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·17. September 2026
1. FC Köln trifft auf den Krisen-Club HSV – Aber leichter wird es dadurch nicht

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Hendrik Broschart
17 September, 2026
Nach dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte reist der HSV mit maximalem Druck, aber auch mit viel Energie aus dem eigenen Umfeld ins Heimspiel gegen Köln. Für den FC ist das eine heikle Mischung.
HSV-Kapitän Nicolai Remberg nach der Niederlage gegen RB Leipzig am vergangenen Spieltag. ((Photo by Stuart Franklin/Getty Images)
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Auf dem Papier könnte die Aufgabe für den 1. FC Köln kaum angenehmer wirken. Der Hamburger SV steht nach drei Spieltagen ohne Punkt und ohne eigenen Treffer am Tabellenende. Zwölf Gegentore kassierten die Rothosen bereits, zuletzt setzte es sowohl gegen den 1. FSV Mainz 05 als auch bei RB Leipzig eine 0:5-Niederlage. Der Saisonstart ist damit der schlechteste der langen Vereinsgeschichte. Trotzdem wäre es ein Fehler, den HSV vor dem direkten Duell am Samstag als leichten Gegner abzuschreiben. Denn für die Hamburger geht es im Volksparkstadion nicht nur um die ersten Punkte, sondern auch um eine Reaktion auf drei ernüchternde Auftritte. Genau diese Konstellation macht das Spiel für den FC gefährlich: Köln reist mit vier Punkten aus drei Partien an, der HSV dagegen mit maximalem Druck.
Im Duell am Samstag könnte eine alte Problematik der Domstädter wieder eine Rolle spielen. In der vergangenen Saison hatte der FC nämlich immer wieder Schwierigkeiten gegen vermeintlich schwächere Mannschaften. Der HSV könnte deshalb trotz seiner miserablen Bilanz zu einer unangenehmen Prüfung werden. Köln wird voraussichtlich mehr Ballbesitzphasen haben und muss Lösungen finden, wenn Hamburg tief steht, Passwege zustellt und auf Umschaltmomente lauert. Nicht zuletzt das Unentschieden gegen Bremen am vergangenen Samstag hat gezeigt, dass dies den Geißböcken zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison, wenn überhaupt, nur phasenweise gelingt.
Genauso könnten softe Faktoren den Hanseaten in die Karten spielen. Zusätzliche Energie könnte der HSV beispielsweise aus dem eigenen Umfeld ziehen. Am Dienstag absolvierte die Mannschaft erstmals in der Geschichte des Volksparkstadions eine öffentliche Trainingseinheit in der Arena. Anlass war die Rückkehr von Mario Vuskovic ins Mannschaftstraining nach fast vier Jahren Dopingsperre. Mehrere Tausend Fans empfingen den Innenverteidiger auf der Nordtribüne mit großem Jubel. Vuskovic selbst ist für das Spiel gegen Köln noch keine Option. Spielberechtigt ist der 24-Jährige erst ab dem 15. November. Seine Rückkehr hat dem Klub dennoch einen emotionalen Moment beschert und die Aufmerksamkeit vor dem Heimspiel gebündelt. Die Effekte des Schulterschlusses zwischen Anhängern und Mannschaft in Zeiten der schwerste Hamburger Krise seit der Bundesligarückkehr sind sicherlich schwer zu beziffern, aber sicherlich nicht zu unterschätzen.
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Fest steht: Sportlich muss Polzin nun allerdings schnell Antworten liefern. Nach den 0:5-Niederlagen gegen Mainz und Leipzig kündigten Trainer und Sportdirektor Claus Costa eine intensive Trainingswoche an. Die Ausgangslage spricht klar für den FC. Hamburg ist Tabellenletzter, torlos und defensiv anfällig. Doch genau deshalb wäre es fahrlässig, die Partie als Pflichtaufgabe zu betrachten. Der HSV hat nicht nur den Heimvorteil, sondern auch einen enormen Anreiz, seine Saison endlich zu starten. Für den 1. FC Köln wird das Spiel daher ein dickes Brett. Nicht, weil der HSV bislang überzeugte, sondern weil eine angeschlagene Mannschaft vor heimischem Publikum und unter maximalem Druck besonders schwer berechenbar ist. Der FC muss in Hamburg nun beweisen, dass er auch gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner die Kontrolle behält.







































