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·8. Juli 2026
Kaminski auf Rang zwei – Das sind die teuersten Abgänge der Vereinsgeschichte

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Simon Bartsch
8 Juli, 2026
Seit Dienstagabend steht es fest. Jakub Kaminski verlässt die Geißböcke und schließt sich Lissabon an. Gleichzeitig avanciert der Spieler zum zweitteuersten Abgang der Vereinsgeschichte.
Anthony Modeste und Jakub Kaminski
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In der Pressemitteilung zum Abgang von Jakub Kaminski gab sich Thomas Kessler durchaus zufrieden mit dem Transfer. „Jakub hat in der vergangenen Saison bei uns auf ganzer Linie überzeugt – sowohl sportlich als auch menschlich. Wir sind stolz darauf, dass wir ihm ein Umfeld bieten konnten, in dem er sein Potenzial wieder konstant abrufen konnte“, wurde der Geschäftsführer zitiert. „Gleichzeitig wecken solch gute Leistungen auf dem Markt natürlich Begehrlichkeiten, weshalb wir immer mit einem Abgang von Jakub rechnen mussten. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz in der vergangenen Saison und wünschen ihm für seine Zukunft sportlich und privat das Beste.“ Vermutlich wird die Gefühlswelt des Ex-Keepers der Geißböcke dann doch deutlich diffuser gewesen sein. Kessler hat mit der Verpflichtung von „Kuba“ ganze Arbeit geleistet. Die Kaufoption von 5,5 Millionen Euro hat sich nach wenigen Wochen vollends gelobt. Der Geschäftsführer wird beim Ziehen der Kaufoption wohl geahnt haben, dass er gleichzeitig das nötige Kleingeld für den Kaderausbau eingestrichen hat.
Köln hatte am Ende keine Handhabe, was die Zukunft des Spielers angeht. Hat nun aber die Handhabe, an der Zukunft des Kaders zu feilen. Wie hoch die Ablösesumme am Ende ausgefallen ist, ist nicht ganz klär. Sie liegt bei 17 Millionen Euro, plus hoher Weiterverkaufsgebühr. Und damit haben die Kölner innerhalb von einer Saison den zweitteuersten Abgang der Vereinsgeschichte aufgebaut. Nur selten hat ein Spieler der Geißböcke eine ähnliche wirtschaftliche Entwicklung erfahren. In der jüngeren Vergangenheit wohl nur Said El Mala. Kaminski hat etwas von „zero to hero“. Als Abgang teurer war bekanntlich nur Anthony Modeste, der in der Saison 18/19 für unglaubliche 29 Millionen Euro ins chinesische Tianhai wechselte. Damals lag der Marktwert des Franzosen bei 16 Millionen Euro. Wenn man so will die größte Diskrepanz zwischen Wert und Preis. Und dann folgt eben Kaminski. Bemerkenswert: Kuba ist in der Top-Vier-Abgänge der einzige Spieler, der nicht als Mittelstürmer geführt wurde. Denn Platz drei teilen sich Lukas Podolski und Jhon Cordoba mit jeweils 15 Millionen Euro.
Podolski taucht in der Top-Ten dann noch einmal auf Rang sieben mit zehn Millionen Euro auf. Vor 20 Jahren ging es an die Säbener Straße. Die 15 Millionen gab es damals von den Gunners. Auf Platz fünf schafft es mit Sebastiaan Bornauw sogar ein Innenverteidiger, der für 14 Millionen Euro an Wolfsburg verkauft wurde. Ebenfalls zum VfL, allerdings für „nur“ 13 Millionen Euro, ging es für Yannik Gerhardt. Auf Platz acht landet ein Abgang der vergangenen Spielzeit. Damion Downs brachten den Kölnern immerhin acht Millionen ein und damit nur minimal mehr, als Thomas Häßler – selbst wenn das Geld oder Teile davon dem Volksmund nach ja verschwunden ist. Auch WM-Teilnehmer Ismail Jacobs gehört in die Liste der besten Zehn. Der Nationalspieler des Senegal wechselte für knapp sieben Millionen Euro zur AS Monaco. Für Kessler ist der Kaminski-Transfer zumindest schon jetzt ein großer Erfolg der jungen Karriere als Geschäftsführer. Sollte Said El Mala den Verein verlassen, wird sich die Tabelle auf allen Plätzen noch einmal verschieben.
* transfermarkt.de







































