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·21. September 2026

Zu lahm für die Großen – Ist Stuttgart zu lauffaul, um zu gewinnen?

Artikelbild:Zu lahm für die Großen – Ist Stuttgart zu lauffaul, um zu gewinnen?

Ein Sieg aus vier Spielen gegen ein anspruchsvolles Auftaktprogramm ist für den VfB Stuttgart kein Drama – auffällig aber ist die jüngste Bilanz gegen die Großen der Liga, und konkrete Laufdaten liefern dazu einen möglichen Erklärungsansatz.

Aus den ersten vier Saisonspielen steht der VfB mit 1:5 beim FC Bayern, 4:1 gegen den 1. FC Köln, 1:2 in Hoffenheim und 0:1 gegen Borussia Dortmund da. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ordnet den Fehlstart ein, ohne ihn zu dramatisieren, und betont zugleich, wie die Mannschaft die Spiele gestaltet hat.


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Anspruch und Bilanz gegen die Spitze

Unter Sebastian Hoeneß hat sich der VfB durch starke Platzierungen und wiederkehrende Teilnahmen an Champions League und Europa League höhere Ansprüche erarbeitet. Stuttgart misst sich längst nicht mehr mit Werder Bremen oder dem FC Augsburg, sondern sieht sich als Herausforderer von Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen.

Über die vergangenen drei Spielzeiten ist die Bilanz gegen dieses Quartett ausgeglichen: jeweils elf Siege, elf Niederlagen und zehn Remis. In der jüngeren Vergangenheit aber mehrten sich die Pleiten – aus den letzten fünf Duellen mit der Spitze sprang nur ein Dreier heraus, das 3:1 gegen Leverkusen am 33. Spieltag der Vorsaison. Dortmund an der Tabellenspitze und ein furios aufspielendes Bayern zeigen aktuell, gegen welches Niveau der VfB zu bestehen versucht.

Die Laufwerte der jüngsten Topspiele

Ein Blick auf die Laufdaten der vier Auftaktspiele liefert ein auffälliges Muster. Beim 1:5 in München lief Stuttgart 3,2 Kilometer weniger als der FC Bayern, in Hoffenheim waren es 1,3 Kilometer weniger, und gegen Dortmund fehlten 1,9 Kilometer im Vergleich zum Gegner.

Beim bislang einzigen Ligasieg gegen Köln dagegen drehte sich das Bild: Der VfB spulte gut 2,8 Kilometer mehr ab als der Club aus dem Rheinland. Diese Differenzen sind jedoch eher ein möglicher Hinweis, nicht ein abschließender Beweis für eine einzige Ursache – aber der Kontrast zwischen dem einzigen Sieg und den drei Niederlagen gegen die Spitze ist schwer zu übersehen. Details zum jüngsten Duell mit dem BVB liefert der Spielbericht zum 0:1 in Stuttgart.

Gegen Dortmund fehlte nicht zwingend die Qualität

Der BVB gewann in Stuttgart 1:0 und wurde im Anschluss als effizient, erwachsen und defensiv enorm stabil beschrieben. Sebastian Hoeneß bewertete die Defensivleistung seiner Mannschaft trotz der Niederlage grundsätzlich positiv und sah Stuttgart nicht zwingend als die schlechtere Mannschaft.

Seine zentrale Erkenntnis lief sinngemäß darauf hinaus, dass eine ordentliche oder nur akzeptable Leistung in einem Topspiel schlicht nicht reicht. Rein qualitativ müsse sich der VfB auch vor dem bis dahin makellosen Dortmund nicht wirklich verstecken – zumindest in der Theorie.

Der entscheidende Meter ist ein Ansatz, kein Beweis

Ein Sieg aus dem Auftaktprogramm bleibt kein Drama, das stellt auch Wohlgemuth klar, wenn er betont, dass man die Ergebnisse ernst nimmt, ohne sie zu dramatisieren. Die Niederlage gegen Dortmund tat laut Hoeneß weh, ändert aber nichts an dieser Grundlinie.

Die konkreten Laufdifferenzen aus München, Hoffenheim und dem Heimspiel gegen den BVB liefern einen greifbaren Ansatzpunkt: Eine Rückbesinnung auf die Basics könnte helfen, im Konzert der Großen wieder eine andere Rolle zu spielen als zuletzt. Zu behaupten, Stuttgart fehle grundsätzlich die Physis gegen sämtliche Topteams, würde die Datenlage jedoch überstrapazieren. Der VfB lief gegen Köln – selbst kein Top-Team – mehr als der Gegner und gewann. Die XXL-Länderspielpause dürfte für Hoeneß genau der richtige Moment sein, um genau diese Stellschraube zu justieren.

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