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·5. Oktober 2026

Kimmich? Klopps größtes Problem liegt woanders

Artikelbild:Kimmich? Klopps größtes Problem liegt woanders

Nicht im Mittelfeld, sondern im Sturm fehlt dem DFB-Team die Durchschlagskraft. Was Klopp nicht hat, kann er auch nicht herbeicoachen.

Tempobremse? Zu viele Querpässe? Zu wenig Dynamik für den Fußball von Jürgen Klopp? Die aktuelle Debatte um Joshua Kimmich erinnert an die Diskussionen um Toni Kroos. Und sie verstellt den Blick auf eine viel größere Baustelle der deutschen Nationalmannschaft.


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Die liegt auf der Mittelstürmerposition. „Kai Havertz ist der Einzige, der mir wirklich einfällt“, sagt SPIEGEL-Journalist Peter Ahrens im Fever Pit'ch Podcast. Doch hinter dem Arsenal-Star wird Klopps Auswahl dünn. Jonathan Burkardt sieht Ahrens noch nicht auf internationalem Topniveau, bei Nick Woltemade hat er Zweifel, ob dessen Spiel überhaupt zu Klopps Fußball passt. Sein XXL-Casting hat Klopp auf vielen Positionen neue Optionen gebracht. Auf der Neun bleibt vor allem Havertz.

Drei Tore hat Deutschland in den ersten vier Spielen unter Klopp erzielt, keines davon durch einen Mittelstürmer. Gegen Griechenland blieb die DFB-Elf sogar zweimal ohne Treffer. Und das Torproblem beschränkt sich nicht auf die Neun. Serge Gnabry sorgt zwar für Torgefahr, lässt aber zu viele Chancen liegen. Karim Adeyemi und Kevin Schade bringen Tempo, aber bislang keine verlässliche Quote im Nationaltrikot. Deutschland mangelt es nicht an offensivem Talent. Es mangelt an Spielern, die daraus zuverlässig Tore machen.

An Qualität und Alternativen mangelt es Klopp im Mittelfeld nicht. Vor allem Aleksandar Pavlovic hat mit seinen Auftritten gezeigt, dass der Bundestrainer neben Kimmich eine weitere starke Option für das Zentrum besitzt. Das muss den Kapitän aber nicht schwächen. Im Gegenteil: Gerade Pavlovic könnte dabei helfen, Kimmich wieder stärker zu machen. „Kimmich oder Pavlovic muss ja gar nicht die Frage sein, sondern Kimmich und Pavlovic ist eigentlich die Lösung“, sagt Ahrens. Mit einem funktionierenden Nebenmann müsste Kimmich weniger Löcher stopfen und weniger überall gleichzeitig helfen. Er könnte sich stärker auf seine eigenen Qualitäten konzentrieren.

Für Ahrens sind die Abgesänge deshalb verfrüht und Kimmich für Klopp kein unlösbarer Fall. Auf der Neun sind Klopps Möglichkeiten dagegen deutlich begrenzter. Denn ein Bundestrainer kann aus seinem Personal viel herausholen. Was nicht da ist, kann aber auch Jürgen Klopp nicht herbeicoachen.

Den kompletten Fever Pit'ch Talk gibt's zu sehen unter diesem Link.

Foto: Imago

Takeaways

  • Die Debatte um Joshua Kimmich erinnert laut Peter Ahrens an die Diskussionen um Toni Kroos und verstellt den Blick auf die größere Baustelle im Sturm.
  • Für Ahrens ist Kai Havertz der einzige Mittelstürmer, der ihm für die DFB-Neun wirklich einfällt.
  • Deutschland hat in den ersten vier Spielen unter Klopp nur drei Tore erzielt, keines davon durch einen Mittelstürmer.
  • Gegen Griechenland blieb die DFB-Elf zweimal ohne Treffer.
  • Serge Gnabry sorgt für Torgefahr, lässt aber zu viele Chancen liegen, während Karim Adeyemi und Kevin Schade Tempo, aber keine verlässliche Quote bringen.
  • Laut Ahrens ist nicht Kimmich oder Pavlovic die Frage, sondern Kimmich und Pavlovic die Lösung.
  • Im Mittelfeld fehlt es Klopp nicht an Qualität und Alternativen, auf der Neun sind seine Möglichkeiten dagegen deutlich begrenzter.

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Foto: IMAGO/Kirchner-Media

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