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·16. September 2026
Debüt in Hamburg? Borna Sosa wartet beim 1. FC Köln noch auf seinen ersten Einsatz

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Matthias Wilhelm
16 September, 2026
Seine Anfangszeit in Köln hatte sich Borna Sosa sicherlich anders vorgestellt. In seinen ersten beiden Spielen blieb dem Außenverteidiger jeweils über die gesamten 90 Minuten nur die Ersatzbank. Gideon Mensah scheint gesetzt, wodurch für Sosa aktuell kein Vorbeikommen ist. Gegen den HSV könnte der 28-Jährige jedoch zum entscheidenden Mann werden.
Borna Sosa im Training des 1. FC Köln
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An die Qualitäten von Borna Sosa dürften viele Bundesliga-Fans noch gute Erinnerungen haben. Während seiner Zeit in Stuttgart waren insbesondere die Flanken des Kroaten ligaweit berüchtigt und gefürchtet. In 115 Einsätzen für den VfB bereitete er damit insgesamt 35 Treffer vor. Nun ist Sosa zurück in Deutschland, fürchten musste sich bislang jedoch noch niemand vor dem 27-fachen Nationalspieler. Gegen Stuttgart und Bremen wartete er vergeblich auf seine Einwechslung. Sein Profil ist dennoch ein ganz anderes als das seines Konkurrenten Mensah. Sosa gilt als offensiver Außenverteidiger. Er rückt hoch auf und bringt eine enorme Flankenqualität mit. Auch spielerisch ist er versiert und kann in den Aufbau integriert werden.
Seine Schwächen liegen hingegen im defensiven Bereich. Die Zweikampfführung ist nicht seine Stärke und auch an der disziplinierten Arbeit gegen den Ball mangelt es teilweise. Sosa gilt als Spieler, der deutlich lieber mit als gegen den Ball spielt. Speziell in einer Viererkette kann er dadurch sein volles Potenzial häufig nicht abrufen, da ihm die nötige Absicherung von hinten fehlt. Ein Ballverlust oder ein verlorener Zweikampf kann in dieser Rolle wesentlich schneller zu einer Torchance des Gegners führen.
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Beim anstehenden Aufeinandertreffen zwischen dem Hamburger SV und dem FC, könnte für Sosa ein Tür aufgehen. Die Rothosen blicken auf einen schwachen Saisonstart zurück und stehen nach drei Spieltagen mit null Punkten und einer Tordifferenz von 0:12 auf dem letzten Tabellenplatz. Gegen den schwachen Hamburger Angriff könnte der FC deutlich höher stehen und in einer offensiveren Formation auflaufen. Dadurch wäre auch ein erster Einsatz von Sosa gut vorstellbar. Die Kölner haben seit jeher Probleme mit dem Herausspielen und anschließendem Verwerten von Torchancen. Der Neuzugang könnte im Aufbauspiel helfen und mit seinen Flanken den Ball jederzeit gefährlich in Tornähe befördern. Gerade wenn die Geißböcke keine anderen Lösungen finden, dürfte auf dieses Mittel zurückgegriffen werden.
Für viele Fans war zunächst unklar, welche Rolle für Sosa beim FC vorgesehen ist. Die ersten beiden Spiele haben jedoch eindeutig aufgezeigt, dass der amtierende Conference-League-Sieger zunächst wohl keine Aussichten auf einen Startplatz hat. Mensah wurde früh im Sommer verpflichtet, machte seine Sache in den ersten Spielen gut und wirkte zuletzt wie der klar gesetzte Mann hinten links. Der Ghanaer bringt ein anderes Profil mit und ist besonders in der Abwehr wesentlich sicherer. In die Angriffe schaltete er sich bisher jedoch eher selten ein. Gegen den HSV steht nun erstmals ein Spiel für die Geißböcke an, in dem ein offensiverer Ansatz denkbar wäre. Das Spiel am Samstag dürfte Aufschluss darüber geben, wie die Rolle von Sosa aktuell aussieht. Womöglich sieht René Wagner auf der Position nicht den Konkurrenzkampf um die Startelf, mit dem viele Beobachter nach dem Transfer zunächst rechneten und der Kroate muss sich zunächst hinten anstellen.







































