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·23. August 2026

Thioune warnt trotz Pokalsieg: „So gut geht es uns gerade noch nicht“

Artikelbild:Thioune warnt trotz Pokalsieg: „So gut geht es uns gerade noch nicht“

Bild: Alex Grimm/Getty Images

Werder Bremen hat seine Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals erfüllt. Beim Oberligisten Lüneburger SK Hansa setzten sich die Grün-Weißen mit 3:0 durch. Trotz des ungefährdeten Weiterkommens sieht Trainer Daniel Thioune vor dem Bundesliga-Auftakt allerdings noch deutlichen Verbesserungsbedarf.


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„So gut geht es uns gerade noch nicht“, erklärte Thioune nach der Partie im Sportschau-Interview. Das Ergebnis fiel zwar standesgemäß aus, über weite Strecken spiegelte sich der große Klassenunterschied jedoch nicht im Bremer Offensivspiel wider.

Stage bringt Werder früh auf Kurs

Vor 29.330 Zuschauern im ausverkauften Millerntorstadion brachte Jens Stage den Bundesligisten bereits in der elften Minute per Kopf in Führung. Werder kontrollierte die Begegnung anschließend und ließ defensiv kaum etwas zu. In der Offensive fehlten vor der Pause allerdings das Tempo und die nötige Präzision, um die Überlegenheit konsequenter auszuspielen.

Erst nach dem Seitenwechsel sorgte Niclas Füllkrug für die Vorentscheidung. Der Rückkehrer verwandelte in der 53. Minute einen Foulelfmeter und erzielte damit bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz nach der Rückkehr direkt seinen ersten Treffer. Ludovit Reis stellte in der Schlussphase den 3:0-Endstand her.

„Wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt und sind eine Runde weiter. Wir haben uns nahezu schadlos gehalten“, bilanzierte Thioune auf WERDER.de. Der 51-Jährige bemängelte allerdings insbesondere das geringe Spieltempo in der ersten Halbzeit. Dass seine Mannschaft beim Pflichtspielauftakt noch nicht ihr gesamtes Potenzial abgerufen habe, müsse laut Thioune nicht ausschließlich negativ sein.

Thioune fordert Steigerung zum Bundesliga-Start

Auch Kapitän Marco Friedl ordnete den Erfolg zurückhaltend ein. Werder habe das Spiel in der Defensive souverän kontrolliert, mit dem Ball jedoch zu langsam agiert und zu viele Fehler gemacht. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagte der Abwehrspieler ebenfalls auf der Vereinsseite.

Zu den positiven Erkenntnissen gehörten neben dem ungefährdeten Weiterkommen vor allem die Auftritte der Neuzugänge. Füllkrug meldete sich mit einem Tor im Werder-Trikot zurück, während Reis ebenfalls bei seinem Pflichtspieldebüt traf. Defensiv ließ Bremen erst in der Schlussphase vereinzelte Möglichkeiten des Außenseiters zu.

Am kommenden Sonntag beginnt für Werder die neue Bundesliga-Saison mit dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg. Dort dürfte eine Steigerung dringend notwendig sein. Während gegen Lüneburg ein kontrollierter und phasenweise glanzloser Auftritt zum Weiterkommen genügte, werden die Bremer im Breisgau vor deutlich größere Aufgaben gestellt.

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