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·2. September 2026
Ein Thema, zwei Meinungen: Kessler hat stark gekocht vs. Gekocht? Die Bewertung gibt es zum Schluss – Was meint ihr?

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·2. September 2026


Redaktion
2 September, 2026
Mit Linksverteidiger Borna Sosa wurde am Deadline Day auch die letzte Kaderbaustelle geschlossen. Der FC hat ein neues Gesicht bekommen, sich neu aufgestellt und scheint in allen Teilen verbessert worden zu sein – oder? Die Situation in der vergangenen Spielzeit war ähnlich. Nach vielversprechenden Transfers im Sommer und einem sehr guten Saisonstart wurde der FC schon nach Europa geredet. Die Realität war am Ende aber doch eine andere. Nach einer langen Saison konnte der Kölner Klassenerhalt erst am vorletzten Spieltag endgültig gesichert werden. Dieses Schicksal soll sich nicht noch einmal wiederholen.
Thomas Kessler blickt einmal zufrieden und einmal skeptisch
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Mit einem erneuten Paukenschlag und mächtig Zeitdruck ist für den FC der Deadline Day zu Ende gegangen. Der zwingende Druck, etwas unternehmen zu müssen, war jedoch eigentlich bereits vor dem Transferschluss vom Kessel. Thomas Kessler hat den Geißböcken auch in diesem Sommer wieder ein neues Gesicht verpasst. In der vergangenen Spielzeit war es etwas mehr als ein Dutzend neuer Spieler, nun sind es minimal weniger. Wenn man so will, wurde der Kader im vergangenen Jahr bis auf erstaunlich wenige Spieler komplett umgekrempelt. Natürlich sind nicht alle Deals aufgegangen – welchem Verantwortlichen sollte so etwas schon gänzlich gelingen.
Das wird auch in dieser Spielerzeit nicht anders sein. Es kann nicht anders sein. Wie gut die Neuverpflichtungen am Ende einschlagen, wird sich im Saisonverlauf zeigen und geht manchmal auch auf äußeren Umstände zurück. Wer weiß schon, wie Rav van den Berg performt hätte, wenn er sich nicht direkt verletzt hätte. Wer weiß, wie es mit Jakub Kaminski verlaufen wäre, wenn der Pole nicht direkt in den ersten drei Ligaspielen zwei Mal getroffen hätte.
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Hätte, wenn und aber – so oder so, die vorab gesteckten Ziele scheinen von Außen zumindest erfüllt. Kessler wollte einen torgefährlichen Backup oder Konkurrenten für Ragnar Ache. Thijs Dallinga trifft – Haken dran. Der Geschäftsführer suchte einen routinierten Sechser. Der ist da, wenn es am Ende auch nicht der von vielen Fans gewünschte Edson Álvarez geworden ist. Es sollte mehr Erfahrung in die Defensive fließen, es sind zwei routinierte Nationalspieler geworden. Von denen einer zudem möglicherweise eine große Hilfe bei einem Kernproblem der Vorsaison ist. „Locho“ köpft sich durch die Box, verteidigt einigermaßen erfolgreich bei gegnerischen Standards, sorgt auf der anderen Seite für Gefahr.
Zudem wurde mit Mikey Moore ein – zumindest offensiv – adäquater Ersatz für Jakub Kaminski gefunden und die Leihe von Borna Sosa tütete Kessler kurz vor Toresschluss ebenfalls noch ein. Auf vielen Positionen haben die Kölner eine qualitative Verbesserung vollzogen – zumindest so der bisherige Eindruck.
Nicht zu vergessen wesentliche weitere Punkte. Kessler hat zum zweiten Mal den Vertrag von Said El Mala verlängert, als den Kölnern ein horrendes Angebot für den Offensivspieler vorgelegen hat. El Mala bleibt beim FC, um ihn wird die Mannschaft gebaut und mit ihm ordentlich Geld gescheffelt. Denn die Nummer 10 wird die kostspielige Vertragsverlängerung in Teilen refinanzieren. Kessler hat gegenüber internationalen Spitzenclubs Härte und Größe bewiesen. Das scheint zu imponieren. Denn dem Sportchef ist es überdies auch gelungen, internationale Toptalente eben wie Mikey Moore von Tottenham oder Reigan Heskey von Manchester City nach Köln zu lotsen.
Gerade Spieler wie Heskey sind wirtschaftliche Zukunftsversprechen. Ein Weg, den der FC auch weiterhin kontinuierlich gehen will, eine neue, eine bessere Auslegung der Marke Entwicklungsclub. Natürlich liegt die Wahrheit erst am Ende der Saison. Doch die Vorfreude der Kölner Fans ist nach diesem Transfersommer nicht nur verständlich, sie wirkt selbstverständlich. Dieser Transfersommer könnte Thomas Kesslers Masterpiece sein. Man will es dem Kölner gönnen.

René Wagner und Thomas Kessler tauschen sich während einer Einheit aus
Auf den ersten Blick läuft beim 1. FC Köln zurzeit alles perfekt. Der Saisonstart ist gelungen und alle Kaderplätze sind besetzt. Die Abgänge konnten mindestens gleichwertig ersetzt werden, wenn nicht sogar teilweise durch Spieler mit höherer Qualität. Zudem haben mit Reigan Heskey, Mikey Moore und Co. einige vielversprechende Talente den Weg an den Rhein gefunden, die beim FC den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gehen sollen. Dass die Euphorie in Köln jedoch oft nur von kurzer Dauer ist, war schon häufig zu sehen und diese geht beim FC auch immer mit einem gewissen Risiko einher.
Zum zweiten Mal in Folge startet der 1. FC Köln mit einem Sieg in die neue Bundesligasaison. In einem emotionalen Umfeld wie in Köln lassen sich die Fans davon schnell begeistern, besonders, wenn die Neuverpflichtungen sofort einschlagen. Im vergangenen Sommer waren Spieler wie Marius Bülter, Jakub Kaminski und Isak Johannesson mit entscheidenden Toren am erfolgreichen Start beteiligt. Dieses Jahr glänzten Gideon Mensah, Luka Lochoshvili und Thijs Dallinga bei ihrem Bundesligadebüt. Zwar sind frühe Punktgewinne sehr hilfreich, in der Saison 2025/26 haben sie rückblickend aber nicht nur Gutes bewirkt.
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Durch die starken Auftritte in den ersten Wochen ist bei vielen eine Erwartungshaltung für den weiteren Saisonverlauf entstanden, die absolut unrealistisch war. Der FC präsentierte sich zunächst stärker, als die Mannschaft tatsächlich war und musste sich lange daran messen lassen. Während sich die Geißböcke in den folgenden Monaten immer stärker der Tabellenregion annäherten, in die sie tatsächlich gehörten, trauerten die Fans den Erfolgen der ersten Wochen hinterher. Umfeld und Fans waren unzufrieden mit Leistungen, die verhältnismäßig ordentlich waren. Auch Formschwankungen der Mannschaft oder einzelner Spieler, die für einen Aufsteiger normal sind, wurden häufig überbewertet. Aufsteiger ist der FC jetzt nicht mehr, dennoch sollte das Abrutschen in eine solche Situation vermieden werden.
Auf dem Papier ist der 1. FC Köln für die anstehende Spielzeit auf jeder Position gut aufgestellt: Dallinga bietet eine zusätzliche Option für das Sturmzentrum, Ellyes Skhiri kann der Mannschaft aus dem Mittelfeld Struktur geben und Lochoshvili soll die Standardschwäche vergessen machen. Dazu kommen junge Talente, die mittelfristig zu Startelfoptionen werden sollen und später hohe Transfererlöse erzielen können. Das ist zumindest die Wunschvorstellung eines jeden Fans. Die Vergangenheit zeigt, dass es nicht immer so funktioniert.
Die teuerste Kölner Neuverpflichtung im Sommer 2025 war Rav van den Berg. Rund acht Millionen Euro flossen für den Niederländer aus der Domstadt nach Middlesbrough. Der 1,91 Meter große Innenverteidiger kam mit hohen Erwartungen und sollte beim FC zum neuen Abwehrchef avancieren. Die Rechtfertigung der Ablöse und des Vertrauens blieb er jedoch über weite Teile der Saison schuldig. Der mittlerweile 22-Jährige hatte immer wieder mit kleineren Verletzungen und Formschwankungen zu kämpfen. Die erhoffte Kopfballpräsenz ließ er trotz seiner Größe ebenfalls vermissen. Mittlerweile gilt van den Berg nur noch als Innenverteidiger Nummer vier im Kölner Kader und wurde zwischenzeitlich in diesem Sommer sogar mit einem Abgang in Verbindung gebracht. Sein Beispiel zeigt, dass nicht jeder Plan auch aufgeht.
Ähnlich war es bei Alessio Castro-Montes. Der Belgier wurde erst kurz vor Ende der Transferphase verpflichtet und brauchte daraufhin einige Zeit, um in die Mannschaft zu finden. Nach einem sehr wackligen Start, dauerte es bis zur Rückrunde, bis der Außenverteidiger seine Leistung abrufen konnte. In diesem Sommer wurden ebenfalls späte Transfers getätigt. Dallinga, Sosa und Moore sind erst auf den letzten Metern, wenn nicht Zentimetern zum Team gestoßen. Ob sie sofort konstante Leistungen abrufen können oder zunächst Eingewöhnungszeit brauchen, ist unklar.
Der 1. FC Köln hat einen interessanten Kader für die Saison 2026/27, muss aber aufpassen, dass ihm die überzogene Erwartungshaltung nicht auf die Füße fällt. Ein guter Start sorgt noch lange nicht für eine erfolgreiche Saison und das sollte gerade in Köln bekannt sein. Das große Ziel muss der Klassenerhalt sein und alles darüber hinaus ist ein Bonus. Trotz spannender Neuverpflichtungen ist der FC nicht über Nacht zum Spitzenteam geworden.
Der FC hat insgesamt neun neue Spieler verpflichtet. Dazu kommen die festen Wechsel von Tom Krauss und Jahmai Simpson-Pusey, die in der letzten Saison nur ausgeliehen waren.
Der FC hat die Saison 25/26 auf Platz 14 beendet. Insgesamt holte die Mannschaft 32 Punkte und konnte damit die Klasse halten. Im Pokal war in der zweiten Runde gegen den FC Bayern Schluss.
Das Team von René Wagner muss am zweiten Spieltag auswärts in Stuttgart ran. Darauf folgen ein Heimspiel gegen Bremen und ein Gastspiel beim HSV. Danach steht die erste Länderspielpause der Saison an, bevor Borussia Mönchengladbach zum Derby nach Müngersdorf kommt.







































