Hartmann erleichtert nach U21-Auftaktsieg: „Jetzt hoffe ich, dass eine andere Lockerheit reinkommt“ | OneFootball

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·2. August 2026

Hartmann erleichtert nach U21-Auftaktsieg: „Jetzt hoffe ich, dass eine andere Lockerheit reinkommt“

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Hartmann erleichtert nach U21-Auftaktsieg: „Jetzt hoffe ich, dass eine andere Lockerheit reinkommt“

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Daniel Mertens

2 August, 2026

Nur bedingt zufrieden war Manuel Hartmann nach dem 2:1-Auftaktsieg der U21 des 1. FC Köln gegen den SC Wiedenbrück. 1. FC Köln: Gemischte Gefühle nach Saisonauftakt der U21

Der neue Trainer sprach von wichtigen Lernprozessen und erklärte, warum Malek El Mala nach dem Schlusspfiff besonders enttäuscht war.

Malek El Mala war mit seiner Leistung gegen den SC Wiedenbrück nicht zufrieden. (Foto: Bucco)

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Die ersten drei Punkte sind eingefahren nach dem Heimsieg gegen Wiedenbrück. Der Traioner Manuel Hartmann war entsprechend zufrieden aufgrund des Ergebnisses, machte nach dem Schlusspfiff aber ebenso deutlich, woran seine junge Mannschaft noch arbeiten muss. Vor allem die Nervosität zu Beginn, die fehlende Kontrolle in einigen Spielphasen und die noch nicht optimal umgesetzten Abläufe standen im Mittelpunkt seiner Analyse. Für einige seiner Spieler war es das erste Pflichtspiel im Herrenfußball – und das war auf dem Platz durchaus zu erkennen, wie Hartmann hinterher berichtete: „Die Jungs haben heute in ihrem ersten Spiel sehr viel dazulernen können. Wenn man sieht: Am Anfang war eine Nervosität da. Es waren ein paar Zuschauer da, für den einen oder anderen war das erstmal maximal überfordernd“, sagte der 42-Jährige. Die aktive Fanszene des 1. FC Köln sorgte im Franz-Kremer-Stadion für eine Atmosphäre, die dem einen oder anderen Spieler so noch nicht bekannt war.

Hängende Köpfe zur Pause

Dennoch schien sich die Partie zunächst in die gewünschte Richtung zu entwickeln. „Wir machen das 1:0 und dann denkst du dir: Okay, jetzt platzt der Knoten, jetzt werdet locker, Jungs, dann spielt Fußball.“ Doch der Ausgleich brachte die Unsicherheit sofort zurück. Nach Ansicht des Trainers war der Gegentreffer vermeidbar. Malek El Mala habe in der Situation den Weg nach vorne gesucht und dadurch auf seiner Seite Räume geöffnet, die der Gegner konsequent genutzt habe. Genau diese Fehler gehörten jedoch zum Entwicklungsprozess einer U21-Mannschaft. Solches Lehrgeld müsse ein junges Team im Männerfußball zunächst bezahlen. Zur Pause seien die Köpfe seiner Spieler unten gewesen. Hartmann berichtete, dass seine Botschaft deshalb eindeutig ausgefallen sei. Seine Mannschaft müsse positiv bleiben, den Matchplan nicht über Bord werfen und auf die gemeinsame Arbeit der vergangenen Wochen vertrauen.

Sonderlob für Matchwinner Labenz

Der Trainer sah im zweiten Durchgang die erhoffte Reaktion. Insbesondere auch die Einwechselspieler sorgten noch einmal für frischen Schwung, so etwa Marvin Ajani, der die Flanke zum entscheidenden 2:1 schlug. Ein Sonderlob erhielt der Matchwinner Luiz Labenz: „Er hat heute ein sehr, sehr glückliches Köpfchen oder Füßchen gehabt, wie man es auch sagen will.“ Unterm Strich sei der Sieg seiner Mannschaft in Ordnung gegangen, so habe sein Team gleich zwei Elfmeter bekommen können, oder aus Hartmanns Sicht vielleicht sogar müssen. Vor allem die Szene um Safyan Toure sorgte beim Coach für Gesprächsstoff. Der Trainer erklärte, er habe den Kontakt eindeutig gesehen und die Situation auch gegenüber dem Schiedsrichtergespann angesprochen: „Aus meiner Sicht ein klarer Kontakt. Er trifft ihn klar. Ich sitze genau in der Blickrichtung.“ Auch bei einer weiteren Situation um den eingewechselten David Okpodu habe es nach seiner Einschätzung durchaus Argumente für einen Strafstoß gegeben.

Erschwerte Bedingungen durch das Profi-Trainingslager

Viel wichtiger sei für ihn aber die Erkenntnis gewesen, dass seine Mannschaft das Spiel unnötig spannend gemacht habe. Genau diese Punkte würden nun in der Analyse aufgearbeitet. „Am Ende bist du dann froh als Trainer, wenn er abpfeift und du sagen kannst: Hey, die ersten drei Punkte für die U21. Und jetzt hoffe ich, dass dann in den nächsten Wochen eine andere Lockerheit auch reinkommt und dieser Druck ein bisschen abfällt.“ Spielerisch sah Hartmann auch noch Luft nach oben. Die in der Vorbereitung einstudierten Abläufe seien nur phasenweise zu erkennen gewesen. Mit zwei höher positionierten Achtern, vielen Rotationen und mutigen Tiefenläufen habe seine Mannschaft den Gegner eigentlich häufiger vor Probleme stellen sollen. Stattdessen habe oftmals die Dynamik auf den Außenbahnen sowie die Konsequenz in Eins-gegen-eins-Situationen gefehlt.Erschwert worden sei Vorbereitung zusätzlich durch die personelle Situation. Erst im Laufe der Woche habe sich entschieden, welche Spieler nach dem Profi-Trainingslager der U21 wieder zur Verfügung stehen würden. Dadurch hätten kurzfristig andere Spieler aus der Mannschaft weichen müssen.

Hartmann über El Mala: „Spieler war hoch unzufrieden“

Hartmann erklärte, genau solche Situationen gehörten jedoch zum Alltag einer U21. Entscheidend sei der Umgang mit derartigen Enttäuschungen. Seine Mannschaft habe diese Herausforderung gut angenommen. Gerade die Einwechselspieler hätten gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Teamgefüge sei und mit ihren Leistungen den Unterschied gemacht. Der U21-Trainer äußerte sich auch zum glücklosen Malek El Mala. Der Offensivspieler befindet sich nach längerer Pause weiterhin im Aufbau. Der 21-Jährige stand gegen Wiedenbrück erstmals seit Anfang November wieder bei einem Pflichtspiel in der Startelf. Der Trainer berichtete, der Offensivspieler sei hoch unzufrieden gewesen, weil er seine Chancen nicht genutzt habe und mit seiner eigenen Leistung gehadert habe. Gleichzeitig machte Hartmann deutlich, dass der Stürmer vor allem Geduld brauche. Die notwendige Spielpraxis werde Schritt für Schritt zurückkehren.

Die nächste Chance wird El Mala vermutlich bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) beim Auswärtsspiel in Dortmund bekommen.


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