehin nicht erwarten, dass sich der Shootingstar aus Köln wegstreiken will – mit seinem Verhalten spielt El Mala dem FC noch in die Karten.

Lob von Wagner

„Der Junge gibt jeden Tag jedem das Gefühl, dass er mit keiner Silbe auch nur daran denkt, wegzugehen“, lobte etwa Trainer René Wagner sein Verhalten. El Mala erweckt nicht den Anschein, den Verein um jeden Preis verlassen zu wollen. Auch von Lustlosigkeit im Training ist nichts zu sehen. Der Offensivmann ist immer voll dabei und probiert sich weiterhin, jeden Tag zu verbessern. Auch für die Fans nimmt er sich bei jeder Gelegenheit viel Zeit, schreibt Autogramme und posiert für die Kamera. Vereinzelte Kommentare zu seinem Abgang ignoriert der 19-Jährige gekonnt.

Gerade in diesem jungen Alter ist so ein Auftreten nicht selbstverständlich. Wagner kommentierte die Situation so: „Ich kenne die Gründe nicht für Saids Erwachsenwerden im Sommer, aber wenn die ganzen Gerüchte dazu beitragen, dass so ein Said El Mala im Training und am Ende im Spiel bei rauskommt, dann waren die Gerüchte sehr gut für uns, weil er aktuell ein Bild zeigt, das ist tadellos.“ Dabei ist das Verhalten aus einer rein rationalen Sicht durchaus widersprüchlich.

Kein Druck auf Seiten der Kölner

Denn auf der einen Seite möchte El Mala den FC wohl gerne in Richtung Dortmund verlassen, auf der anderen Seite hilft sein aktuelles Verhalten den Kölnern enorm. Am Rhein verspürt man keinen Druck, sein Top-Talent unter allen Umständen abgeben zu müssen. Insbesondere der Zeitpunkt durch die bereits weit fortgeschrittene Transferperiode würde im Falle eines Verkaufs für neue Herausforderungen sorgen. Dementsprechend dürfte der FC sich genau überlegen, ob ein solcher Transfer überhaupt noch Sinn ergibt, auch wenn irgendwann die viel diskutierten 50 Millionen Sockelablöse auf dem Tisch liegen sollten. Gerade das Wissen um das professionelle Auftreten von El Mala sollte den FC-Bossen in der Hinsicht jedoch Ruhe geben.

Auch der Spieler macht den Anschein, als ob er sich auch noch eine weitere Saison in den Kölner Farben vorstellen könnte, auch, wenn er mit einem Wechsel wohl sehr liebäugelt. Sollte seine Entwicklungen weiter so steil bergauf gehen, würden sowohl El Mala als auch der 1. FC Köln davon profitieren. Der Verein behält seinen Starspieler und Publikumsliebling in den eigenen Reihen und der Spieler kann sich ein weiteres Jahr entwickeln, ohne das Risiko, einer neuen Herausforderung möglicherweise noch nicht gewachsen zu sein. Auch die Ablösesumme könnte noch einmal deutlich nach oben getrieben werden. In welchem Trikot El Mala in der kommenden Saison aufläuft, dürfte sich in den nächsten Tagen entscheiden. Jetzt ist aber schon klar, egal wie es ausgeht, dass er sich bisher einwandfrei verhalten hat und viele andere Spieler sich ihn in der Hinsicht zum Vorbild nehmen können.


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