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·23. August 2026
Warum es unter René Wagner (noch) keine klaren Verlierer der Vorbereitung gibt

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Erik Stalleicken
23 August, 2026
Die Sommervorbereitung neigt sich langsam dem Ende entgegen und der Kader wird entschlackt werden. Wer allerdings seinen Platz bei den Profis verlieren wird oder zunächst auf der Bank Platz nehmen muss, ist aktuell noch nicht sehr deutlich.
Julian Pauli hat viel Konkurrenz beim 1. FC Köln
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Nach dem abgeschlossenen Trainingslager und den letzten Testspielen ist der 1. FC Köln diese Woche wieder in den normalen Trainingsalltag zurückgekehrt. Gleichzeitig rückt der Saisonstart näher und damit auch die Frage, welche Spieler sich in der Vorbereitung empfehlen konnten und wer eher enttäuscht hat. In den vergangenen Jahren ließen sich zu diesem Zeitpunkt meist schon klare Gewinner und Verlierer ausmachen. In diesem Sommer fällt dies aber, zumindest auf der Seite der Verlierer, deutlich schwerer. Das liegt unter anderem auch an der Kaderhandhabung des Trainers.
Wie wichtig dem neuen Cheftrainer der direkte Austausch mit seinen Spielern ist, machte der gebürtige Dresdner bereits zu Beginn seiner Amtszeit deutlich. Vor seinem ersten Spiel als Cheftrainer sprach Wagner im April über die schwierigen Entscheidungen bei einem großen Kader und erklärte mit Blick auf Spieler die eventuell nicht berücksichtigt werden: „Ich habe mit ein, zwei Spielern auch schon drüber gesprochen, dass die Tendenz besteht. Vor allem mit Jungs, die dann vielleicht enttäuscht sind, nicht mitzufahren. Das ist logisch, aber da versuche ich, frühzeitig zu kommunizieren.“ Dieser Ansatz ist auch für aktuelle Kaderplanung relevant. Eine schwere Vorbereitung muss nicht zwingend bedeuten, dass ein Spieler in Wagners Planungen keine Rolle mehr spielt.
Natürlich gibt es Spieler, für die der Sommer unglücklicher verlief als für andere. Julian Pauli beispielsweise verpasste aufgrund muskulärer Probleme einen wichtigen Teil der Vorbereitung und damit auch die Gelegenheit, sich nach seiner Leihe in Dresden für einen Platz im Bundesligakader zu empfehlen. Auch auf anderen Positionen gibt es Konkurrenzsituationen, in denen einzelne Akteure die Nase vorn haben. Doch selbst die Testspiele lassen nur bedingt Rückschlüsse auf eine Hierarchie ziehen. Wagner testete verschiedene Konstellationen und gab nahezu jedem eine gehörige Menge an Spielzeit. Erst jetzt müssen aus den gewonnen Eindrücken konkrete Entscheidungen entstehen – selbst, wenn es natürlich schon ein Startelf-Gerüst gibt. Ed geht auch um den erweiterten Kader und die Gespräche über die künftigen Rollen.
Die Entscheidungen stehen beim FC nun unmittelbar bevor. Nach dem Abschluss der Vorbereitung soll der derzeit zu große Kader verkleinert werden. Wagner kündigte nach den letzten Testspielen an, dass in den kommenden Tagen Gespräche stattfinden werden, wie es mit den einzelnen Spielern weitergeht. Nun wird sich erstmals deutlicher zeigen, welche Eindrücke aus den vergangenen Wochen tatsächlich Konsequenzen haben. Für die Beurteilung der Verlierer dürfte deshalb weniger entscheidend sein, wer in einem Testspiel in der Startelf stand oder nur auf der Bank saß. Viel entscheidender wird sein, wem Wagner dann schlussendlich zum Pflichtspielauftakt das Vertrauen im Kader schenkt. Damit bleibt die Vorbereitung beim FC vorerst nicht mehr als eine Momentaufnahme.
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