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·22. September 2026
Xhaka-Fall: Ärztin widerspricht seinem Geständnis

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Im Fall um das mutmaßlich gefälschte Covid-Zertifikat von Granit Xhaka gibt es eine überraschende Wendung. Die Luzerner Ärztin Andrea L., die dem Schweizer Nationalmannschaftskapitän das umstrittene Zertifikat ausgestellt haben soll, widerspricht dessen Geständnis vehement: Sie habe Xhaka tatsächlich und korrekt geimpft.

BRENTFORD, ENGLAND – 05. September 2026: Granit Xhaka von Sunderland kommt vor dem Premier-League-Spiel gegen Brentford am Gtech Community Stadium an. (Foto: Dan Mullan/Getty Images)
Wie der Blick berichtet, traf die Redaktion die 54-jährige Medizinerin am Dienstag in ihrer Praxis in Luzern. Trotz Xhakas öffentlichem Eingeständnis, ein gefälschtes Zertifikat erworben zu haben, erklärt Andrea L. entschieden: «Ich habe Xhaka korrekt geimpft!» Das ausgestellte Zertifikat entspreche der vollen Wahrheit.
Die Ärztin wirkt laut Bericht gestresst und müde, führt ihre Praxis jedoch uneingeschränkt weiter. Gerüchte über eine Schliessung weist sie zurück: «Ich bin weiterhin für die Patienten da, die Praxis ist selbstverständlich geöffnet.» Seit 15 Jahren arbeite sie ohne Ferienunterbrechung in dieser Praxis.
Erst am Montag hatte Xhaka selbst die Bombe platzen lassen und zugegeben, die Impfbestätigung erworben zu haben. Zuvor hatte sein Umfeld die Vorwürfe noch bestritten. Sein Sprecher Andreas Bantel hatte zunächst bestätigt, Xhaka sei am 25. Januar 2022 und am 11. November 2022 geimpft worden – später korrigierte er den zweiten Termin auf den 8. November.
In seiner Erklärung führte Xhaka aus: «Ich empfand tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff und war von Ängsten und Verunsicherung geprägt. In dieser aufgewühlten Gefühlslage habe ich eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären. Heute sehe ich klar, dass dieser Weg nicht richtig war. Es war ein Fehler. Das tut mir leid.»
Andrea L. schildert den Ablauf gegenüber dem Blick anders. Demnach habe sich Xhaka Anfang 2022 an ihre Praxis gewandt, um ein Covid-Zertifikat zu erhalten. Der Spieler habe angegeben, bereits Anfang 2021 an Covid erkrankt gewesen zu sein. «Weil er ja bereits Antikörper besass, war die erste Impfung als Booster vorgesehen», erklärt die Ärztin. Es sei nur diese eine Impfung nötig gewesen, die auch tatsächlich stattgefunden habe. Auf dieser Basis habe sie das Zertifikat ausgestellt.
Laut Blick-Informationen durchsuchte die Polizei bereits 2023 die Praxis der Ärztin und sicherte dabei verschiedene Covid-Dossiers – darunter eines mit dem Namen Granit Xhaka. Auslöser war ursprünglich eine Strafanzeige einer Krankenkasse wegen des Verdachts, die Ärztin habe zu viele Medikamente an Patienten verkauft. Im Zuge dieser Ermittlungen stiessen die Beamten auf die Impfunterlagen.
Die Ärztin betont im Gespräch ihre Kompetenz im Umgang mit Covid: Ihre Heilungs- und Überlebensquote bei Covid-Patienten liege bei 100 Prozent. Während der Pandemie sei ihre Praxis regelmässig von Kantonsarzt und Kantonsapotheker überprüft und für gut befunden worden. Sie distanziere sich zudem von der impfkritischen Szene: «Ich war in Luzern eine der ersten Personen, die geimpft wurden. Ich habe Covid mit viel Respekt behandelt. Ich war keine Impf-Skeptikerin.»
Gegen Xhaka wird strafrechtlich wegen möglicher Urkundenfälschung ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die widersprüchlichen Aussagen von Spieler und Ärztin dürften die Untersuchungen weiter verzögern. Während Xhaka den Kauf eines gefälschten Zertifikats einräumt, insistiert die ausstellende Ärztin auf der Richtigkeit ihrer Dokumentation – ein ungewöhnlicher Fall, der auch über den Schweizer Fussball hinaus für Aufsehen sorgt.







































