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·1. Oktober 2026
Elf Wechsel, ein Freiburger aus dem Nichts und Woltemade im Sturm: Klopps radikale Antwort auf Augsburg

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München. Es gab Spekulationen, es gab Prognosen, und dann gab es die Aufstellung. Jürgen Klopp hat seine Mannschaft für das Nations-League-Spiel gegen Serbien gegenüber dem 0:1 gegen Griechenland auf allen elf Positionen verändert. Kein einziger Spieler aus der Startelf von Augsburg beginnt in München. Und unter den Neuen ist einer, den fast niemand auf dem Zettel hatte.
Die deutsche Aufstellung: Urbig – Treu, Thiaw, Anton, Mittelstädt – Pavlović – Bischof, Wirtz – Gnabry, Woltemade, Scherhant.
Derry Scherhant vom SC Freiburg gibt sein Länderspieldebüt – und zwar von Beginn an, auf dem linken Flügel. Das ZDF hatte ihn schon bei der Kaderbekanntgabe als eine der größten Überraschungen bezeichnet. Dass er nun vor Said El Mala, den viele Beobachter auf dieser Position erwartet hatten, in die Startelf rückt, ist die eigentliche Pointe des Abends.
Mit Scherhant und Torhüter Jonas Urbig, der wie erwartet im eigenen Stadion debütiert, stehen zwei Neulinge in der Anfangsformation. Sie werden die Nationalspieler Nummer 997 und 998 in der Geschichte des DFB. Die Nummer 1000 ist damit nicht mehr aus der Startelf zu erreichen – sie könnte aber im Laufe des Abends eingewechselt werden. Auf der Bank warten unter anderem El Mala, Finn Jeltsch, Vitaly Janelt und Mika Baur.
Im Sturmzentrum beginnt Nick Woltemade. Das ist mehr als eine Personalie. Als Klopp ihn in den Kader berief und Deniz Undav strich, wurde die Entscheidung heftig kritisiert: Undav habe die bessere Quote, Woltemade sei bei Juventus nicht in Form. Wenige Stunden nach dieser Kritik erzielte Woltemade gegen NEC Nijmegen sein erstes Tor für Juve. Nun bekommt er in München die Gelegenheit, die Debatte auf dem Platz zu beenden – vor Jonathan Burkardt, der in Augsburg als Joker kam.
Bemerkenswert ist auch die Rückkehr von Philipp Treu. Der Freiburger war beim 1:1 in Amsterdam Debütant, Vorlagengeber zum 1:0 und bester Deutscher in den Einzelkritiken – und saß gegen Griechenland trotzdem draußen. Gegen Serbien spielt er wieder rechts hinten.
In der Innenverteidigung bilden Malick Thiaw und Waldemar Anton das Duo, das Nico Schlotterbeck nach seiner Außenbandverletzung ersetzen muss. Links verteidigt Maximilian Mittelstädt. Davor räumt Aleksandar Pavlović als alleiniger Sechser ab, mit Tom Bischof und Florian Wirtz auf den Halbpositionen. Für Wirtz, der in Augsburg als Joker blass blieb, ist es der erste Startelfeinsatz unter Klopp.
Die Binde trägt wie angekündigt Serge Gnabry. Klopp hatte die Regel vorgegeben: Wer die meisten Länderspiele hat, ist Kapitän – Gnabry kommt auf 61. Er spielt auf dem rechten Flügel. Joshua Kimmich ist mit dem ersten Kader abgereist.
Für Klopp geht es um mehr als drei Punkte. Kein Bundestrainer vor ihm hat seine ersten drei Spiele ohne Sieg beendet. Nach dem 1:1 in Amsterdam und dem 0:1 in Augsburg wäre er der erste. Gegner ist Serbien, Tabellenletzter der Gruppe A2 ohne Punkt. Anstoß in der Allianz Arena ist um 20.45 Uhr, das ZDF überträgt.







































