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·15. September 2026
Wer darf spielen? Die offenen Duelle um die Startelfplätze beim 1. FC Köln

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Matthias Wilhelm
15 September, 2026
Der Kölner Kader hat sich im Sommer auf diversen Positionen stark verändert. Langjährige Stützen, Leistungsträger und Routiniers haben den FC verlassen und mussten ersetzt werden. Die Hierarchie in diesem neu zusammengesetzten Team muss sich erst einmal entwickeln. Auch eine feste Startelf gibt es noch nicht. Diese soll sich in den nächsten Wochen finden und aneinander gewöhnen. Auf manchen Positionen ist das Rennen um den Platz in der ersten Elf besonders eng.
Sebastian Sebulonsen und Luka Lochoshvili diskutieren miteinander
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Ausfälle durch Krankheit oder Verletzung haben an den ersten drei Spieltagen die Rotation beim FC zusätzlich verstärkt. Jetzt ist allerdings schon klar, dass es Spieler gibt, die ihren Platz sicher haben. Einer davon ist Kapitän Marvin Schwäbe. Der 31-Jährige ist der Rückhalt der Mannschaft und zählt zu den absoluten Leistungsträgern und Führungsspielern der Geißböcke. Die Defensivspieler Jahmai Simpson-Pusey, Gideon Mensah und Tom Krauß standen ebenfalls in allen drei Spielen in der Startelf von Wagner. An ihnen führt aktuell wohl kein Weg vorbei. Luka Lochoshvili war in den ersten Partien in der Innenverteidigung neben Simpson-Pusey gesetzt. Nach einigen Unsicherheiten des Georgiers wurde über einen Wechsel spekuliert, bisher hat Wagner allerdings noch keine Anzeichen in diese Richtung gemacht.
Nach ein paar Wochen Eingewöhnungszeit stand gegen Bremen erstmalig Ellyes Skhiri in der Anfangsformation beim FC. Der Tunesier dürfte sich in den nächsten Wochen ebenfalls zu einer Stütze in der Zentrale entwickeln. Auch sicher dürfte zunächst einmal Linton Maina seinen Platz haben. Der schnelle Außenbahnspieler wusste in den ersten Partien zu überzeugen und verdrängte Jan Thielmann, der zunächst noch den Vorzug erhalten hatte. Offensiv führt darüber hinaus kein Weg an Said El Mala und Mikey Moore vorbei, sofern beide einsatzbereit sind. Ein Zusammenspiel der beiden Youngster gab es bisher nicht, sodass auch die Positionsverteilung noch nicht sicher ist. Klar ist allerdings: Wenn sie fit sind, dann werden sie auch spielen – auf welcher Position auch immer.
Mehr zum Thema:>>Das Warten auf Moore und El Mala>>Die Situation von Rav Van den Berg
Damit sind acht Positionen vermeintlich schon besetzt. Trotzdem stellt sich die Mannschaft keineswegs von selbst auf. Spannend zu beobachten könnte in den nächsten Wochen die Entwicklung auf der Position des Rechtsverteidigers sein. Sebastian Sebulonsen ist für diese Position eigentlich als gesetzter Mann in die Saison gegangen. Aufgrund von muskulären Problemen verpasste der Norweger jedoch den Saisonstart. Stattdessen durfte Alessio Castro-Montes in den ersten Spielen starten. Gegen Bremen stand Sebulonsen erstmals wieder im Spieltagskader der Geißböcke, musste sich aber dennoch zunächst hinter seinem belgischen Teamkollegen auf die Bank setzen. Eine Tendenz für die kommenden Spiele gibt es noch nicht. Spätestens in der anstehenden Länderspielpause wird Sebulonsen jedoch die Möglichkeit haben, seinen alten Fitnesszustand wieder vollständig herzustellen. Wer der beiden am 5. Spieltag im Derby gegen Borussia Mönchengladbach den Vorzug erhält, wird sich bis dahin zeigen.
Ein enges Duell gibt es außerdem auf der Mittelstürmer-Position. Ragnar Ache war hier als klarer Stürmer Nummer eins in die Saison gegangen. Kurz vor Ende der Transferperiode präsentierte der FC dann allerdings mit Thijs Dallinga einen weiteren Mann für die Spitze, der am 1. Spieltag nach seiner Einwechslung sofort doppelt traf. Obwohl der Niederländer das Auswärtsspiel in Stuttgart anschließend krank verpasste, reichte der Auftritt gegen Hoffenheim, um nach seiner Rückkehr sofort in der Startelf zu stehen. Gegen Bremen erwischte der 26-Jährige einen gebrauchten Tag, verschoss einen Elfmeter und war auch sonst unauffällig im Sturmzentrum. Gut möglich, dass gegen Hamburg Ache wieder den Vorzug erhält. Das Duell der beiden ist derzeit das wohl engste im Kader. Wagner hat zudem auch eine Doppelspitze der beiden nicht ausgeschlossen. Dafür müsste jedoch ebenfalls eine Veränderung der Formation erfolgen.
Welches Personal auf dem Platz steht, hängt auch immer von der Grundformation ab. Ein Beispiel dafür ist Isak Johannesson. Der Isländer stand in den ersten Spielen in der Startelf, gegen Bremen blieb für den Doppeltorschützen des Pokalspiels trotzdem nur noch die Bank. Sein Problem: Sein Profil passt nicht in Wagners System. Johannesson ist weder ein defensivstarker Sechser noch ein kreativer Zehner und Spielmacher. Seine Qualitäten sind dennoch unbestritten. Sollte es zu einem Wechsel des Systems kommen, könnte der 23-Jährige zu einem der absoluten Schlüsselspieler werden. Aktuell sucht er jedoch nach seiner Rolle.
Der FC hat in den letzten Jahren sowohl in einer Vierer- als auch in einer Fünferkette gespielt. Wagner setzt bisher auf eine Formation mit vier Verteidigern. Trotzdem gibt es einige Spieler, die von einer Umstellung auf eine Fünferkette immens profitieren könnten. Als Erstes sind hier Joel Schmied und Rav van den Berg zu nennen. Die beiden Innenverteidiger haben aktuell wenig Aussicht auf Spielzeit. Bei einer Formation mit drei Verteidigern im Zentrum könnte einer von beiden in die Startelf rutschen. Der Vorteil wäre derzeit wohl bei Schmied, nachdem van den Berg gegen Bremen nicht einmal den Sprung in den Kader schaffte.
Abschließend bleibt die Personalie Borna Sosa. Während der Kroate für viele Fans, die sich noch an seine Zeit in Stuttgart erinnern, ein Startelfkandidat sein sollte, sieht Wagner das wohl anders. In seinen ersten zwei Spielen saß er zwar auf der Bank, auf sein Debüt im FC-Trikot wartet der 28-Jährige allerdings noch. Seine Stärken liegen eindeutig in der Offensive. Insbesondere seine Flanken waren in der Bundesliga berüchtigt und gefürchtet. Auch ihm würde eine Fünferkette in die Karten spielen, um seine Qualitäten optimal einbringen zu können. Wie lange Wagner an seiner Personalauswahl und bisherigen Formation festhält, dürfte nicht zuletzt von den Ergebnissen in den kommenden Wochen abhängen.







































