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·16. September 2026

Nach Tribünenplatz gegen Bremen: Waldschmidt drängt zurück

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Simon Bartsch

16 September, 2026

„Das fühlt sich für mich scheiße an“: Luca Waldschmidt wurde gegen Werder nach einer Verletzung noch nicht berücksichtigt. Nun will der Offensivspieler zurück ins Team und gegen den HSV wieder seinen „Impact“ zeigen beim 1. FC Köln.

Im vereinseigenen Podcast sprach Luca Waldschmidt über die Gründe für seine Nichtberücksichtigung im Spiel gegen Werder Bremen und darüber, warum er dem Verein auch in schwierigen Zeiten die Treue schwört.

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Das 1:1 gegen Werder Bremen verfolgte Luca Waldschmidt nur auf der Tribüne, neben Rav van den Berg. Der Offensivspieler der Geißböcke stand nicht im Kader, saß nicht auf der Bank. René Wagner hatte den Spieler am Samstag in die Kabine beordert, um ihm seine Entscheidung mitzuteilen. „Das fühlt sich für mich scheiße an“, sagte der 30-Jährige im FC-Podcast, der am Mittwoch erschien. Im letzten Testspiel vor dem Saisonstart in Paderborn wurde Waldschmidt mit muskulären Problemen ausgewechselt. Das nach einer starken Vorbereitung, bei der er zu den Topscorern gehörte. „Das Timing war blöd. Es war der letzte Test vor Saisonstart, bis dahin lief es gut.“ Die ersten Pflichtspiele verpasste der Routinier also verletzungsbedingt, das gegen Bremen, obwohl er sich eigentlich wieder fit fühlte. „Das hat mir natürlich wehgetan, weil ich sehr gerne schon dabei gewesen wäre.“

Waldschmidt-Rückkehr gegen Hamburg? – „Kann meinen Impact immer reinbringen“

Waldschmidt ist ein Freund deutlicher Worte. Dass er eine andere Einschätzung als sein Trainer hatte, macht der Ex-Nationalspieler seinem Coach nicht zum Vorwurf, er spricht es aber dennoch an. „Wir haben darüber gesprochen. Das ist auf einer guten Ebene, jeder hat seine Position und seine Gedanken. Die tauschen wir aus.“ Wagners Sichtweise: „Luca kommt aus einer Verletzung, für ihn hat es noch nicht gereicht“, so der Trainer nach der Begegnung gegen Werder. Bei Waldschmidt hörten sich die Worte jedoch anders an. „Wenn ich das Gefühl nicht hätte, hätte ich gesagt: Ich fühle mich noch nicht gut, es reicht nicht. Ich glaube, dass ich meinen Impact immer reinbringen kann.“

„Mir liegt etwas an diesem Verein“

Seit gut zehn Tagen ist der Spieler wieder voll im Training, bereitet sich auf das Duell gegen den HSV vor und hofft auf Einsatzzeit. „Jetzt wird es Zeit: nicht nur Trainingsplatz, sondern auch Stadion.“ Der Offensivspieler hat es auch beim FC gelernt, mit Enttäuschungen umzugehen. Waldschmidt blickt auf eine insgesamt durchwachsene Zeit in Köln zurück. Die Voraussetzungen sind gut, die Ansätze auch, es fehlt oft an der Konstanz. Der Abstieg mit dem 1. FC Köln vor zwei Jahren war nach eigener Aussage ein „tougher Sommer“ — die 2. Bundesliga habe sich wie ein „krasser Abstieg“ angefühlt. Dass er trotzdem blieb, war keine Selbstverständlichkeit. „Um ehrlich zu sein, bei jedem anderen Verein wäre es für mich keine Frage gewesen: Okay, ich bin weg.“ Beim FC war das anders. „Ich habe gemerkt, mich halten hier noch andere Sachen. Mir liegt etwas an diesem Verein.“

Möglicherweise war das auch der Grund für einen Verbleib in diesem Sommer. Denn Waldschmidt sieht die Konkurrenz in der eigenen Mannschaft natürlich auch. Nicht umsonst gab es Spekulationen über einen Abschied, die er aber selbst zurückwies. Die Saison ist erst drei Spieltage alt. Waldschmidt will zeigen, dass er noch lange nicht fertig ist — wohl auch nicht beim FC.



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