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·29. August 2026
"Waren in allen Belangen nicht da": Alemannias Heimserie gerissen

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Sie ist gerissen, die Heimserie von Alemannia Aachen. Beim 0:3 gegen den SV Meppen kassierten die Schwarz-Gelben die erste Niederlage am Tivoli seit sieben Monaten und blieben zudem erstmals seit über einem halben Jahr ohne eigenen Treffer. Die Art und Weise ließ Cheftrainer Mersad Selimbegovic zerknirscht zurück, alles infrage stellen wollte er aber nicht.
Knapp zwei Stunden vor Anpfiff präsentierte Alemannia Aachen mit Justin von der Hitz noch einen Neuzugang, der sogleich in den Spieltagskader berufen wurde. Der 19-jährige Flügelstürmer gab auch sein Debüt, doch in den letzten 20 Minuten konnte niemand bei den Aachenern noch das Spiel herumreißen. "Es gibt bessere Gelegenheiten, sein Debüt zu machen. Aber so ist das im Leben, dass man sich das nicht immer aussuchen kann", fasste Cheftrainer Mersad Selimbegovic bei "MagentaSport" in Bezug auf von der Hitz zusammen. "Das Gute für ihn ist, dass es nur besser werden kann."
Denn bei der Hereinnahme des U17-Weltmeisters von 2023 war der berüchtigte Drops schon gelutscht. Der SV Meppen zerlegte Aachen in der Anfangsphase in seine Einzelteile, zur Pause war die 3:0-Führung der Emsländer fast schon schmeichelhaft. "Jede Niederlage tut weh, gerade wenn man zuhause so verliert. Nach zehn Minuten haben wir das Spiel komplett aus der Hand gegeben", erklärte Selimbegovic zerknirscht. "Wir verteidigen den Einwurf vor dem 0:1 mit Minus eins. Das geht nicht. Und dann bekommen wir den nächsten Nackenschlag, was es nicht so einfach macht, noch einmal zurückzukommen." Der Gang in die Kabine wurde vom Aachener Publikum entsprechend mit Pfiffen quittiert. "Wir waren in allen Belangen nicht da", sprach Aachens Coach Klartext.
In der Pause sorgte der 44-Jährige mit Umstellungen dafür, dass die völlige Katastrophe am Tivoli ausblieb. "Da ist es dann schon ein bisschen anders gelaufen", fand Selimbegovic, "aber eine Halbzeit reicht in dieser Liga nicht. Aber das passt zu diesem Tag". Der 44-Jährige gab zu, dass er lieber einen richtig schlechten Tag erleben würde, als viele Kleinigkeiten in verschiedenen Partien zu haben. Und doch war klar: "Man muss das jetzt einfach aufarbeiten. Wir haben noch keine guten Verbindungen, was man auf dem Platz merkt. Da sind noch keine Automatismen."
Auf dem Transfermarkt werde Aachen wegen der 0:3-Niederlage gegen Meppen nicht zwingend aktiv werden. "Gar nichts", antwortete Selimbegovic, bedeute das Ergebnis für die Planungen der Alemannia. "Das würde man Aktionismus nennen, und so sind wir nicht", versicherte der Cheftrainer, dessen Coup mit von der Hitz auch verpuffte. "Es geht jetzt darum, dass wir uns gut erholen. Es war kein kompletter Stromausfall, nur diese zehn Minuten, fast eigentlich nur diese zwei Minuten von der 9. bis zur 11. Spielminute", so Selimbegovic. "Daher werde ich nicht alles infrage stellen. Ich weiß, dass diese Mannschaft in der Lage ist, nächste Woche wieder zu performen." Schon am Freitag (19 Uhr) ist Aachen beim FC Ingolstadt zu Gast.
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