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·6. September 2026
Zwischen Abwehrchef und Unsicherheitsfaktor: Luka Lochoshvili im Wechselbad der Gefühle

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Simon Bartsch
6 September, 2026
Nur 40 Prozent gewonnene Zweikämpfe, dazu nicht ganz unschuldig an dem ein oder anderen Gegentreffer. Luka Lochoshvili erlebte am Freitagabend einen gebrauchten Abend. Dabei sind die Ambitionen des Neuzugangs ganz andere.
Luka Lochoshvili beim 1. FC Köln
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Es sind genau die Szenen, die die Fans lieben und brauchen. Emotionalität, purer Wille, Leidenschaft und dann auch eine gewissen Zweikampfhärte. Luka Lochoshvili setzte gegen Adam Daghim zur Grätsche an und ließ sich nach dem Gewinn von den Fans dafür zu recht feiern. „Für einen Verteidiger sind das sicher die wichtigen Situationen. Es war auch in einer entscheidenden Phase im Spiel. Ich war sehr glücklich, dass es funktioniert hat und ich der Mannschaft damit helfen konnte. Solche Aktionen geben dir Selbstvertrauen“, sagte der Abwehrspieler vergangene Woche im Interview mit fc.de. „Ich mag es, die Fans nach solchen Tacklings mitzunehmen. Ich will meine Emotionen auf die Fans übertragen. In Köln muss man dafür nicht viel machen. Die Zuschauer reagieren sehr auf das Spiel und springen nach solch einer Aktion sofort auf.“
Mehr zum Thema:>> Kommentar zur Niederlage>> Stimmen zum Spiel
Dass die Kölner Fans auf Aktionen reagieren ist bekannt, die Stimmung nach dem 1:4 in Stuttgart war dann aber nicht mehr so uneingeschränkt für „Locho“ wie noch gegen die TSG nach der Grätsche. Denn die Leistung des Abwehrspielers war gegen den VfB alles andere als gut. Der Nationalspieler Georgiens gewann im Spiel gegen die Schwaben im Schnitt gerade einmal zwei von fünf Zweikämpfen. Die vorsichtig gesagt mäßige Leistung gipfelte wohl in dem Tunnel, den Lochoshvili vor dem 0:1 kassierte. Bilal El Khannouss ließ den Innenverteidiger verdutzt stehen und schob überlegt zur Führung der Schwaben ein. „Locho“ aber blieb gegen den VfB an diesem Abend ein Unsicherheitsfaktor, in einer ohnehin sehr wackeligen Defensive. Dabei hatte der Abwehrspieler zuvor noch betont, wie wichtig es bei der VfB-Qualität wäre, fokussiert zu bleiben. Den Fokus verlor die Kölner Hintermannschaft schnell.
Dabei ist der Anspruch des Innenverteidigers eigentlich ein anderer. Lochoshvili wurde nach Köln geholt, um mit seiner Routine direkt in eine wichtige Rolle zu wachsen. Denn die des Abwehrchefs fehlte beim FC gerade nach dem Ausfall von Timo Hübers. Der Ex-Kölner hatte sich bekanntlich in der Vorsaison schwer am Knie verletzt. Der Zeitpunkt der Rückkehr ist unbekannt. Auch deswegen war „Locho“ verpflichtet worden. „Ich mag es, Verantwortung zu übernehmen und möchte immer einer sein, der auf dem Feld alles gibt, aggressiv ist und Emotionen zeigt. Da hoffe ich, dass ich die anderen damit ein Stück weit mitziehen kann“, sagt der 28-Jährige vergangene Woche. Und weiter: „Ich verstelle mich aber nicht und spreche nur zum Team, wenn ich auch wirklich glaube, dass wir es gerade brauchen. Ich will ein Leader sein, der aufgrund seiner guten Leistungen anführt.“
Die werden auch zweifellos wieder kommen. Dass Lochoshvili dem FC weiterhelfen kann, hat der Innenverteidiger schließlich auch schon bewiesen. Und das nicht nur sportlich. Bereits in den Testspielen und in der Vorbereitung wurde deutlich, wie präsent der Spieler im Training und auf dem Platz ist. Nun gilt es für ihn auch die sportliche Konstanz zu finden. Am besten schon am Samstagabend gegen Bremen.
Der Innenverteidiger wechselte als erste externe Neuverpflichtung im Sommer nach Köln.
Der Nationalspieler Georgiens wechselte vom 1. FC Nürnberg an den Rhein, spielte aber unter anderem schon in Italien.
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